#PhotoRun: mit Smartphone laufen und fotografieren

Ich laufe, im Sommer gerne ohne alles – also kein überflüssiger Ballast. T-Shirt finde ich auch bei Männern Pflicht, aber am besten ohne Schlüssel und Handy und auch ohne Smartphone und oft auch ohne mp3-Player. Der Vorteil: der Start geht schneller, weil keine Satellitenverbindung und keine Verkabelung notwendig ist. Das Handy lenkt mich außerdem ab, nicht weil ich angerufen werde, sondern weil es fotografieren kann. Die Fotos sind übrigens am 31. Oktober, um ca. 8.00 Uhr morgens auf  meiner Haus- und Hofstrecke, dem Olympiagelände München, entstanden.

Die Ansicht von gegenüber: Olympiagelände München

Die Ansicht von gegenüber: Olympiagelände München

Sobald ich also das Handy dabei habe, ändert sich mein Laufblick und auch meine Laufkonzentration, weil ich mehr in die Gegend schaue. Ich laufe nicht mehr fokussiert, sondern frage mich, ob etwas lohnt, fotografiert zu werden. Einerseits macht das Spaß, zumal man oft zu den Randzeiten des Tages, also in besonders gutem Fotolicht zu Sonnenaufgang oder -Untergang unterwegs ist. Andererseits kommt man natürlich aus seinem Laufrhythmus, wenn man oft stehenbleibt, um das Handy aus der Tasche zu holen und abzudrücken. Da ich keinem strengen Trainingsplan folge und gerne fotografiere, nutze ich meistens Läufe in der kühleren Jahreszeit für einen #PhotoRun. Der Grund dafür ist ganz einfach: wenn ich sowieso eine Jacke anhabe, kann ich auch das Smartphone einstecken. Bei all dem „Ballast“ kommt es darauf dann auch nicht mehr an.

Vogel im Gegenlicht, hier franst das Smartphone leider schnell aus

Vogel im Gegenlicht, hier franst das Smartphone leider schnell aus

Der High-tech-Ballast ist übrigens ein HTC one und wiegt mit 4,7-Zoll-Display nur 143 Gramm, ist aber dafür ganz schön groß. Die Kamera hat nur 4 Megapixel, dafür allerlei interne Tricks, um die Bilder zu optimieren. Das sorgt in den meisten Fällen für gute Bilder, oder zumindest für solche, aus denen sich mittels Snapseed, der Bildbearbeitungs-App, noch etwas herausholen lässt. Gegenlicht bleibt trotzdem für Handy-Kameras eine Herausforderung, vermutlich auch weil die Optiken nicht so gut sind, in der Konsequenz muss man mit Artefakten rechnen und diese akzeptieren.

Neuer Hashtag für Laufen und Fotografieren: #PhotoRun

Damit ist soeben ein neuer Hashtag entstanden. Naja, zumindest für mich (und andere, die in verwenden wollen), einige tun es schon, wie eine kurze Twitter-Recherche zeigt:


#PhotoRun durch das Olympiagelände in München

Das schönste Olympiastadion der Welt steht in #München #instamünchen

Ein von Markus Pflugbeil (@markuspfl) gepostetes Foto am

Mein letzter #PhotoRun führte wieder durch meine oben schon erwähnte Haus- und Hofstrecke, weil die im wahrsten Sinne des Wortes vor der Türe liegt. Zudem genoss ich den Vorzug einen Tag im „Home Office“ verbringen zu dürfen, so dass die Anfahrtszeit ins Büro entfällt. Eingesparte Zeit, die dann für einen entspannten #PhotoRun genutzt werden kann. In dem Fall also am Freitag, dem 31. Oktober, Start um halb Acht Uhr morgens in das Olympiagelände in München. Da der Lauf ursprünglich nicht als #PhotoRun geplant war, war ich leider 20 Minuten zu spät dran, um die aufgehende Sonne zu begrüßen. Aber trotzdem sind ein paar eindrückliche Bilder entstanden, da sich der Nebel gerade verzogen hatte und die Sonne um die Jahreszeit schon tief steht.

Hier sind zu jeder Tages- und Nachtzeit Läufer unterwegs

Hier sind zu jeder Tages- und Nachtzeit Läufer unterwegs

 

Meine App für das Laufen: Endomondo

Endomondo: die Sport-App bindet sich auch gut in Facebook ein

Endomondo: die Sport-App bindet sich auch gut in Facebook ein

Wenn ich das Smartphone schon dabei habe, nutze ich meistens auch die App Endomondo, um den Lauf aufzuzeichnen. Warum ich nicht Runtastic verwende? Weil Endomondo die erste derartige App war, die ich installiert hatte und weil ich mit dem Leistungsumfang in der kostenlosen Version sehr zufrieden bin. Selbst die Ansagen von Runden- und Gesamtzeiten sind nun kostenlos erhältlich; sofern man das Smartphone in Ohrnähe hat, ist das manchmal interessant. Da ich nie mit Musik vom Handy laufe, ist es nicht über Kopfhörer angeschlossen. Eigentlich könnte ich aber mal meine Spotify-Playlist dahin optimieren – aber das ist schon wieder eine neue Geschichte.

 

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