Da mögen sich manche auf den Kopf stellen: Die CeBIT wird es auch im nächsten Jahr sicher wieder geben: 20. bis 24. März 2017.

CeBIT 2016: ein Rückblick in Bildern

Ich war seit langer Zeit wieder einmal in der zweiten Messehälfte auf der CeBIT in Hannover. Und zwar am Donnerstag, den 17. März. Meine verschriftlichten Eindrücke von der CeBIT schildere ich auf der Dampflog, dem Blog von vibrio, meinem Arbeitgeber. Hier gibts nur Bilder. Am Freitag war ich dann auf Rock the Blog; der Bloggerveranstaltung am letzten CeBIT-Tag, ein neues Format, das es erst seit letztem Jahr gibt. Meine Eindrücke von Rock the Blog stehen hier.

Mein CeBIT Tag: wolkenlos

Ich habe einen Comic draus gemacht. Lasst mich wissen, ob ihr ihn lesen könnt. (Die Beschriftung ist übrigens schnell und einfach mit dem Bildbetrachter Faststone entstanden, der bei mir jetzt vermutlich Irfanview ablösen wird. Aber das ist einen eigenen Blogbeitrag wert.)

Cloudless in March auf der CeBIT.

Cloudless in March auf der CeBIT.

Sollten sich Personen oder Dinge auf den Bildern befinden, die sich hier unrechtmäßig veröffentlicht fühlen und nicht abgebildet werden wollen, bitte ich um Nachricht, dann wird das Bild kurzfristig entfernt. Zu den weiteren Bildern gehts hier:

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Rock the Blog – 2016 gezeichnet von Snapchat

Optimierung, Influencer, Bewegtbild und natürlich Snapchat – das waren die beherrschenden Themen von Rock the Blog 2016, kurz #rtb16. RTB fand letztes Jahr zum ersten Mal statt und bildet nun den letzten Veranstaltungstag der Global Conferences im Rahmen der CeBIT in Hannover.

Beste Idee der Veranstalter: Der Solo-E-Gitarrist als Weckrufer und Pausenfüller. Virtuos und rockig: Damian Salazar.

Beste Idee der Veranstalter: Der Solo-E-Gitarrist als Weckrufer und Pausenfüller. Virtuos und rockig: Damian Salazar.

Nach meiner Interpretation ist das ein gelungener Versuch der CeBIT-Veranstalter, neue Zielgruppen zu erschließen – Social-Media-Afficionados an die CeBIT zu binden.

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Cebit 2014 erster Tag: Mehr Business, weniger Give-aways? Wo sind die Blogger?

Bewusst hatte ich mir dieses Jahr auf der CeBIT vorgenommen, auch als Blogger aufzutreten und meine entsprechende Akkreditierung zu nutzen. Bloggerkollegen habe ich kaum getroffen – die waren vermutlich und hoffentlich alle durch die Hallen unterwegs. Mit der komfortablen Bloghütte von Intel  (Nord LB Forum) und der großzügigen Bloggerlounge bei t3n in der Social Business Area (Halle 6) gab es ausreichend Anlaufstellen für den ersten Tag.

Ich war ja zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder auf der CeBIT. Und die Fokussierung auf Fachbesucher bringt aus meiner Sicht vor allem folgenden Vorteil: die aufgeheizte Stimmung in den Gängen von Give-Away-Jägern und Ausstellern, die um deren Aufmerksamkeit heischen, gibt es nicht mehr. Ich finde an der insgesamt ruhigeren Messe nichts beklagenswertes. Die Fokussierung auf die ausgestellten Leistungen fällt leichter. Gespräche im Gang gehen nicht mehr im Lärm und Gedränge unter. Böse Zungen behaupten, die Messe würde damit schon einem erneuten Besucherrückgang vorbauen – und wenn schon, so lange die Qualität stimmt.

Highlight des Tages war für mich die Jagd nach einem akzeptablen von Bundeskanzlerin Merkel auf ihrem Messerundgang. Ich wollte sehen, ob ich nicht doch auch mit Handy zwischen all den Profis ein aktzeptables Bild von ihr hinbekommen und das ist mir, glaube ich, mehrfach gelungen – auch am Stand des vibrio Kunden Lancom (Halle 13).

Dass mir dann am Nachmittag noch Vizekanzler und Wirtschaftsminister Gabriel vor die Handylinse lief war purer Zufall.

Mehr gibts in meinem CeBIT-2014-Fotoalbum auf Flickr.

Warum ich als Dritter und nicht als Zwitter auf die CeBIT fahre

Oder wie nennt man es, wenn man drei in einem ist? Meine Rollen: PR-Berater und Agenturleiter bei vibrio, Blogger (sogar Ironblogger) und immer noch überzeugter Journalist. Und warum reicht es nicht, einer zu sein? Ich glaube nicht, dass diese Fixierung auf das, was man mal gelernt hat oder geworden ist, in dieser Zeit noch zukunftsträchtig ist. Sicher, den Wandel gab es immer schon. Aber die Veränderungen durch das Internet, die in besonderem Maße die Kommunikationsbranche betreffen, verlangen von einem, ständig am Ball zu bleiben – Medien, Kommunikationstechnologien und ihr Nutzungsverhalten haben sich noch nie mit dieser Geschwindigkeit geändert. Sie verlangen es, mehrfach pro Generation, altbekannte Muster und Rituale zu hinterfragen und durch neue Ideen, die mit neuen Technologien umgesetzt werden können, zu ergänzen. Wahrscheinlich werden die meisten sogar langfristig ersetzt werden oder zumindest in ein völlig neues Nutzungsverhalten übergehen.

 

Wie sagte die langjährige Vorsitzende des Bayerischen Journalistenverbandes, Frauke Anker, in ihrer Vorlesung im vierten Semester meines Journalistik-Studiums 1992:

„Es kann halt nicht jeder Korrespondent für Die Zeit in Rom oder Paris werden.“

Und dabei wusste sie damals wahrscheinlich noch gar nicht, wie recht sie einmal haben wird. Sicherlich: aus meinem Studienjahr bzw. meiner Clique ist keiner so richtig Arbeitslos geworden. Aber alle spüren den Wandel – weniger Leser, sprunghaftere Zuschauer, (viel) mehr Beschäftigung mit Technik. Und über allem schwebt das Damoklesschwert des Internet. Keiner der Auguren, die ich gehört und gelesen habe, hat eine belastbare, nachvollziehbare Idee, was aus den Medien für die wir nach dem Studium arbeiten wollten – Zeitung, Zeitschrift, Radio und Fernsehen – werden wird. Ins Internet wollte damals keiner von uns, weil das gab es noch nicht. Nun führt aber kein Weg mehr daran vorbei, für keinen.

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