#bloggerproalpenplan – und wo sind die anderen

Vor einiger Zeit diskutierte ich mit Nadine von Kulturnatur, dass sich die Münchner Bloggeria unter anderem auch dadurch auszeichnet, dass sie unpolitisch ist. Sie meidet, sofern sie nicht von politischen Ambitionen begleitet ist, Konflikte. Entsprechend sind auch die Themen: Essen, Sport, Outdoor, Kultur. Beliebt sind Tipps für ein schöneres und besseres Leben, vor allem in der Freizeit. Ich erinnere mich auch an Diskussionen über den Trend zum „positiv“ bloggen. Wenn es etwa um Testprodukte oder unterstützte Veranstaltungen geht, vermeiden „Positivblogger“ negative Kritik und konzentieren sich in ihren Beiträgen auf positive Aspekte.

Umso überraschter war ich nun, dass sich tatsächlich mittlerweile über 100 Blogger öffentlich für den Erhalt des Alpenplans stark machen. Insbesondere Outdoorblogger fühlen sich offenbar animiert, gegen die Aufweichung der jahrzehntealten Schutzzonen stark zu machen. Gleichzeitig stellen sie sich damit gegen die Ausbaupläne für das Skigebiet am Riedberger Horn, die von der Landtagsmehrheit der CSU beschlossen wurde.

In der Folge wurde und wird übrigens Befürchtung laut, dass damit das Signal für weitere derzeit gestoppte Ausbauprojekte gegeben wurde; beispielsweise hier bei mir, quasi um die Ecke, für die Verbindung des Heutals mit dem Skigebiet Winkelmoosalm/Steinplatte, die seit einiger Zeit auf Eis liegt.

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Ein kurzer #München #Rant – Naturschutz ja, aber nur halb

#instamünchen #instafrühling

Ein von Markus Pflugbeil (@markuspfl) gepostetes Foto am

In diesem Jahr bin ich zum ersten Mal am Oberföhringer Wehr (Bild oben) vorbei auf der rechten Isarseite Richtung Föhringer Brücke gefahren. Gleich nach dem Wehr wurde zwischen Fuß- bzw. Radweg eine „Fischaufstiegsanlage“ angelegt. Nun bin ich zwar kein Experte für Wasser- bzw. Landschafts- und Gartenbau, dennoch erscheint die dem Isarufer abgerungene Anlage mit viel Naturstein und Stahlbeton (!) und kleinteiligen Einbauten, die sich bei Bedarf wieder verändern lassen, nicht von der billigen Art zu sein*.

Gut so, möchte man ausrufen! Der Mensch staut den Fluss zu seinem Nutzen, umso besser wenn er dabei an die Tiere denkt – hoffentlich nicht nur Feinschmecker, die den Donaulachs genannten Huchen erhalten wollen. Aber auch für Nasen und andere „Langdistanzwanderfischarten“, soll die Isar so wieder attraktiv werden. 820.000 Euro kostete der Spaß für die Fische, ein Viertel davon aus Mitteln des Freistaats, also unseren Steuergeldern finanziert, den Rest übernahm E.ON, als Betreiber des Kraftwerks; so die übereinstimmenden Berichte in Merkur Online und Wochenanzeiger.

Doch warum, so fragt sich der Beobachter, wurde die Anlage bisher, ich beobachte das schon im zweiten Jahr, nicht zu Ende ausgeführt, oder womöglich gar nicht zu Ende geplant?

Unterer Abschnitt mit Einstieg der Fischaufstiegsanlage. Deutlich sichtbar dank roter Anoraks  Ausflügler direkt am Fischeinstieg.

Unterer Abschnitt mit Einstieg der Fischaufstiegsanlage. Deutlich sichtbar dank roter Anoraks Ausflügler direkt am Fischeinstieg.

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