Weinleichen im Keller: drei alte Italiener

12 Jahre alt und kein Fehler am Korken: Rotwein aus der südlcihen Toskana

12 Jahre alt und kein Fehler am Korken: Rotwein aus der südlichen Toskana

Wenn neue Flaschen aus den Kisten in das Regal im Keller sollen, finden sich bei mir meistens nicht Schätze, sondern Leichen: Weine älterer Jahrgänge, die einfach liegengeblieben sind. Meistens Einzelflaschen, die mit jedem Umräumen des Regals weiter nach hinten gerutscht und aus meinem Weinkurzzeitgedächtnis verschwunden sind.

Und irgendwann ziehe ich sie wieder nach vorne, um Platz zu schaffen. Dabei kommt die Erinnerung wieder an die Anlässe und Gründe der Einkäufe, auch wenn Details dazu, wie Zusammensetzung der Cuvees und Preis, natürlich fehlen. Ich bin kein Flaschenbuchhalter, deshalb gibt es keine Notizen, die das Gedächtnis stützen würden.

Und bei den Weinen handelt es sich meistens nicht um lagerfähige „große Gewächse“, sondern um gehobene Mittelklasse, die ursprünglich für den baldigen Verbrauch bestimmt war. Ein, zwei oder vielleicht auch drei Jahre zum „Einrunden“ bei Rotweinen, bei Weißweinen bin ich sowieso eher der „Jungtrinker“; selten gibt es Weißweine, mit deren Alterung ich etwas anfangen kann.

Diesmal habe ich drei Rotweine aus Ribolla in der Provinz Grosseto genannt gefunden: alle drei vom gleichen Winzer, zwei verschiedene Weine, drei Jahrgänge. Ribolla liegt in der südlichen Toskana, der Maremma, am Fuße der Colline Metallifere.

Aufgetaucht sind von der Azienda Agricola I Campetti zwei Flaschen vom Baccio der Jahrgänge 2001 und 2004 sowie eine Flasche Castruccio aus dem Jahrgang 2004.

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Stege am Chiemsee

Der 29. Dezember 2016 war ein Traumtag am Chiemsee: strahlend blauer Himmel und tintenfarbig leuchtendes Wasser und die zweiten und dritten Bergreihen verschwanden im Dunst, während Seebruck aus dem Nebel schaute. Die tiefstehende Dezembersonne sorgte für scharfe Kontraste.

Chiemsee Oberbayern

Chiemsee Ostufer zwischen Seebruck und Chieming am 29. Dezember 2016.

Chiemsee Oberbayern

Malerischer Steg auf Rollen in den Chiemsee in der Nähe von Chieming.

Chiemsee Oberbayern

Vom Steg aus: Richtung Kampenwand geblickt.

Chiemsee Oberbayern

Die geringen Niederschläge der letzten Wochen sieht man an den Stegen deutlich.

Chiemsee Oberbayern

Dampfersteg in Chieming, im Winter eigentlich wegen Eis und Schnee gesperrt; im Sommer Sprungturmersatz.

Alle Bilder aufgenommen mit Olympus OM-D E5 MII, meistens mit dem Weitwinkel-Zoom 9-18mm, nachbearbeitet mit Snapseed. Alle Bilder sind meine Bilder, die niemand ohne ausdrückliche Genehmigung weiterverwenden darf. Danke für die Beachtung.

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Sauvignon Blanc und spanischer Rotwein

Das Thema der letzten Weinprobe des Jahres mag dem Außenstehenden seltsam erscheinen; die Erklärung ist einfach: Teilnehmer der Runde ergatterten auf dem Weinherbst in München zwei Flaschen Sauvignon-Blanc, die sie unbedingt in die Runde werfen wollten, so ergab sich das Weißwein-Thema; und beim Rotwein war wieder ein Land fällig, das in den letzten Jahren zu kurz kam, die Wahl fiel auf Spanien.

Um es kurz zu machen: Sauvignon-Blanc hat gewonnen,

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München Fotos – Blick nach oben

In der Früh im Dezember steht die Sonne besonders schön, um die Sehenswürdigkeiten der Münchner Innenstadt zu beleuchten. Man kann in München kaum von Straßenschluchten reden, trotzdem ist man als Fußgänger oft noch im kalten Schatten unterwegs, während die hohe Gebäude schon von der tiefstehenden Wintersonne erleuchtet werden:

München Frauenkirche Dom

Blick von der Weinstraße durch die Albertgassse auf die Frauenkirche, den Münchner Dom. Aufgenommen am 13. Dezember um 8 Uhr 52.

Marienplatz München

Am Marienplatz, Blick nach oben, aufgenommen am 13. Dezember um 8 Uhr 46.

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Jahresrückblick mit Bestnine Instagram Fotos

Was waren deine erfolgreichsten Bilder im Jahr 2016? Zum Jahresende gibt es wieder zahlreiche Rückblicke, auch für Instagram bietet sich das an: Einfach auf die Webseite https://2016bestnine.com/ gehen und deinen Accountnamen eingeben.* Nach ein paar Sekunden hat die Plattform die Bilder mit den meisten Likes gefunden und zeigt sie in einem Instagram-typischen 3×3-Bilderformat an. Die Bilder lassen sich speichern und man kann sich noch für die Variante mit Text, wie Gesamtzahl der Likes, entscheiden.

Bei mir führen die jüngsten Herbstbilder mit der Münchner Frauenkirche (dem „Dom“) die Rangliste an; sie sind einfach auf dem Weg zur Arbeit entstanden, mit Unterstützung des Wetters und der passenden Tageszeit.

* Für diesen freiwilligen Tipp wurde ich nicht bezahlt und ich erhalte keine Vergünstigungen dafür. Ich mache hiermit auch auf die Privacy Policy der Webseite aufmerksam, die z.B. nichts über Copyright und Urheberrecht aussagt, aber über die Nutzung der Nutzerdaten für werbliche Zwecke.

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Facebook – Götterdämmerung?

An diesem Wochenende platzte die Bombe. So der Begriff im Titel der Story, die beschreibt, wie Donald Trump den US-Wahlkampf angeblich mit Hilfe von Big Data, destilliert aus Facebook, gewann. Im Kern geht es darum, das Menschen mit der Auswertung ihrer Shares und Likes psychologisch so vermessen werden können, dass Aussagen darüber möglich sind, wie sie auf Facebook Nachrichten reagieren. Dabei geht es nicht nur darum, Wählerstimmen zu gewinnen, sondern auch darum, Stimmabgaben für die Gegenseite durch gezielte Verunsicherung zu verhindern.

Diese Enthüllung, die eigentlich keine ist, denn die Prinzipien sind jetzt nichts wirklich Neues, trägt erneut dazu bei, meine Zweifel an dem weltweit größten Netzwerk zu verstärken. Die Zweifel begründen sich in der weltweiten Ausdehnung und der unbeschränkten Macht. Wobei sich macht nicht auf die tatsächliche physische Macht bezieht, sondern auf die vielfältigen Einflussmöglichkeiten auf jedes Facebook-Miglied.

Protokoll meines Verhaltens

Der Datensatz mit meinen Beiträgen, Kommentaren, Likes und Shares ist das Eine. Er gehört Facebook und wird von denen unbegrenzt weitergegeben (unabhängig davon, ob ich privat oder öffentlich poste, davon ist auszugehen); vielleicht sogar ohne meinen Namen, aber was nützt das, wenn die Anzeige oder ein Post trotzdem bei mir gezielt platziert werden kann. Jetzt kommen die Schlauberger und sagen: „erkenne ich“ – aber darüber sind wir, glaube ich, hinaus. Es geht nicht mehr um schlecht gezielte (targeted) Werbung, es geht darum, dass ich einen Beitrag eingeblendet bekomme, der subtile Zweifel an meinem Weltbild nährt, mich verunsichert und damit meine Stimme pro oder contra irgendetwas zum Schweigen bringt, weil ich mir selbst nicht mehr sicher bin. Damit hat der Auftraggeber sein Ziel schon erreicht. Wenn ich die sogenannten Psychometriker und ihre Firmen richtig verstehe, ist das selbst mit höchster Medienkompetenz kaum zu erkennen.

Ein Angebot ohne Moral und Rücksicht

Es geht zum zweiten darum, dass Facebook für sich beansprucht, dass sein Standards in punkto Veröffentlichungen auf der ganzen Welt zu gelten haben. (Das rührt im Übrigen nicht nur aus der privaten Organisationsstruktur des Konzerns, sondern ist in allen US-Weltkonzernen so verankert: die Welt ist die USA, der Rest ist nichts oder nur wenig). Dass Nackheit, Verunglimpfung, Mobbing etc. in verschiedenen Kulturen auf der Welt anders gesehen werden und andere Gefühle hervorrufen wird ignoriert. Es gibt keinen moralischen Maßstab außer dem amerikanischen und den des Profits – wer sich die Reaktionen von Facebook auf die netten Versuche deutscher Politiker zur Eindämmung von Hassreden ansieht, wird nur taktische Beschwichtigungen und Verzögerungsmanöver finden. Wenn allerdings die Polizei kommt, ist Facebook schnell bereit, zu handeln. Schließlich möchte man sich sein Geschäftsmodell ja nicht zerstören, weil man womöglich Ärger mit dem Gesetz bekommt.

Das tragische ist, gleiches  gilt für alle Länder – der Weltrettungsanspruch wird gegenüber dem Profit ganz schnell hintenangestellt, wenn große Märkte locken, wie etwa China. Dann heißt es wieder „wir sind ganz unpolitisch, wir wollen nur Menschen verbinden“. Und im Zweifelsfall, so darf vermutet werden, bekommen die staatlichen Behörden eine Hintertüre, um unliebsame Beiträge oder gar Mitglieder zu verhindern.

Großer Einfluss kleingeredet

Und das ist derzeit eigentlich meine größte Kritik: die Weigerung anzuerkennen, dass Facebook, wie übrigens auch Google und wahrscheinlich auch Amazon, mittlerweile Akteure geworden sind, die Gesellschaften beeinflussen, wie es bisher kaum möglich war. Dafür gehen sie aber jeder Debatte über ihre Wirkung, abseits von Vernetzung, Suche und Einkauf hinaus, aus dem Weg. Es sind Unternehmen, die sich von moralischen Standards fernhalten; ja fern halten müssen, um ihre Geschäfte machen zu können. Dafür verbünden sie sich zur Not auch mit autoritären Regimen und Diktatoren: arabischer Frühling, gut fürs Image, aber wenig Geschäft.

Indem sich Facebook darüberhinaus zum Konkurrenten der klassischen Medien aufschwingt, diese sogar nich benutzt, um seine Reichweite und seinen Einfluss zu erhöhen, wird demokratische Kontrolle weiter ausgehöhlt. Medien, die angeblich die Mächtigen kontrollieren sollen, gehen zugrunde, weil die Leser abhanden kommen, und ausgerechnet das „System Facebook“ soll sie retten. Aus Sicht der Aktionäre ein perfekter, aus Sicht von demokratischen Gesellschaften ein perfider Schachzug von Facebook.

Kein Interesse an Demokratie

Wer diese, seine Macht und seinen Einfluss auf Gesellschaften so sträflich ignoriert, darf sich nicht wundern, wenn er eines Tages zum Handlanger von autoritären Systemen wird. Leider ist für viele Menschen Facebook nur ein Spaß, ein Like hier, ein Kommentar dort, die eigene Meinung wird bestätigt und beeinflusst, während man lustige Bildchen und Filme ansieht und belangloses mit Freunden austauscht – ist doch nicht so gefährlich, wird doch übertrieben. Das glaube ich nicht, genau das ist die Methode, dass man uns Glauben machen will, dass doch alles ungefährlich ist – aber Algorithmen, das wichtigste der Branche, bleiben geheim, genauso wie angebliche (moralische) Standards.

Götterdämmerung wegen zuviel

Die einzige Hoffnung ist, dass Facebook sich verkalkuliert – dass zu viele Angebote in einer Plattform zu viel sind. Ich kann nicht als Medium Zeitung und Fernsehen ersetzen, privates Netzwerk sein, Werbung ausspielen, Chatten usw. Die Timeline ist für mich ziemlich unbedeutend geworden: wichtiger sind für persönliche Netzwerke Whatsapp oder noch besser, Threema; für längere und kürzere Texte mein Blog; für Bilder sollte es flickr sein oder mein Blog, nicht Instagram. Nun will Facebook auch noch ein Job-Portal werden. Der Allmachtsanspruch wird vielleicht zum Anfang vom Ende oder, wenn schon nicht Götterdämmerung, zumindest zur Rückbesinnung auf das soziale Netzwerk von Einst. Wenn Facebook nicht selbst drauf kommt, könnten wir ein Problem bekommen.

Staaten müssen aktiv werden

Wenn wir nicht aufpassen, bekommen wir Weltherrscher, gegen die Nutzer und Regierungen und Polizei und Justiz machtlos sind. Werkzeuge, die für Demokratien gefährlich sind, deshalb ist es Zeit, diesem unkontrollierten Treiben Einhalt zu gebieten. Ich werde mein Facebook-Profil „säubern“, auch wenn ich es beruflich benötige, wird Facebook bei mir weiter herabgestuft und noch mehr als bisher, werde ich meinen Blog nutzen, um meine Meinung zu veröffentlichen.

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Instagram: Bilder oder Video erfolgreicher?

Nein, keine Abhandlung darüber, wie erfolgreich Bewegtbild angeblich ist, sondern eine nicht repräsentative Statistik am eigenen Instagram-Leibe erfahren.

Anhand einer kleine Statistik seit Ende September:

  • Erfolgreichstes Instagram Video: Oktoberfest, vom 29.9.2016: bis heute 58 mal aufgerufen, 11 mal geliked*
  • Zweit erfolgreichstes Instagram Video: Isarufer, 4.11.2016: bis heute 45 mal aufgerufen, aber 19 mal geliked*

 

  • Erfolgreichstes Instagram Bild in der Zeit: Frauenkirche mit Herbstbaum, 20.10.2016, 39 Likes
  • Zweit erfolgreichstes Instagram Bild in der Zeit: Frauenkirche mit Bürogebäude, 17.11.2016, 36 Likes

Kann man aus der Zahl der Aufrufe, die über den Likes der Standbilder liegen, nun schließen, dass Bewegtbild erfolgreicher als Standbild ist?

*Tipp: Bei Videos auf Instagram sieht man nur die Aufrufe, nicht aber die Likes. Ein Klick auf die Aufrufe zeigt aber die Likes an. Ich vermute, dass Video liken den meisten schwerer fällt. Während man Video schaut liked man nicht gleich und wenn man das Video überhaupt bis zu Ende schaut, klickt man gleich weg, statt zu liken. Zu viel Konzentration auf den bewegten Inhalt lässt das Liken vergessen? Übrigens zählt schon ein Video, das nur drei Sekunden angesehen wurde, als Aufruf.

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App-Tipp: Aufnahmen im Zeitraffer-Modus

Zeitraffer-Aufnahmen haben ihren eigenen Reiz, um dramatische Wetterstimmungen oder andere dynamische Bewegungen im Video darzustellen. Manche Smartphones bieten dazu eigene Einstellungen in der Kamera-App. Ich habe dazu auf meinem Smartphone, Huawei P9 plus mit Android 6, Framelaps installiert. Die App zeichnet sich bereits in der kostenlosen Version durch einfache Bedienung und gute Qualität aus. Ich kann keine Probleme im Betrieb feststellen.

Framelaps kostenlos zieht Strom

Größter Nachteil der kostenlosen Version ist, dass sich der Bildschirm während der Aufnahme nicht abschaltet.

Damit bleibt der größte Stromfresser, nämlich das Display, während der Aufnahme an. Bei dem zweiten Film, der Nebelaufnahme (siehe unten), wurden für 42 Sekunden Zeitraffer-Video – das Smartphone lief dafür rund drei Stunden, wobei alle zehn Sekunden eine Aufnahme getätigt wurde – ungefähr zwei Drittel des vorher voll aufgeladenen Akkus leergesaugt.

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Wasserburg – Kleinod am Inn

Wasserburg/Inn, Bayern

Kanadischer Moment in Bayern: Ein Angler zieht sein Kanu aus dem Inn bei Wasserburg.

Wasserburg am Inn liegt ungefähr 50 Kilometer östlich von München an der Bundesstraße 304 Richtung Traunstein und Salzburg. Der mittelalterliche Stadtkern befindet sich auf der Halbinsel einer Innschleife, was das Städtchen noch charmanter macht. Mittlerweile verläuft die viel befahrene Bundesstraße weit außerhalb der Stadt, so dass weite Teile verkehrsberuhigt sind und man in aller Ruhe die pittoresken und fast durchweg renovierten Gebäude betrachten kann. Die Altstadt mit Burg, Kirchen und Häusern zeugt davon, dass Wasserburg ab dem 13. Jahrhundert durch die Innschifffahrt und Salzhandel zu Wohlstand gekommen ist. Das Ufer des Inns lädt zu einem Spaziergang ein und bietet wunderbare Blicke auf die herbstlich verfärbten Bäume am Steilufer gegenüber. Am Sonntagvormittag war in der Stadt erstaunlich wenig los. Erst nach dem Mittagessen wurden die Spaziergänger am Fluss mehr; die Tipps für Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen in Wasserburg verrate ich ganz unten.

Wasserburg/Inn, Bayern

Das Steilufer des Inns gegenüber von Wasserburg im Herbst.

Wasserburg/Inn, Bayern

Prächtiges Farbenspiel am Innufer.

Wasserburg/Inn, Bayern

Gold leuchtet der Spätherbst in Oberbayern.

Wasserburg/Inn, Bayern

Vergebung der Sünden: Wandgemälde an der Wasserburger Stadtpfarrkirche St. Jakob. Das Heilsgeschehen als Lebensbaum aus dem 15. Jahrhundert.

Wasserburg/Inn, Bayern

Der klassische Blick bei blauem Himmel: Blick von der Innbrücke hinter dem Brucktor auf die Häuser am Ufer.

Wasserburg/Inn, Bayern

Wasserburg von innen: schmale Stadthäuser mit engen Läden im Erdgeschoss, wunderbar restauriert.

Wasserburg/Inn, Bayern

Typisch für die Gegend: Die Wasserfänger außen sammeln das Wasser aus den dahinterliegenden Giebeldächern, bevor es vorne ins Fallrohr kommt.

Wasserburg/Inn, Bayern

Pittoreske Durchblicke auf pittoreske Fassaden – ob die Farben in Wasserburg im Mittelalter auch schon so grell waren?

Wasserburg/Inn, Bayern

Ausschnitt einer Fassadenmalerei: ob damit der Feind im Mittelalter verwirrt werden sollte?

Wasserburg/Inn, Bayern

Details in Wasserburg, übriggeblieben aus einer anderen Zeit: Steinbank vor einem Eingang

Wasserburg/Inn, Bayern

Die Schande für den Denkmalschutz gehört eigentlich auch schon wieder unter Denkmalschutz: Metzger in Wasserburg.

Wasserburg/Inn, Bayern

In Wasserburg lassen sich viele Details entdecken – klein und verwinkelt scheinen die Häuser zu sein.

Wasserburg/Inn, Bayern

225 Jahre hat das Geschäft Hans Huber noch gefeiert, danach war Schluss: in den wunderbaren Laubengängen am Hauptplatz werden traditionelle Geschäfte von Cafes abgelöst.

Wasserburg/Inn, Bayern

Dass nur ja keiner seine Bedürfnisse hier entleert; was die ortsübliche Bestrafung wohl war…?

Meine Tipps für Wasserburg:

Mittagessen zum Beispiel in der Trattoria La Famiglia in der Ledererzeile 34, nicht mitten im Zentrum, was bei der Größe der Altstadt keine Rolle spielt; freundliche Bedienung gepaart mit hervorragendem italienischen Essen – das gilt für die Tageskarte besonders, aber auch für die Klassiker wie Pizza und Pasta. Offenbar kennt man sich mit Weinen aus, das zeigen die Flaschen, die das Lokal dekorieren (probiert davon haben wir nichts).

Kaffee und Kuchen vom Feinsten gibts in der Wasserburger Backstube, Hofstatt 13. Viele Plätze draußen am verkehrsberuhigten Bereich und ebenfalls viele Plätze drinnen, vom Zweiertisch bis zur Riesensofaecke, trotzdem ist die Bedienung auch im Trubel des Sonntagnachmittags freundlich und flott. Eine breite Auswahl an Speisen, nicht nur Kuchen, und Getränken. Insbesondere durch den hervorragenden Kaffee von Deliano, so genannt nach der Familie, die die Backstube betreibt, sind wir auf diese aufmerksam geworden (die Bohnen gibt es dort nämlich auch am Sonntag zu kaufen, inkl. Beratung).

Eine Anreise mit der Bahn ist mit Umsteigen verbunden, da Züge nicht mehr bis direkt in die Stadt fahren, seit die Strecke nach einem Hangrutsch aufgegeben wurde. Ein Bus fährt abgestimmt mit der Regionalbahn von Bahnhof Reitmehring, offizieller Bahnhof der Stadt Wasserburg, ins Zentrum und zurück. Nach Reitmehring kommt man von München aus über Grafing oder Rosenheim. Die Stadt verfügt aber außerhalb des Zentrums über große Parkplätze, so dass man getrost auch mit dem Auto kommen kann.

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Tipp und Kindheitserinnerung: der Ebersberger Aussichtsturm

Wer im Münchner Osten aufgewachsen ist, für den ist eine Kindheit ohne Egglburger See und Aussichtsturm in Ebersberg wohl kaum denkbar. Ein schneller Ausflug, wenn die Eltern den Eindruck hatten, dass die Kinder wieder mal gelüftet werden mussten – dafür war die Gegend ideal: leicht mit dem Auto zu erreichen und keine größeren Schwierigkeitsgrade, wie Steigungen, und von den Dimensionen allwettertauglich, das heißt nicht nur bei Sonne, sondern auch bei Regen, Schnee und Eis machbar, ohne dass die Familie durchweicht oder durchfriert (Schlittschuhlaufen im Winter inklusive).

Umso erstaunter war ich jetzt, dass der ausgiebige Spaziergang vom S-Bahnhof Ebersberg an den Klosterseen entlang bis zum Aussichtsturm und zurück, zumindest bei schönen Wetter, abwechslungsreicher als in Erinnerung ist. Der Blick Richtung Berge von den Anhöhen ist traumhaft und entlang der Seen durch Herbstlaub und an schilfbewachsenen Ufern sorgt für schöne Stimmung.

Hier ein paar Impressionen, die Lust machen sollen.

Ebersberg, Aussichtsturm

Verwunsche Blicke entlang der Klosterseen, auch wenn man an schönen Tagen nicht alleine ist.

Ebersberg, Aussichtsturm

Wenn es aus Ebersberg herausgeht, folgen auch ein paar Bauernhöfe.

Ebersberg, Aussichtsturm

Traumhafte Stimmung bei traumhaften Wetter – vom Egglburger See über die Hügel Richtung Ludwigshöhe.

Ebersberg, Aussichtsturm

Reicht mit 35 Metern gerade über die Baumwipfel: der Ebersberger Aussichtsturm.

Ebersberg, Aussichtsturm

Keine architektonische Schönheit, der Ebersberger Aussichtsturm, aber die Blicke sind wunderschön: Richtung Ebersberg und Berge.

Ebersberg, Aussichtsturm

Zurück vom Aussichtsturm gehts nach einer Stärkung auf der Ebersberger Alm, entlang der „Heldenallee“: Für jeden der 84 Ebersberger Gefallenen des ersten Weltkriegs wurde eine Linde gepflanzt.

Ebersberg, Aussichtsturm

In Ebersberg geht es abseits der Hauptstraße wieder zum Bahnhof. Noch ist nicht jedes Gebäude renoviert.

Tipps:

  • Aus München ist die Anreise mit der S-Bahn möglich. Vom Bahnhof aus geht es ausgeschildert abseits der Hauptstraße bis zum Klostersee. Der Aussichtsturm ist praktisch nicht zu verfehlen.
  • An schönen Tagen ist die Ebersberger Alm, das Wirtshaus unterhalb des Aussichtsturms, zu  den Stoßzeiten vor allem Mittags überfüllt, davon kündet auch die als Parkplatz genutzte Wiese davor. Besser azyklisch kommen.

Uli von auf-den-Berg.de war auch schon mal rund um den Ebersberger Aussichtsturm unterwegs und hat die Strecke und weitere Attraktionen gut dokumentiert, beispielsweise das Museum Wald und Umwelt.

 

 

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