Rotweine Toskana

Weinleichen im Keller: drei alte Italiener

12 Jahre alt und kein Fehler am Korken: Rotwein aus der südlcihen Toskana

12 Jahre alt und kein Fehler am Korken: Rotwein aus der südlichen Toskana

Wenn neue Flaschen aus den Kisten in das Regal im Keller sollen, finden sich bei mir meistens nicht Schätze, sondern Leichen: Weine älterer Jahrgänge, die einfach liegengeblieben sind. Meistens Einzelflaschen, die mit jedem Umräumen des Regals weiter nach hinten gerutscht und aus meinem Weinkurzzeitgedächtnis verschwunden sind.

Und irgendwann ziehe ich sie wieder nach vorne, um Platz zu schaffen. Dabei kommt die Erinnerung wieder an die Anlässe und Gründe der Einkäufe, auch wenn Details dazu, wie Zusammensetzung der Cuvees und Preis, natürlich fehlen. Ich bin kein Flaschenbuchhalter, deshalb gibt es keine Notizen, die das Gedächtnis stützen würden.

Und bei den Weinen handelt es sich meistens nicht um lagerfähige „große Gewächse“, sondern um gehobene Mittelklasse, die ursprünglich für den baldigen Verbrauch bestimmt war. Ein, zwei oder vielleicht auch drei Jahre zum „Einrunden“ bei Rotweinen, bei Weißweinen bin ich sowieso eher der „Jungtrinker“; selten gibt es Weißweine, mit deren Alterung ich etwas anfangen kann.

Diesmal habe ich drei Rotweine aus Ribolla in der Provinz Grosseto genannt gefunden: alle drei vom gleichen Winzer, zwei verschiedene Weine, drei Jahrgänge. Ribolla liegt in der südlichen Toskana, der Maremma, am Fuße der Colline Metallifere.

Aufgetaucht sind von der Azienda Agricola I Campetti zwei Flaschen vom Baccio der Jahrgänge 2001 und 2004 sowie eine Flasche Castruccio aus dem Jahrgang 2004.

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Outdoor-Kulturtipp: Spoerri Skulpturengarten in der Toskana

Schnittkanten an den Olivenbäumen leuchten golden, erst recht bei dem Wetter.

Schnittkanten an den Olivenbäumen leuchten golden, erst recht bei dem Wetter.

Ostern in der Toskana hat aufgrund der Überraschungen, die das Wetter bieten kann, immer etwas spannendes. Es kann schon fast sommerlich warm werden, andererseits habe ich im April auch schon in tieferen Lagen Schneeregen erlebt.

Letzteres Wetter kam mir bei dem Aufruf zum „Outdoor-Kulturtipp“ in den Sinn, denn Outdoor verbindet man ja immer mit etwas Anstrengung und Abenteuer, also für den Stadtmenschen Unbequemlichkeit im weitesten Sinne. Wir hatten also Novemberwetter zu Ostern Ende März 2008 erwischt, weshalb wir mal aus der Bude mussten, trotz Schneeregen und kühlem Wind.

Dafür sorgte das Wetter für eine ganz besondere Stimmung im Garten von Daniel Spoerri. Der Skulpturenpark wurde von dem Schweizer Künstler Anfang der 90er Jahre angelegt und ist seit 1997 zu besichtigen (von Ostern bis November). Er liegt an den Hängen des Monte Amiata, der aufgrund des schlechten Wetters manchmal schneebedeckt durch die Wolken spitzte. Weiterlesen