Posted by Markus
Vor zwei Wochen haben wir im Käfer Lagerverkauf eine Kiste “Ter” von Plozner aus dem Friaul gekauft. Mich faszinierte bei diesem Wein vor allem das minimalistische und dennoch sehr attraktive Etikett: mit einer Grundfarbe, zwei Schriftfarben und rein durch die Positionierung des Schriftzugs und der Beschreibung spricht mich das Etikett an. (Gekauft haben wir den Wein aber, weil wir von der soliden Qualität von Plozner nie enttäuscht wurden.)

Gleichzeitig stelle ich fest, dass Mario Scheuermann auf seinem Blog im Moment auch über Weinetiketten diskutiert und zwar über die “die neue Ausstattung von Esterhazy Wein im burgenländischen Eisenstadt”, die in eine ganz andere Richtung geht.
“Ter” wird laut Plozner vor allem für den Catering-Bereich angeboten und ist lt. eigenen Angaben ein Bordeaux-Blend mit der lokalen Refosco Rebsorte verschnitten. Die Zustimmung zu dem Wein im Freundeskreis war geteilt. Einige mochten den würzigen Wein, andere störte, dass die Würze von keinerlei Körper getragen wird - es fehlt, für diesen Zielmarkt wohl gewollt, das Barrique bzw. ein Ausbau der auf einen dichteren Wein abzielt. Mehr dazu gibt es auf der “in Bau befindlichen” Webseite von Plozner in der PDF-Broschüre.
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Posted by Markus
Für den Leser mag es nur als kleiner Schritt erscheinen, aber für mich war es war ein großer : Der Blog ist nunmehr vollständig hierher umgezogen, der parallel existierende aber nicht mehr gepflegte Blog bei Google wurde soeben gelöscht. In den letzten Wochen habe ich mich intensiv um den Aufbau dieser Seite gekümmert und das Layout meinen Vorstellungen angepasst. Dabei habe ich mich auch in Wordpress eingearbeitet, wobei es immer wieder Neues zu entdecken gibt. Zukünftig soll es dennoch wieder hauptsächlich um die Inhalte gehen.
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Posted by Markus
Ein kristallener Weinlüfter und Gewürze auf Rebsorten abgestimmt, wurden in der neueste Ausgabe der Zeitschrift essen&trinken erwähnt. Und Beides gibt es tatsächlich logischerweise auch im Internet.
Zum Weinlüfter von vino2 stelle ich zu folgendem Zitat eine Frage:
Durch die Speicherung der Schwingungen des Sauerstoffes auf hochwertigste Kristalle von Swarovski Crystal kommen diese direkt und ohne Umwege in den Wein. Damit beschleunigt sich die Übertragung, die üblicherweise durch die Zuführung von Sauerstoff aus der Luft erfolgt. Ihr Lieblingswein ist in nur wenigen Minuten trinkfertig und entfaltet sein volles Aromapotential.
Wer kann mir bitte physikalisch erklären, wie Kristalle Schwingungen des Sauerstoffs speichern? Das würde mich wirklich interessieren. Vielleicht ist dieses Produkt ja nur ein Luxus-Löffel, mit dem der Wein ganz einfach umgerührt wird…
Bei den Weingewürzen, die von Rindchens Weinkontor speziell abgestimmt für sechs Rebsorten angeboten werden, gestatte ich mir die Überlegung, ob es nicht ratsam wäre, für verschiedene Jahrgänge und Anbaugebiete (oder Terroirs) “Untermischungen” zu entwickeln…ein junger einfacher sizilianischer Syrah braucht sicher andere Gewürze als ältere im Barrique ausgebaute Südafrikaner. Trotzdem will ich hier die Gewürzprosa für den Syrah zitieren:
Hier mischen sich säuerlich-fruchtige schwarze Johannisbeeren mit süßlich-harzigen rosa Pfefferbeeren. Rosmarin verstärkt das Süßliche, Sumach das Säuerliche und Kardamom bringt die typische zitronige Frische mit Kampfernote. Insgesamt eine sehr vielschichtige Mischung mit geringer Schärfe.
An Erfahrungsberichten bin ich interessiert!
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Posted by Markus
Am Freitag abend war ich - leider nur zu einem “Absacker” - im israelischen Restaurant Schmock in München. Ein sehr stilvolles Lokal, vor allem mit einer sehr interessanten Karte an koscheren und israelischen Weinen. Gerne hätte ich hier die interessante Seite der Weinkarte veröffentlicht, auf der genau beschrieben ist, was einen koscheren Wein ausmacht. Leider gab es keine Kopie der Seite mehr zum sofort mitnehmen. Ich habe sie aber bereits angefragt und hoffe, dass man sie mir zur Verfügung stellt, um sie hier zu veröffentlichen.
Schön, dass eine Vielzahl sehr interessanter israelischer Weine auf der Karte aufgeführt sind (beispielswiese Pinotage und Pinot Noir aus Negev von Barkan), schade aber, dass diese leider nicht glasweise zu probieren sind.
Bei meinem kurzen Streifzug durchs Internet bin ich dann auf die Seite von israelwein.de gestoßen, der die Weine auch im Einzelhandel verkauft. Sollte ich sie im Schmock oder privat trinken, mehr dazu an dieser Stelle.
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Posted by Markus
Im Vergleich zu anderen Proben war es diesmal eher wieder eine Weinprobe nur von gehobener durchschnittlicher Qualität. Erfreut haben, uns die Bordeaux, bei denen wir - erst recht in der Preisklasse - sonst sehr skeptisch sind. Wie immer: solide Qualität bei den Österreichern.
Österreich: Jöbstl, Wernersdorf, Schilcher Ried Krass 2006: Paprika, weiss-pfeffrig. 8 Euro.
Österreich: Ziss, Weinviertel/Röschitz, Grüner Veltliner 2006 Mühlberg: Nase etwas zurückhaltend, schönes Pfefferl im Mund, wenig Nachhall. Verliert der etwa schon oder ist es nur der kräftige Schilcher zuvor?
Österreich: Weingut Skoff, Südsteiermark, Sauvignon-Blanc classic 2006 ,12,5% Alkohol: brennesselig, stachelbeerig, trotz hefig-petroliger Anklänge, feine struktur. Um die 10 Euro. Leider ein wenig zu warm probiert.
Italien: Giogantino, Sardinien, Vermentino di Gallura 2006 DOC, 13% Alkohol: Akazie, breit keine Säure, kein Ausdruck. Diskussion darüber, ob der Wein schnell zu alt geworden ist oder einfach Weißweine, die südlich von Trento angebaut werden, nur im Urlaub zu trinken sind…
Deutschland: Weingut Winter, Dittelsheim/Rheinhessen, Scheurebe trocken 2006: Überreife Ananas, bischen zu wuchtig und zu breit, dafür zu wenig Säure, könnte noch kühler getrunken werden. Ca. 10 Euro.
Österreich: Weingut Hirtl, Weinviertel/Poysdorf, Merlot 2006: kirschig, pflaumig, röstiger Abgang, schlanker aber charaktervoller Wein. 9,50 Euro ab Hof.
Frankreich: Chateau Barbeyron 2005, St.-Emilion Grand Cru: kräftige Farbe, tolle Nase aber im Mund mager, zarte Himbeere, schlanke Struktur (auch: “Toastbrot in der Nase”). Aus dem Zeit Probierpaket, umgerechnet ca. 10 Euro. Erstaunlich akzeptabler B-Wein.
Frankreich: Les Haldes de Luchey 2003, Pessac-Leognan, Merignac, 12,5% Alk.: voll krautig, füllig-fleischig, kräftig-schwer, Süße und Hefe. Zeit Probierpaket, umgerechnet ca. 10 Euro. Erstaunlich im Übrigen die Preisunterschiede im Internet: zwischen 13,30 Euro bei der Zeit und 17,89 Euro bei Ebrosia.
Spanien: Marques de Grinon, Toledo, Petit Verdot 2001, 13% Alk.: Farbe violett-schwarzrot, schöne Noten, Kräuterwürzig, aber kantig-beißend obwohl es doch schon ein 2001er ist. Ca. 15 Euro.
Die nächste Probe steht an für 16. Dezember: eine Blindprobe, bei der die Rebsorten erkannt werden sollen.
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