weintagebuch (”beta”)

Ein persönlich gehaltenes Weinnotizbuch, das, dank Internet, nicht verloren gehen kann.

Einige wenige (W)Eindrücke aus Sizilien

Gepostet von: Markus

Natürlich haben wir hauptsächlich Nero d’Avola getrunken. Erstaunlich dabei, in wieviel verschiedenen Charakteren der Wein aus der Flasche bzw. aus dem Edelstahl kommt. Wir hatten teure, dünne, muffige, mit penetranter Würze aus der Flasche. Aber es gab hervorragende dichte, fruchtige, schwarzrote als offene Weine, die sicher keine Komplexität oder ein interessantes Profil hatten, aber als Alltagswein durchaus akzeptabel sind.

Zu den Weinen, die wir dokumentiert haben gehört der einfache Nero d’Avola von Morgante, der Würzigkeit, Frucht und Dichte optimal verbindet. Das führt zu einem leicht zugänglichen Wein, der einfach Spaß macht. Erstaunlich die Bandbreite des Preises, die vor Ort von 7,25 (siehe Bild) bis 12,00 Euro reicht, in Deutschland teilweise für unter 7 Euro erhältlich, z.b. bei ronaldi.de (zum Wein direkt geht es hier).

Nero d'Avola von Morgante CIMG3394

Nach Angaben auf seiner Webseite produziert Morgante pro Jahr rund 250.000 Flaschen des Nero d’Avola. Der Ausbau erfolgt für vier Monate in französischen Barriques.

Ein zweiter Wein, der uns ebenfalls interessiert hat, wurde uns in einem Fischlokal in Agrigento empfohlen: der sortenreine Frappato Mandragola von Paolo Cali aus Vittoria. Die Rebsorte wird normalerweise hauptsächlich für Cuvées mit Nero d’Avola eingesetzt. Reinsortig ausgebaut ergiebt sie einen feingliedrigen, würzigen Wein, der nicht die Wucht eines Nero d’Avola besitzt. Uns hat er an schlanke, zurückhalten ausgebaute Pinot Noirs, z.B. aus Österreich, erinnert. Kurze Internetrecherchen ergaben, dass diese reinsortige Frappato Weine in Deutschland leider nicht verfügbar sind.

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