Vom Shuttle Bus zum Start durch den Nassschneesturm

Alle Jahre wieder: Winterlauf – Bilder der KW#2

Finisher: Fertig aber glücklich im Ziel

Finisher: Fertig aber glücklich im Ziel

Für den echten Amateurläufer sind Herbst und Winter eine Herausforderung: frühe Dunkelheit und feuchtes, kaltes Wetter motivieren nicht gerade, vor die Tür zu gehen. Da hilft es, sich Ziele zu setzen, am besten nicht alleine. Bei mir und drei bis vier weiteren Mitläufern steht seit Jahren dafür die Ismaninger Winterlaufserie auf dem Programm. Verteilt auf drei Läufe im Dezember, Januar und Februar wird damit die ganze dunkle Jahreszeit überbrückt. Zudem sind es ansteigende Distanzen von 13, 17 und 21,4 Km, so dass auch ein geringer Trainingseffekt erreicht wird.

Das Wichtigste ist aber, man überwindet den inneren Schweinhund und zwingt sich, zumindest einigermaßen im Training zu bleiben, um wenigstens die Vorjahreszeit wieder zu erreichen (was natürlich Jahr für Jahr schwerer fällt). Die Bedingungen sind dabei so unterschiedlich, wie das Wetter um die Jahreszeit: der erste Lauf dieses Jahr (den ich leider krankheitsbedingt ausfallen lassen musste) fand bei spätherbstlichen milden Temperaturen und trocken statt; quasi ideale Bedingungen, wie ich gehört habe.

Vom Shuttle Bus zum Start durch den Nassschneesturm

Vom Shuttle Bus zum Start durch den Nassschneesturm

Der heutige Lauf dagegen, stand im Zeichen des Winters: beim Aussteigen aus der S-Bahn in Ismaning bei München empfing die Läufer ein Nassschneesturm. Der Weg von der Ausstiegsstelle des Shuttle Busses über den Parkplatz bis zum Startbereich in der offenen Eisstockhalle sorgte schon für nasse Füße. Pünktlich zur Startaufstellung kam dann auch noch starker Wind auf, so dass selbst die kurzen 4 Minuten warten kalt werden ließen.

Aber wie das so ist beim Laufen: nach drei bis vier Kilometern hat man Betriebstemperatur erreicht und konnte sogar ohne Handschuhe weiterlaufen, der Niederschlag ließ schon kurz nach dem Start nach und die Strecke verläuft teilweise gut vor Wind geschützt an der Isar entlang. Nach einer Stunde und 40 Minuten hatte ich nassgeschwitzt das Ziel erreicht und zu heißem Tee und Marmorkuchen ließ sich sogar kurz die Sonne blicken.

Wieder war das Wetter kein Grund im Winter nicht zu laufen – ich bin gespannt, wie es am 8. Februar zum Halbmarathon wird.

So sehen Finisher-Wadeln aus...

So sehen Finisher-Wadeln aus…

Ich geh jetzt etwas Essen,

anstatt zu bloggen. Weil heute war des Ismaninger Winterlaufs dritter Teil und zwar in Halbmarathon-Distanz:

  • halber Marathon = 21,0975 Kilometer
  • Bestzeit Frauen (Stand heute): 1:05:50 h, Mary Jepkosgei Keitany (KEN), Ra’s al-Chaima, 18. Februar 2011
  • Bestzeit Männer (Stand heute):  58:23 min, Zersenay Tadese (ERI), Lissabon, 21. März 2010).

(Wie die bei 21km aber die Strecken miteinander vergleichbar machen, ist mir ein Rätsel. Beim Schifahren messen sie Hundertstel und hier kommt es offenbar auf ein paar Steigungen nicht an, seltsam, das – aber mir eh lieber so.)

Wenn ich mir die Bestzeiten so ansehe, habe ich mir jetzt ein Wiener Schnitzel verdient, statt hier weitere Lauf-Weisheiten aufzuschreiben. Der letzte Berliner Tatort in dieser Besetzung (Warum eigentlich?) wird dann im Laufe (oh, schon wieder Laufen) der Woche nachgeholt und jetzt zuerst auf Twitter nachgelesen. Mahlzeit!