München #PulseofEurope

Warum ich zur Sonntagsdemo gehe: #PulseOfEurope

Auf dem Max-Jospehs-Platz in München: wehende europäische Überzeugung bei #PulseofEurope

Auf dem Max-Jospehs-Platz in München: wehende europäische Überzeugung bei #PulseofEurope

Ich glaube nicht, dass die Zukunft einer globalisierten Welt in der Abschottung einzelner Länder liegt. Wir wollen (und sollen) grenzenlos Handel treiben, wir wollen (und sollen) weltweit verreisen; wir wollen (und sollten) von Kulturen anderer Völker und Länder lernen. Das Internet reicht in den hinterletzten Winkel der Erde, wenn wir wollen, können wir von dort unsere Lokalzeitung zu Hause lesen oder wir können zu Hause lesen, was dort passiert, live und quasi in Echtzeit. Und dann sollen in Mitteleuropa und in der gesamten westlichen Welt wieder Grenzen hochgezogen werden? Das passt doch nicht zusammen. Deshalb versuche ich, jeden Sonntag auf die #PulseOfEurope Demo zu gehen.
Ich kann mich noch gut erinnern, als es zum Urlaubsgefühl in Europa gehörte, gültige Pässe zu besitzen…

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Weiterbauen an Europa – trotz oder wegen #Brexit

Mit Pauken und Trompeten schief gegangen: Brexit. Aus meinem Fotoalbum vom Juli 1981: Schüleraustausch mit London; hier der Ausflug zum Wachwechsel in Windsor.

Mit Pauken und Trompeten schief gegangen: Brexit. Aus meinem Fotoalbum vom Juli 1981: Schüleraustausch mit London; hier der Ausflug zum Wachwechsel in Windsor.

Mein Weltbild hat über Nacht einen Knacks bekommen: das war von 23. auf 24. Juni 2016. Am Abend des 23. bin ich ins Bett gegangen mit den letzten Ergebnissen der Meinungsforscher zur Volksabstimmung im Vereinigten Königreich über den Verbleib in Europa: 52 Prozent sagten sie für das Remain-Lager voraus; ich konnte also beruhigt ins Bett gehen, viel Lärm um Nichts. Die Ernüchterung und der Knacks kamen am Morgen des 24. Juni: da stand es plötzlich 52 Prozent für Leave, das Endergebnis. Was nicht sein durfte, passierte einfach über Nacht.

Blick auf The Shard, mit 310m das höchste Gebäude der EU

Dunkle Wolken über London: Blick auf The Shard, bisher mit 310m das höchste Gebäude der EU. Nun wird der Titel wohl an ein anderes Gebäude gehen.

Was mein Weltbild bisher in punkto Europa vorsah

  • Europa ist und bleibt als Idee attraktiv, unabhängig von seiner Umsetzung;
  • Der Nationalstaat ist eigentlich nur noch für den Sport wichtig (Länderspiele, Medaillenvergleich), ist aber langfristig ein Auslaufmodell in Europa;
  • Die Tatsache, dass man als einzelner europäischer Nationalstaat weniger zu sagen hat, als die EU ist logisch und für Jedermann einsichtig;
  • Das Genörgel und Gemaule über die EU als Organisationsmodell ist in vielen Fällen berechtigt und richtig, stellt aber nicht die Idee als solches in Frage.
  • Nationalstaatliche Grenzen sind in Europa nicht mehr sichtbar, und deshalb ein Relikt der Vergangenheit.
  • Menschen arbeiten und reisen in Europa über Grenzen hinweg, ohne sich über sie Gedanken zu machen; das verdanken wir Europa.
  • Die längste Zeit ohne Krieg unter den EU-Staaten. Man möchte meinen, Frieden sei das beste Argument überhaupt.

 

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