Erst wenn ihr die letzte Webseite geschlossen habt…

… werdet ihr merken, dass Facebook nur euer bestes will: eure Inhalte. Dabei definiert natürlich Facebook nach ganz eigenen Regeln oder besser gesagt geheimen Algorithmen, was die besten Inhalte sind. Sind Facebook eure Inhalte nicht mehr gut genug, werden sie Facebook auch nicht mehr interessieren. Das heißt, ihr habt von jetzt auf gleich erheblich weniger Leser und damit setzt eine Abwärtsspirale in Gang: weniger Leser heißt, weniger Sichtbarkeit in den Timelines und das geht so weiter, bis ihr verschwunden seit. Naja, fast. Denn wenn ihr immer schön liked und teilt und versucht, im Gespräch mit euren Freunden und Fans zu bleiben, wird euch die Timeline nicht ganz vergessen.

Edelfeder: Lösen einzelne Publizisten die Medienmarken im Internet ab? (Foto: Fred Guillory: Pen and Ink via Flickr CC BY-SA 2.0)

Edelfeder: Lösen Blogs einzelner Publizisten die Medienmarken im Internet ab? (Foto: Fred Guillory: Pen and Ink via Flickr CC BY-SA 2.0)

Außerdem könnt ihr natürlich bezahlen dafür, dass eure Inhalte in den Timelines angezeigt werden. Die Konkurrenz, die den Wettbewerb und damit die Preise für die besten Timelineplätze bestimmt, ist von euch nicht zu sehen, die kennt nur Facebook und bestimmt damit, wie viel ihr zahlen müsst.

Also nur, dass das klar ist: Dann müssen nicht eure Leser dafür bezahlen, dass sie eure Inhalte zu sehen bekommen, sondern ihr müsst an Facebook bezahlen, dass eure Inhalte Leser bekommen. Merkt ihr was?

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Die Wiesn – wahrlich eine fünfte Jahreszeit

Die chinesische Tourismusbehörde grüßt die Oktoberfestbesucher in München, gesehen in der Fraunhofer Straße.

Die chinesische Tourismusbehörde grüßt die Oktoberfestbesucher in München, gesehen in der Fraunhofer Straße.

Meine Ironblogger-Kollegin Alexandra Lattek hat die Blogparade zum 182. Oktoberfest angezettelt und mich dann auch noch persönlich eingeladen, daran teilzunehmen. Die Einladung nehme ich gerne an, zwingt sie doch, sich eine abschließende Meinung zu bilden. Schließlich geht das (nach eigenen Angaben?) größte Volksfest der Welt in einer guten Stunde zu Ende. Und ich habe keine Hendl-Story zu bieten und auch bei den Schützen bin ich kein Gast gewesen.

Aber ich wurde bei einem von meinen drei Wiesn-Besuchen dieses Jahr von einem Gast jenseits des Weißwurschtäquators gefragt: Wie finden Sie (nicht du, so gehts schon los, aber vielleicht ist das bei einer geschäftliche Einladung zu Mittag in „den Käfer“ so) als Münchner das Oktoberfest? Ja, wie finde ich die Wiesn eigentlich?  Weiterlesen