Kostenlose Wochenzeitungen: Opt-out-Test

In dem von mir positiv formulierten Beitrag „Blogger relations go Local“ habe ich ja bereits meinen Ärger über die briefkastenfüllenden kostenlosen Wochenzeitungen kundgetan. Diese lassen sich auch mit dem Schild „Bitte keine Werbung“ nicht verhindern. Und dass, obwohl sie vollgepackt mit Werbung geliefert werden – das ist meines Erachtens eine gesteuerte und gewollte Umgehung des Einwurfverbots für Werbung. Insgesamt rund 1,2 kg Papier, die ich jede Woche entsorgen soll, obwohl ich sie nicht gewollt und nicht bestellt habe.

Jede Woche das gleiche Bild: überquellende Briefkästen.

Jede Woche das gleiche Bild: überquellende Briefkästen.

Offenbar geht es nicht nur mir so, denn hier wurde nun eine Unterschriftenaktion gegen im Treppenhaus frei fliegende Kostenloszeitungen gestartet – dabei wehren sich die Bewohner doch nur gegen die ungewollten Entsorgungsaufgaben. Und die Hausverwaltung vermeidet es (bewusst?), Schilder anzubieten, die auch das Einwerfen von kostenlosen Wochenzeitungen untersagen.

Unterschriftenaktion gegen im  Treppenhaus entsorgte Kostenloszeitungen.

Unterschriftenaktion gegen im Treppenhaus entsorgte Kostenloszeitungen.

Opt-Out-Test für kostenlose Zeitungen

Ich werde primär von Hallo München und dem Wochenanzeiger belästigt. Nun bietet Hallo München tatsächlich an, ein Zustellverbot zu erteilen. Sehr lobenswert, finde ich. Ich probiere das jetzt aus und bin gespannt, wie es funktioniert. Der Wochenanzeiger bietet diese Option leider nicht.

Auf der Webseite von Hallo München: Zustellverbot aussprechen. Lobenswert. Ob es funktioniert?

Auf der Webseite von Hallo München: Zustellverbot aussprechen. Lobenswert. Ob es funktioniert?

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6 Kommentare zu Kostenlose Wochenzeitungen: Opt-out-Test

  1. Geschickt, der Hallo-Verlag: Generiert mit dem Opt-out-Formular prima valide Adressen nebst aktuellen Telefonnummern. Eine Bestätigung des Eingangs oder gar des Willens, nun wirklich sein Werbeblättchen nicht mehr zuzustellen, erhält man dagegen nicht – oder kommt das später per Post?

    Mein eskalierendes Modell war bisher stets folgendes:

    1. Briefkastenaufkleber »Keine kostenlosen Zeitungen«
    2. Im Fall der Zuwiderhandlung Anruf beim Verlag mit der Aufforderung, diese eindeutige und verbindliche Willenserklärung zu respektieren. Kurze Gesprächsnotiz mit Datum, Urzeit und Namen des Gesprächspartners.
    3. Im Fall weiterer Zuwiderhandlung das Ganze noch einmal paragraphen- und präzendenzurteilsgespickt per Einschreiben mit Rückschein
    4. Im Fall weiterer Zuwiderhandlung kostenpflichtige Abmahnung mit Aufforderung zur Unterlassungserklärung bei 500 Euro Vertragsstrafe für jede weitere Zuwiderhandlung.

    Spätestens dann hatte ich noch in jedem Fall Ruhe. Ja, das ist mühsam, aber anders lernen sie’s nicht.

    • Markus sagt:

      Danke für deinen Kommentar. Auf die Idee mit der Adress-Verifizierung bin ich gar nicht gekommen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das in der Praxis funktioniert – wie sollen Prospektverteiler bei jedem Briefkasten wissen, ob sie etwas einwerfen dürfen oder nicht. Wegen der Paragraphen komme ich dann gerne auf dich zurück 😉

  2. Alexander sagt:

    Abmahnen ist super, tolle Idee! Ist ja eine ganz besondere Tugend der Deutschen und eine Besonderheit unseres Justizsystems.
    Wenn Blogger z.b. wegen eines fehlerhaften Impressums abgemahnt werden, ist das voll gemein, aber die Holz-Werber kann man ruhig abmahnen …

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