Erste Erfahrungen mit der neuen Kamera: Olympus OM-D EM5 MII

Ich freue mich, heute die ersten Ergebnisse meiner neuen Kamera zu veröffentlichen. Wie es zu der neuen Kamera kam, steht im Folgenden.

1.11. am Chiemsee von Chieming aus, mit OM-D EM5 MII, 9-18mm.

1.11. am Chiemsee von Chieming aus, mit OM-D EM5 MII, 9-18mm.

Eine neue Kamera sollte her. Leichter und besser, aber nicht unbedingt von der Auflösung. Es stellte sich dabei weniger die Systemfrage, eher die Nachfolgefrage (neben der Preisfrage). Und im Prinzip macht(e) Sony hier genau den Fehler: ich war seit der ersten Stunde (nach dem Auspacken der Konfirmationsgeschenke) treuer Minolta Fotograf und meine erste Volldigitale wurde demzufolge auch eine Sony Alpha 58, nachdem Minolta ja von Sony übernommen wurde. Bei der Alpha 58 handelt es sich um eine DLSR mit teildurchlässigem Spiegel (also quasi die Vorstufe zur Systemkamera von heute). Hier konnte ich meine Minolta Objektive, vor allem mein gutes Apo-Telezoom, weiter verwenden.

Nur bei der Auswahl des Nachfolgers klaffte bei Sony leider eine Lücke:

die Alpha 77 ist eine große und schwere mit allen technologischen Extras vollgepackte APS-C-.Kamera, die ungefähr so viel wiegt wie meine Alpha 58 mit Objektiv. Darunter kam dann die neue Alpha 6000, die lange Zeit mein Favorit war. Mit ihr habe ich dieses Jahr auf der re:publica fotografiert und war sehr zufrieden. Das Handling der Kamera war allerdings mit dem klobigen Zeiss Objektiv 16-70 mm mit Fixblende 4 etwas gewöhnungsbedürftig. Bildqualität war für meine engagierten Amateurbedürfnisse gut bis sehr gut und die Menüführung war Sony-typisch. Dennoch fehlte der Kamera der Reiz, außerdem war sie zu weit weg von einer Spiegelreflexkamera – zu sehr auf  gutes Knipsen, denn auf engagiertes Fotografieren ausgelegt. Nur dafür wollte ich meine Ausrüstung dann doch nicht aktualisieren.

1.11. am Chiemsee von Chieming aus, mit OM-D EM5 MII, 9-18mm.

1.11. am Chiemsee von Chieming aus, mit OM-D EM5 MII, 9-18mm.

Blieb der Blick weiter nach oben, also in die neue Vollformatpalette von Sony, die Alpha 7 Kameras. Eines der ersten Modelle habe ich 2014 ebenfalls im Mai in Berlin ausprobiert. Kurz und gut: tolle Bilder, toller Sensor, hoher Preis. Auch die aktuellen Nachfolgemodelle zeichnen sich durch den hohen Preis aus, weshalb ich sie quasi auch ausschloss, zumal dafür auch wieder neue Vollformatobjektive notwendig würden – das wiederum brachte die Gedanken auf einen Systemwechsel. Der Fotohändler meiner Wahl (Foto Gregor in München, früher Foto Nürbauer) legte mir dabei ungefragt die Olympus OM-D EM5 Mark II ans Herz.

Fotoenthusiasten auf dem Olympus Photography Playground in München

Fotoenthusiasten auf dem Olympus Photography Playground in München

Auch die Olympus Systemkameras hatte ich schon mehrfach getestet; allerdings nie mit dem Umstiegsgedanken gespielt und deshalb Handling und Bedienungsmenü, weil ungewohnt, abgelehnt. Bei der näheren Beschäftigung mit Olympus stellte sich dann heraus, dass die Kameras in vielen Tests im oberen Drittel abschnitten – selbst bei der Bildqualität, trotz des kleineren Micro-Four-Thirds-Sensors (MFT) gegenüber APS-C. Damit erreicht die Kamera allerdings eine sehr angenehme Baugröße, vom Design her vergleichbar einer Mini-DSLR. Angenehm griffige Metallräder sowie stabile Schalter und Knöpfe sorgen für gutes Handling, insbesondere besticht der klassische Spiegelreflexsucher. Die manchmal kritisierte Menüführung ist zugegebenermaßen wenig intuitiv, aber bei der Vielzahl von Funktionen auf kleinem Raum ist ein selbsterklärendes Menü wirklich viel verlangt.

Unterstützt von einigen Gutscheinen (z.B. aus dem Münchner Olympus Photography Playground, auf dem ich meine neue Kamera der Wahl ausführlich testete) erschien mir das Investitionsvolumen gerechtfertigt, zumal ein gutes starkes Weitwinkelzoom, 9-18mm, entspricht 18-36 mm im Kleinbildformat, mit in das Budget sollte. In Praxistests, die ich auf einigen Blogs gelesen hatte, schnitt zudem das Standardobjektiv (3,5/6,3 12-50, also KB 24-100 mm), nicht schlecht ab; zudem bringt es noch Motorzoom (praktisch für Video) und Makrofunktion mit. Gemeinsam mit dem Standardzoom ist die Kamera übrigens auch staub- und spritzwassergeschützt.

Den Ausschlag zum Systemwechsel gab dann schließlich mein Bekanntenkreis: Der Ironblogger-Kollege Alexander Broy war auch kürzlich auf eine OM-D EM5 umgestiegen – und ich weiß, dass er sich mit Technik, vor allem Video-Technik, gut auskennt. Dann entdeckte ich, dass auch Ironblogger-Kollege Wilfried Hoge ebenfalls engagierter Olympus-Fotograf ist und dem Hersteller ein sehr gutes Zeugnis ausstellt. Damit war das Schicksal meiner Sony besiegelt – aber keine Sorge, sie ist in der Familie geblieben und wird weiter fleißig genutzt.

Ich mit meiner zukünftigen (Oylmpus).

Ich mit meiner zukünftigen (Olympus).

 

Dieser Beitrag wurde unter Fotografie abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Kommentare zu Erste Erfahrungen mit der neuen Kamera: Olympus OM-D EM5 MII

  1. Wilfried sagt:

    Sehr gute Entscheidung, Markus. Ich bin seit vielen Jahren sehr zufrieden mit Olympus. Die neue M5 ist eine tolle Kamera. Ich kann dir auch das Kamerabuch von Reinhard Wagner empfehlen. Eine tolle Quelle praxisnaher Informationen: http://pen-and-tell.blogspot.de/2015/10/in-eigener-sache-kamerabuch-e-m5ii-ist.html

    • Markus sagt:

      Hallo Wilfried, ein spätes Danke für deinen Kommentar. Bisher bin ich wirklich sehr zufrieden mit der Kamera. Danke für den Tipp mit dem Buch, das hole ich mir gleich noch. Ich hoffe, wir sehen uns bei einem Ironblogger-Treffen bald mal wieder.

  2. Pingback: Teil 2: Meine Münchner Momente – ein Jahresrückblick | Pflugblatt* (beta)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *