Posted by Markus
Es kommt immer darauf an, was man wie, auf welche Grill legt, lautet meine Einleitung zur Weinralley #14, ausgerufen vom SanoViaBlog. Mittlerweile hat sich Grillen zu einem, ich vermute mal, wenn nicht Milliarden- so doch Millionengeschäft entwickelt. Eine Allensbacher Statistik bestätigt diesen Trend:
<iframe src=”http://de.statista.org/statistik/embedded/embType/StatSec/studie/80/umfrage/lust-zum-grillen/” id=”iframe” name=”input” scrolling=”no” width=”510px” height=”445px” style=”border: 0px;”><p>Leider kann Ihr Browser diese Grafik nicht anzeigen. Direkter <a href=”http://de.statista.org/statistik/daten/studie/80/umfrage/lust-zum-grillen/”>Link zur Statistik “Lust zum Grillen”</a></p></iframe>
Als Bezieher (nicht Abonnent!) der einschlägigen Fachzeitschrift “Fire&Food” kann ich ein langes Lied davon singen, welche Blüten das Grillen treiben kann - nichts, was es nicht speziell für den Griller gibt und Vereinsgrillen scheint das schönste zu sein. Auch die Grillhauptstadt wurde schon gekürt: Erfurt führt vor Saarbrücken und Dresden.
Dennoch ziehe ich das Holzfleisch vor: ohne Grillanzünder, ohne Kohle nur Holz und ein Rost. Das reicht. Demnach ist die Frage, was man für einen Wein dazu trinkt für mich eher akademischer Natur. Wenn man unbedingt kein Bier trinken will, dann bevorzuge ich einen jungen, süffigen Rotwein, der ruhig etwas Frucht oder Tannin haben darf.

Zu diesem Bistecca Fiorentina, das auf diesem Grill zu sehen ist, war es beispielsweise die rote Literware der Morris Farms aus Massa Marittima in der Toskana. Jeder andere Wein wäre von den Röstaromen erschlagen und kann sein Potenzial, sei es noch so kräftig, nicht ausspielen. Es wäre schade um jeden besseren Wein.
Dieser einfache Sangiovese wird in etwas verbesser Form mit Cabernet-Sauvignon und ein Jahr im Barrique auch flaschenweise verkauft, ca. fünf Euro vor Ort, und vereint Frucht, leichtes Tannin und jugendliche Frische mit einem kräftigen, aber nicht dunklem, Rot. Ein idealer Wein zu stark geröstetem Fleisch oder gewürzten Würsten (Salsicce), die eher deftig und von starkem Geschmack, als fein sind. Für anderes Grillgut mag es andere Weine geben, zu dem geschilderten und bebilderten passt dieser (zumindest vor Ort
) am besten.
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Posted by Markus
Pünktlich vor dem Beginn der bayerischen Sommerferien stand letztes Wochenende wieder die traditionelle Probe der leichten Weißen und Rosés an. Vor allem die Rosés konnten trotz knackiger Farben und Etiketten nahezu durchweg überzeugen. Aber auch bei den Weßen gab es klare Preis-/Leistungs- und natürlich auch reine Preissieger. Der sommerliche Abend tat sein Übriges, um die Probe zum Erfolg werden zu lassen, genauso wie die Meister/innen am Grill und an den Beilagenschüsseln.
- Terras de Minho Vinho Verde Branco 2007 11%: Feinperlig, leicht bitter, bleibt im Abgang bitter, wahrscheinlich noch zu warm, Jacques, 5 Euro
- Grüner Veltliner 2007, Weingut Ziß, Österreich, Weinviertel, 12,5%, zarte grüve noten, dezent aber klar und sauber, leichtes pfeffer, 2,40 ab hof
- Sauvignon-Blanc 2007,Weingut Langmann, Österreich, Weststeiermark, 13%: herrliches Buket Paprika Brennessel, Ananas im Abgang, Schöne Säure, Passt von A-Z, 10 Euro, Gruber
- Schilcher Privat Thomas Strohmaier 2007, Österreich, Weststeiermark, 11%: Bitter, erbeerig in der Nase, dezent Paprika, leicht eindimensional, wenig spannend
- Schilcher Klassik 2006, Weingut Langmann, 11,5%: Erdbeer-Paprika, stark fokussierte Paprikanoten, roter Paprika, sehr strukturiert, erstaunlich für 2006, Gruber 8 Euro
- Schilcher Hochgrail 2007, Weingut Langmann: Paprika, “Bizzeln”, fokussiert klar, tiefroter mit weniger orange Farbe, so muss Schilcher schmecken! Gruber 8 Euro
- Rosalie AOC Corbières 2007, Domain Coulon, Syrah/Grénache: zartrosa, schwach, leicht bitter, Delinat 7,90 Euro
- Vinya Laia 2007, Catalunya, Penedes, Albet i Noya, 12,5%, Grénache/Temperanillo/Merlot: “gefährliches” Himbeerrot, Säure wird gut aufgefangen, Rosé mit Körper, Delinat 7,90
- Salamandra 2007, Vino de la Tierra de Castilla y Leon, Jacques und Francois Lurton, Winzer in Villafranca del Duero, Temperanillo: frisch geschälte, (manche: faule) Eier, im Abgang süßlich!? Jacques ca. 7 Euro
- Colchagua Valley 2008, Estelle Dauro, Vina del Nuevo Mundo in Santa Cruz, Chile Himbeeren auf dem Etikett (!!!), Syrah: Himbeerbonbons, breit und fruchtig, aber nicht das so oft gummibärchenartige, Jacques 5,90. Zur Winzerin schreibt Jacques
Vor etwa zehn Jahren hatte Estelle Dauro aus dem Roussillon ihr eigenes Weingut in Chiles Colchagua-Tal aufgebaut.
Das Weingut im Rousillon ist Chateau de Jau, das wir schon einmal besucht haben. Davon sind uns vor allem noch die netten Etiketten der Landweine in Erinnerung, die sich z.B. hier bewundern lassen.
Da das Etikett des letzten Weines einen Blick Wert ist und ich vergessen habe es zu fotografieren, gestatte ich mir ausnahmsweise eine “Leihgabe” der entsprechenden Seite von Jacques Weindepot:

Die Probe nach dem Ende der Sommerferien läuft wieder unter dem Titel “Urlaubsweine”, so dass wir gespannt sein dürfen.
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