Hier sind zu jeder Tages- und Nachtzeit Läufer unterwegs

#PhotoRun: mit Smartphone laufen und fotografieren

Ich laufe, im Sommer gerne ohne alles – also kein überflüssiger Ballast. T-Shirt finde ich auch bei Männern Pflicht, aber am besten ohne Schlüssel und Handy und auch ohne Smartphone und oft auch ohne mp3-Player. Der Vorteil: der Start geht schneller, weil keine Satellitenverbindung und keine Verkabelung notwendig ist. Das Handy lenkt mich außerdem ab, nicht weil ich angerufen werde, sondern weil es fotografieren kann. Die Fotos sind übrigens am 31. Oktober, um ca. 8.00 Uhr morgens auf  meiner Haus- und Hofstrecke, dem Olympiagelände München, entstanden.

Die Ansicht von gegenüber: Olympiagelände München

Die Ansicht von gegenüber: Olympiagelände München

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Vom Fluch und Segen neuer Funktionen in der Bildbearbeitung

Die neue Version meiner Lieblingsbildbearbeitungs-App – falls man bei so einem mächtigen Programm wie Snapseed überhaupt noch App sagen darf – wurde um eine neue Funktion ergänzt: sie kann jetzt auch HDR. High Dynamic Range – also Bilder mit erheblich erweitertem Kontrast- und Helligkeitsumfang (hoher Dynamik) erstellen. (Überzeugte Photoshopper und/oder Profi-Bildbearbeiter müssen hier übrigens nicht weiterlesen, tut mir leid.)

Tolle Effekt, die falsch wirken können

Das gibt einerseits tolle Effekte, andererseits sagt einem das Auge und der Kopf, dass mit den Bildern etwas nicht stimmt. Oft gleicht der HDR-Algorithmus allerdings den mangelnden Kontrastumfang des Fotoapparats aus und kommt dann dem Eindruck, den das menschliche Auge vermittelt, näher. Das gilt zum Beispiel bei großen Kontrast- und Helligkeitsumfängen im Gegenlicht: wenn man in den Sonnenuntergang fotografiert, kann damit auch der Vordergrund sichtbar bleiben.

Zudem stelle ich fest, dass Bilder, die mit integrierten Blitz aufgenommen wurden, besser aussehen, da die Leuchtreichweite nicht plötzlich abnimmt. Früher waren solche Aufnahmen mühsam bis technisch unmöglich, da mehrere identische Bilder mit unterschiedlichen Belichtungszeiten aufgenommen werden mussten, damit alle Bildanteile einmal richtig belichtet waren. Anschließend mussten die richtige belichteten Teile übereinander kopiert werden.

Meine Sony-Spiegelreflexkamera hat so eine HDR-Funktion eingebaut; dafür belichtet sie ganz schnell hintereinander drei Bilder mit unterschiedlichen Belichtungszeiten und berechnet daraus ein Neues. Snapseed (und anderen Smartphone-Apps) reicht nun offenbar ein Bild für die Berechnung. HDR-Puristen mögen die Nase rümpfen, dass das kein „echtes“ HDR ist. Mag sein, sieht aber trotzdem manchmal gut aus. Was haltet ihr davon, siehe unten: vorher, nachher?

Im übrigen empfehle ich entsprechende Fotoportale wie flickr oder 500px mal nach HDR-Bildern zu durchforsten. Da gibt es unglaubliche Fotos zu entdecken, selbst wenn ich feststelle, dass es auch bei mir Grenzen der Nachbearbeitung gibt – wo sind eure?

Unbearbeitet: Cool Docks in Shanghai

Unbearbeitet: Cool Docks in Shanghai

Mit HDR und Drama von Snapseed: Cool Docks in Shanghai

Mit HDR und Drama von Snapseed: Cool Docks in Shanghai

Warum eine gute Handy-Kamera im Herbst so wichtig ist

Der gemeine Social-Media-User ergötzt sich derzeit am goldenen Herbst. Zahllose bunte Blätter in Instagram und auf Facebook.

Bilder mit #Laub von Statigram

Bilder mit #Laub von Statigram

Mit den Bildern ist es wie mit Sonnenuntergängen: Wenn man sie nicht selbst sieht, dann wirken sie abgestanden und kitschig. Wenn man aber selbst unter dem leuchtend gelben Baum vor dem tiefblauen Herbsthimmel steht und die letzten warmen Sonnenstrahlen einen streifen, muss man den Fotoapparat, äh pardon, nicht dabei, das Handy zücken – geht mir auch so, z.B. heute:

Oktoberhimmel

Oktoberhimmel

Meinem Handy fehlt dabei vieles, was ich mir wünschen würde:

  • schnelle Aktivierung der Kamera zum Beispiel, Schnappschussmomente sind nach Eingabe der PIN und Aktivierung der App schon längst vorbei;
  • eine erweiterte Möglichkeit zur Einstellung von Blenden- oder Verschlusszeiten, um Effekte wie Tiefenschärfe oder Verwischung zu steuern.
  • Versenktes Objektiv; im Moment verwende ich das Objektivfenster beim Griff zum Handy als „Rutschschutz“ um besser zugreifen zu können, wenn ich das Handy mit der glatten Oberfläche aus der Hosentasche ziehe. Deshalb ist das Fenster vor dem Objektiv im dreckig und führt, v.a. bei Spitzlichtern zu verwaschenen Bildern. Versenkt sollte das Objektiv bzw. Fenster deshalb sein, da das Gehäuse damit eine Art Sonnenblende darstellen würde. Die Erfahrung habe ich mit einer Handyhülle gemacht, deren Aussparung für das Kamerafenster wie eine Sonnenblinde wirkte. Die Bilder waren um 20 Prozent besser belichtet.
  • Kürze Anzeigezeit des Ergebnisbildes, eine Sekunde reicht, um zu erkennen, ob etwas grundsätzlich schief gelaufen ist.

Oder ist mein Handy einfach viel zu alt und die neueren können das alle schon. Hat jemand Erfahrung mit einem guten Fotohandy, aka Smartphoto statt Smartphone?

Herbstabend am Bahnübergang

Herbstabend am Bahnübergang