Das ist meine Leidenschaft – das, hier!

Leidenschaft.

So lautet das Motto der zweiten Blogparade der Ironblogger München.

Jetzt sitze ich also hier, zum zweiten Mal am heutigen Sonntag, vor meinem WordPress und hacke Wörter hinein, in den und das Blog. Ich habe überflogen, über was die Mitblogger schon schrieben und versuche, einzuschätzen, was noch folgen wird.

Ich grüble nach der Lektüre des Textes von Alexandra und denke mir, wie intensiv. Ich bewundere die Textmengen und den spielerischen Trieb von Matthias. Gestern schrieb die höchst kompetente und engagierte Tanja über ihre Leidenschaft für die vielfältigen Aktivitäten von Museen in punkto Social Media.

Jetzt sitze ich also hier und denke nach: Was ist eigentlich meine Leidenschaft?

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Street Art in der Autohauptstadt

Meine lieben Ironblogger-Kollegen aus München, derzeit rund 40 Aktive insgesamt, davon 30 an der Blogparade „München“ Beteiligte, beschäftigen sich vornehmlich mit den schönen Seiten der nördlichsten Stadt Italiens. Da geht es um Berge und Seen und die angenehmen Seiten von Studentenleben und Kultur sowie leckere Brezeln, wie gestern bei Nadine und morgen bei meinem Namensvetter vermutlich wieder um Berge.

Doch manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass die lieben Münchner vor lauter Italophilie auch deren  offensichtliche Konzeptions- und erst recht Visionslosigkeit im innerstädtischen Verkehr übernommen haben. Während in den meisten italienischen Städten die mittelalterliche Innenstadt den Verkehr selbst reguliert – Auto im Dauerstau, Moped an der Seite vorbeigedrängelt, Fußgänger Verkehrshindernis, Radler gejagte Exoten – schafft sich München seine italienischen Seiten im Verkehr selbst, am schönsten am Marienplatz zu besichtigen:

Marienplatz: Nix halbes und nix ganzes führt zu Chaos für alle.

Marienplatz: Nix halbes und nix ganzes führt zu Chaos für alle.

Dass der Marienplatz und die Kaufinger Straße für den Autoverkehr gesperrt sind, wagt ja zum Glück keiner mehr in Frage zu stellen. Aber Busse, Taxen, Fahrräder und Fußgänger müssen schon noch dürfen sollen. Das tägliche 10- bis 19-Uhr-Chaos ist vorprogrammiert; Busfahrer möchte ich hier nicht sein, als Fahrradfahrer versuche ich die Marienplatz-Schikane zu vermeiden.

Aber, was soll dabei herauskommen in einem Land, in dem Freude am (Auto-) Fahren und Vorsprung durch Technik regieren. Noch dazu, wenn die Bürgermeister der Stadt, derzeit Josef Reiter und Dieter Schmidt sich mit leicht verwechselbarer CSU-Stadtpolitik á la SPD (oder umgekehrt?), sich nicht trauen, Visionen zu haben oder gar umzusetzen. Währenddessen baut London mitten auf der Uferstraße an seinem Radl-Schnellweg.

London baut am Ost-West-Super-Radl-Highway mitten in der City

London baut am Ost-West-Super-Radl-Highway mitten in der City

*** BREAKING – Update (22.7., 0.43 Uhr): Am Freitag wird angeblich eine Studie zum Potenzial von Radschnellwegen in das Umland von München vorgestellt, schreibt die Süddeutsche Zeitung heute. ***

In München werden dafür ein paar Einbahnstraßen für den Gegenradverkehr freigegeben, was für mehr Verwirrung als Entzerrung sorgt. Ich habe das Gefühl, in der Münchner Radverkehrspolitik wird immer noch gehandelt, als würden wir alle Sonntagfrüh im Frack und Reifrock nur Hochrad-Show-Radeln wie im 19. Jahrhundert. Offensichtlich gibt es in der Autostadt München (Kosten Luise-Kiesselbach-Tunnel rund 400 Millionen Euro) kein Verständnis dafür, dass es Radfahrer gibt, die mit ihrem Verkehrsmittel nicht die landschaftlich schönste Strecke fahren, sondern auch schnellstmöglich von A nach B gelangen wollen. Für die geringeren Fähigkeiten von Kindern und Senioren, dem Straßenverkehr mit Autos, Fußgängern und Radlern zu folgen, interessiert sich ja in einer Stadt, wo es selbst junge Leute nur mit Mühen schaffen, die Ringstraßen an Ampeln zu überqueren, offenbar auch keiner.

Street Art in München: Rot: so will der Straßenmaler, dass Radler fahren. Zwei Stopps, obwohl man eigentlich nur geradeaus will (grün).

Street Art (1) in München, weil Vorfahrt Autos: Rot: so will der Straßenmaler, dass Radler fahren. Zwei Stopps, obwohl man eigentlich nur geradeaus will (grün). (Kopie von Google Earth)

Wer aber will, dass die Innenstadt lebens- und liebenswert bleibt, dem wird nichts anderes übrigbleiben, als den Autofahrern zu erklären, dass fünfspurige kreuzungsfreie Ringstraßen und fünstöckige Hoch- und Tiefgaragen auf Dauer nicht die Lösung sind. Denn wenn irgendwann alles nur für die Autos zubetoniert wird, wird hier keiner mehr leben wollen.

Und die viel beschworene Schönheit Münchens beschränkt sich dann auf ausgewählte Museumsquartiere für Touristen und solche, die es sich nicht mehr leisten können, mit dem Auto „ins Grüne“ zu fahren. Und wir anderen schnallen unsere Radel aufs Auto und fahren in die Berge und wir nehmen unsere EC-Karte und fahren in das Outlet-Center und wir nehmen die Kinder und fahren ins Disneyland. Stattdessen bitte: den Verkehr mindestens aus dem Altstadtring verbannen, möglichst kreuzungsfreie und breite Fahrradachsen einrichten, z.B. parallel zur Fußgängerzone, die sich in die vier Himmelsrichtungen aus der Stadt erstrecken.

Street Art (2): Seltener Anblick: Rechtsabbiegerspur für Radfahrer

Street Art (2): Seltener Anblick: Rechtsabbieger“spur“ für Radfahrer

Ausreichend Fahrradparkplätze werden vorgeschrieben und die Einfahrt in die Innenstadt kostet natürlich für Autos Maut (in London derzeit ca. 16 Euro von 10 bis 18 Uhr), dafür wird die kostengünstige Fahrt in die Stadt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln finanziert. Einige Autohersteller könnten Glück haben, wenn sich zum Beispiel Car-Sharing-Elektroautos, gedrosselt auf 30 Stundenkilometer auf speziellen Wegen ebenfalls durch die Stadt bewegen dürften – damit könnte man größere Einkäufe erledigen, oder die Oma zum Arzt fahren.

30 Stundenkilometer sind übrigens ausreichend, denn, weil es keinen Stau mehr gibt, muss man auf den verbleibenden 200 Metern bis zur nächsten Ampel auch nicht 85 Stundenkilometer beschleunigen (Hallo Polizei? Achnö, steht in der Leopoldstraße: Radlrowdys fangen…). Die Lärmbelästigung durch getunte Motoren und Auspüffe würde sich damit ebenfalls verringern, Verkehrslärm würde wieder wie normaler Lärm gezählt und wenn einer zu laut fährt, kommt die Polizei wegen Ruhestörung, wie beim Straßenfest.

Street Art (3): Kennt sich wer aus? Der Vorteil des Fahrrads ist seine Wendigkeit auf kleinem Raum. Deshalb wird der Straßenmaler meist ignoriert.

Street Art (3): Kennt sich wer aus? Der Vorteil des Fahrrads ist seine Wendigkeit auf kleinem Raum. Deshalb wird der Straßenmaler meist ignoriert.

Wer weitere Beiträge von den Münchner Ironbloggern über #München lesen will, sieht hier die komplette Liste.

31 Tage, 30 Ironblogger im Juli über München.

31 Tage, 30 Ironblogger im Juli über München.

„Ein Hoch auf die Ironblogger“

Ironblogger bei der Arbeit – Erfahrungen austauschen, Kontakte pflegen und Kasse vertrinken.

Ich hoffe, die Kollegin Svenja (rechts im Vordergrund) ist mir (links im Vordergrund) nicht böse, wenn ich sie für die Überschrift zitiere, aber sie hat ja recht. Hätte ich jemals geglaubt, dass ich mich mit einer von Deutschlands führenden Mütterbloggerinnen (ehemals Platz 1 unter den Brigitte 1.000) unterhalte? Und jetzt hat sich herausgestellt, dass unsere Unterhaltung sogar sehr fruchtbar, anregend und folgenreich war. Während die Profis (darunter auch ich 😉 ) viel über Blogger Relations diskutieren, kann man sie bei den Ironbloggern leibhaftig, authentisch und aus erster Hand erleben, die echten Blogger: wie sie denken, was sie antreibt, was sie mögen (und was nicht). Keine Sorge liebe Ironblogger, ich verrate nichts. Weiterlesen

Werbung für Twitter – Werbung für mich

Der Leumund mit seinem Twitter-Pin

Der Leumund mit seinem Twitter-Pin

Schöne Idee des Ironblogger-Kollegen Christian Leu aus der Schweiz. Er hat sich einen Zwitscher-Pin anfertigen lassen, um alle (Offline-) Welt darauf aufmerksam zu machen, dass er bei Twitter ist. Schöne Idee, schade nur, dass der Twitter-Name natürlich nicht auftaucht. Dafür plant er, den Pin vielseitig zu verwenden. Den Segen von Twitter hat er dazu offenbar höchst offiziell bekommen.

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Aus Bürgerheim wird Bloggerheim – die IronBlogger München trafen sich

Speisekarte Bürgerheim

Speisekarte Bürgerheim

Eigentlich sollten sich die IronBlogger ja nur treffen, um die Kasse leer zu trinken. Stattdessen wollten viele sich schon mal kennen lernen, ohne dass die Kasse nennenswert gefüllt ist, als Selbstzahler sozusagen. Und was soll man sagen, es hat sich gelohnt. Endlich wieder mal Blogger kennengelernt, die ich bisher nur virtuell oder gar nicht kannte.

Schön war es, viele persönliche Geschichten zu hören, über die Gründe, die zum Bloggen geführt haben und welche technischen und sonstigen Hürden dabei zu bewältigen sind. Bestätigt hat sich wieder meine Einschätzung des Internets: jeder hat seine individuelle Nutzungsform – über einen Kamm scheren geht nicht.

Claudia hat ziemlich schnell schon ein Bild und ihre Eindrücke vom ersten Ironbloggermuc-Treffen veröffentlicht.

Ironblogger mit Themen-Stammtisch?

Auch wurde schon das nächste Treffen diskutiert; so soll es um Blog-Vermarktung oder speziell um SEO gehen; in welcher Form und wie auch immer. Vielleicht entwickelt sich ja aus den IronBloggern so etwas wie eine WordPress-Anwendergruppe. Fände ich nicht schlecht, auch wenn die Bedienung und Administration von WordPress in der Standardinstallation mittlerweile echt kinderleicht ist.

ein Abend Bloggerheim

Das Augustiner Bürgerheim im Westend war als Treffpunkt von Sonya passend ausgewählt. Viel Platz und wir waren unter uns. Zudem hat uns der Wirt persönlich begrüßt und mitgeteilt, dass sich bereits irgendein Twitter-Fußball-Stammtisch bei ihm trifft. Jetzt muss er nur noch WLAN bereitstellen, dann kommen wir noch sicherer wieder.

Leider saßen wir fast bis zum Schluss ziemlich statisch am Tisch im Bürgerheim, so dass ich vornehmlich die Blogger der linken Tischhälfte kennen lernte. Das macht aber nichts, nächstes Mal ist die andere Seite dran. Wann?

Es folgt Werbung: so vermarktet sich das Bürgerheim auf YouTube