Erste Erfahrungen mit der neuen Kamera: Olympus OM-D EM5 MII

Ich freue mich, heute die ersten Ergebnisse meiner neuen Kamera zu veröffentlichen. Wie es zu der neuen Kamera kam, steht im Folgenden.

1.11. am Chiemsee von Chieming aus, mit OM-D EM5 MII, 9-18mm.

1.11. am Chiemsee von Chieming aus, mit OM-D EM5 MII, 9-18mm.

Eine neue Kamera sollte her. Leichter und besser, aber nicht unbedingt von der Auflösung. Es stellte sich dabei weniger die Systemfrage, eher die Nachfolgefrage (neben der Preisfrage). Und im Prinzip macht(e) Sony hier genau den Fehler: ich war seit der ersten Stunde (nach dem Auspacken der Konfirmationsgeschenke) treuer Minolta Fotograf und meine erste Volldigitale wurde demzufolge auch eine Sony Alpha 58, nachdem Minolta ja von Sony übernommen wurde. Bei der Alpha 58 handelt es sich um eine DLSR mit teildurchlässigem Spiegel (also quasi die Vorstufe zur Systemkamera von heute). Hier konnte ich meine Minolta Objektive, vor allem mein gutes Apo-Telezoom, weiter verwenden.

Nur bei der Auswahl des Nachfolgers klaffte bei Sony leider eine Lücke:

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Es gibt Schlimmeres, aber im Urlaub…

Das war das vorletzte Bild. Danach gab die Kamera keinen Mucks mehr von sich; einzige Anzeige im Display „Kamerafehler“.

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Tradition trifft Moderne in Shanghai: Umzugshelfer auf dem elektrisiertem Dreirad hinter großem Westfahrzeug

Eine kurze Internetrecherche ergab, dass das bei diesem Kameratyp (Sony alpha 55) nach der Laufzeit (gut drei Jahre) auf Probleme mit dem Verschluss hindeutet, somit einen nicht selbst behebbaren mechanischen Schaden darstellt. Sehr ärgerlich im Urlaub, aber besser in Shanghai, als in den Bergen.

Der Schaden bescherte mir den Besuch bei Herrn Wang im dritten Stock des Xing Guang Photographic Equipment Store in Shanghai, Herr Wang war die Empfehlung eines Deutschen, der in Shanghai lebt. Herr Wang mühte sich redlich und kam zu der nicht unerwarteten Feststellung, dass der Verschluss „broken“ und deshalb von ihm nicht zu richten sei. Ein Vorteil des aus drei Gebäude bestehenden „Photographic Equipement“ Komplexes ist es, dass mehrere Geschäfte und Händler zu den verschiedensten Bereichen der Fotografie hier untergebracht sind (die gleichen „Themenkaufhäuser“ gibt es übrigens auch für andere Technikbereiche, wie etwa Smartphones und Zubehör).

Der autorisierte Sony-Vertragshändler im Erdgeschoss war zwar nicht ganz so hilfsbereit wie der rauchende Herr Wang im dritten Stock; nach einem erneuten Test zeigte man mir jedoch das Ersatzteil auf einem Computerbildschirm und tippte 1.500 Yen, umgerechnet 180 Euro, auf den Taschenrechner. Vor Zeugen wurden dann nochmal die Seriennummer der Kamera und des Objektivs abgetippt, als Quittung gab es lediglich eine Visitenkarte mit chinesischen Schriftzeichen und dem Namen des Verkäufers. Nach drei Tage soll die Kamera abhol- und wieder schussbereit sein, ich bin gespannt.

Schöne Grüße aus Shanghai.

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Im gestreiften T-Shirt: Herr Wang in seinem Laden.

UPDATE: Es hat alles, wie geplant, geklappt: Die Kamera war auch ohne Abholschein oder Einlieferungquittung abholbereit und funktioniert wieder tadellos.

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Im Sony Center

Olympus spielt Sony in Berlin aus – zwei Markenerlebnisse

Kamera digital, Ausleihen manuell

Kamera digital, Ausleihen manuell

Am prominenten Potsdamer Platz in Berlin ist Sony sogar namentlich mit dem Sony Center präsent. Doch als Sony-Kamerabesitzer war ich enttäuscht vom Auftritt, den Sony dort hinlegt. Zum Markenbotschafter macht man mich auf die Art nicht, obwohl ich es in punkto Kameras gerne geworden wäre. Dafür hat erneut Olympus seinen Photography Playground wieder in Berlin geöffnet gehabt und dabei gezeigt, wie man es richtig macht. Sorry, Sony.

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Vom Fluch und Segen neuer Funktionen in der Bildbearbeitung

Die neue Version meiner Lieblingsbildbearbeitungs-App – falls man bei so einem mächtigen Programm wie Snapseed überhaupt noch App sagen darf – wurde um eine neue Funktion ergänzt: sie kann jetzt auch HDR. High Dynamic Range – also Bilder mit erheblich erweitertem Kontrast- und Helligkeitsumfang (hoher Dynamik) erstellen. (Überzeugte Photoshopper und/oder Profi-Bildbearbeiter müssen hier übrigens nicht weiterlesen, tut mir leid.)

Tolle Effekt, die falsch wirken können

Das gibt einerseits tolle Effekte, andererseits sagt einem das Auge und der Kopf, dass mit den Bildern etwas nicht stimmt. Oft gleicht der HDR-Algorithmus allerdings den mangelnden Kontrastumfang des Fotoapparats aus und kommt dann dem Eindruck, den das menschliche Auge vermittelt, näher. Das gilt zum Beispiel bei großen Kontrast- und Helligkeitsumfängen im Gegenlicht: wenn man in den Sonnenuntergang fotografiert, kann damit auch der Vordergrund sichtbar bleiben.

Zudem stelle ich fest, dass Bilder, die mit integrierten Blitz aufgenommen wurden, besser aussehen, da die Leuchtreichweite nicht plötzlich abnimmt. Früher waren solche Aufnahmen mühsam bis technisch unmöglich, da mehrere identische Bilder mit unterschiedlichen Belichtungszeiten aufgenommen werden mussten, damit alle Bildanteile einmal richtig belichtet waren. Anschließend mussten die richtige belichteten Teile übereinander kopiert werden.

Meine Sony-Spiegelreflexkamera hat so eine HDR-Funktion eingebaut; dafür belichtet sie ganz schnell hintereinander drei Bilder mit unterschiedlichen Belichtungszeiten und berechnet daraus ein Neues. Snapseed (und anderen Smartphone-Apps) reicht nun offenbar ein Bild für die Berechnung. HDR-Puristen mögen die Nase rümpfen, dass das kein „echtes“ HDR ist. Mag sein, sieht aber trotzdem manchmal gut aus. Was haltet ihr davon, siehe unten: vorher, nachher?

Im übrigen empfehle ich entsprechende Fotoportale wie flickr oder 500px mal nach HDR-Bildern zu durchforsten. Da gibt es unglaubliche Fotos zu entdecken, selbst wenn ich feststelle, dass es auch bei mir Grenzen der Nachbearbeitung gibt – wo sind eure?

Unbearbeitet: Cool Docks in Shanghai

Unbearbeitet: Cool Docks in Shanghai

Mit HDR und Drama von Snapseed: Cool Docks in Shanghai

Mit HDR und Drama von Snapseed: Cool Docks in Shanghai