weintagebuch (”beta”)

Ein persönlich gehaltenes Weinnotizbuch, das, dank Internet, nicht verloren gehen kann.

Archive for the ‘in den Medien’ Category

Wie Politiker Gesetze machen…

Posted by Markus

Bild freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Tourist-Information Badenweiler Da fragt man sich (leider wieder einmal), wie Politiker Gesetze machen. In aller Kürze: Die französische Regierung möchte das “Flatrate-Trinken†unter Jugendlichen verbieten, eigentlich erstmal ein sinnvoller Ansatz – zumindest um die Symptome zu kurrieren (dass an den Ursachen gearbeitet wird, erwartet man ja erstmal gar nicht). Dass mit dem Gesetz dann aber auch quasi jeder Alkoholausschank, der pauschal bezahlt wird, verboten würde, haben die Paragraphenschreiber des Justizministeriums dann nicht zu Ende gedacht. Die Winzer mussten zwangsläufig auf die Barrikaden gehen, weil damit jede pauschal bezahlte Weinprobe verboten würde. Details dazu gibt es ausführlich bei Spiegel online.

Wie Weinjournalisten im Internet-Zeitalter arbeiten, am Beispiel: Mario Scheuermann

Posted by Markus

In seiner Serie über Online Reputation Management (kann wahrscheinlich übersetzt werden mit: Wie werde ich im Internet als wichtig bekannt?) stellt sich der bekannte Weinjournalist und Blogger Mario Scheuermann den Fragen des bekannten (PR-) Bloggers Klaus Eck. Dabei erhält man einige interessante Einblicke, wie Mario Scheuermann mit dem Medium Internet und den heute zur Verfügung stehenden Tools umgeht. Die Antworten streifen dabei natürlich auch das spezielle Umfeld des Weinjournalismus. Deshalb ist das Interview nicht nur für Online-Begeisterte interessant, sondern auch für Leute, die wissen wollen, wie Weinjournalisten im 21. Jahrhundert arbeiten. Link zum Interview: PR Blogger: Online Reputation Management 13: Weinexperte und Journalist Mario Scheuermann

Schiefes WELT-Bild [planet bordeaux]

Posted by Markus

Da fragt ein bekannter Weinblogger ganz höflich, ob ein Bericht über die Weinkrise in Bordeaux in der angesehen Tageszeitung “Die Welt” den Tatsachen entspricht und kommt zu einem anderen Schluss als die Autorin des Artikels. Lesenswert sind dann nicht nur die unterstützenden Kommentare der Blog-Leser, sondern vor allem die mir nicht nachvollziehbare Reaktion der “Journalistin” auf den Kommentarseiten. Durchaus amüsant zu lesen dann der folgende Schlagabtausch. Ich hoffe mal, dass nicht alle Journalisten der angesehenen Medien so reagieren würden…

Die Lager in Bordeaux sind so weitgehend geräumt wie schon sehr lange Zeit nicht mehr. Um so mehr verwundert ein Artikel von Andrea Exler, der am Wochenende unter der Überschrift Bordeaux-Winzer kämpfen ums Überleben bei WELT Online erschienen ist. Stünde dies im Klapperbüller Dorfboten, könnte man den Mantel des Schweigens darüber breiten, aber es steht in der Online Ausgabe einer der meistzitierten deutschen Tageszeitungen und da kann man über eine Desinformationen wie diese nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Auch wenn ich mir damit bei einigen den Vorwurf der Kollegenschelte einhandeln werde, hier die wichtigsten Passagen des Artikels dokumentiert und kommentiert

Schiefes WELT-Bild [planet bordeaux]

Militante Winzer in Frankreich - aus der SZ

Posted by Markus

Am Wochenende ist ein schöner Beitrag im Kulturteil der Süddeutschen Zeitung erschienen, der beschreibt, wie schwer Winzer von Massenweinen sich tun, sich dem sinkenden Weinkonsum und gestiegenen Qualitätsbewusstsein anzupassen. Als Höhepunkt und Aufhänger der Geschichte erzählt der Autor von einem Video einer militanten Winzerorganisation. Leider hat sich weder die Redaktion der Printausgabe, noch der online Ausgabe die Mühe gemacht, auf das Video zu verlinken.

Hier nun, was ein kurze Webrecherche ergeben hat. Das vollständige Video ist nicht auf die schnelle zu finden, der Link auf das Video bei BBC funktioniert nicht. Deshalb hier aus den französischen Nachrichten Ausschnitte des Videos.


Communiqué de presse CRAV 18.05.07
Hochgeladen von passerellesud

Weintrinkernationen…Subventionen

Posted by Markus

Im Jahr 2010 trinken Amerikaner im Durchschnitt mehr Wein als die Franzosen, dafür haben die Franzosen im Jahr 2006 ihren Champagnerexport erneut steigern können.

In der Süddeutschen Zeitung vom 2. Februar wird berichtet, dass die USA Frankreich als größte Weintrinkernation ablösen. Die \’dcberschrift suggeriert auf den ersten Blick, dass “derAmerikaner” mehr Wein als “der Franzose” trinkt. Da es aber um Statistik geht stimmt das so nicht. Vielmehr trinken die Franzosen nach wie vor mehr, wenn auch nicht mehr so viel wie früher, als die Amerikaner. Dafür trinken die Amerikaner etwas mehr - als das Wenige, das sie früher getrunken haben - und sind außerdem als Volk zahlreicher. Daraus ergibt sich im Durchschnitt, dass die USA wahrscheinlich imJahr 2010 die Franzosen als “größte Weintrinkernation der Welt” ablösen. Gefolgt dann übrigens von Italien und erst an dritter Stelle von den Franzosen.

Tröstlich ist für Frankreich allerdings, dass der Champagner boomt: 321,6 Millionen verkaufte Flaschen im Jahr 2006. Die Steigerungsraten betrugen gegenüber dem Jahr 2005 betrugen 1,5 Prozent innerhalb Frankreichs, 4,4 Prozent innerhalb der EU und 16 Prozent für den Rest der Welt. (SZ vom 7.2.07)

Leider lässt sich daraus nicht ableiten, wer die größte Champagnertrinkernation der Welt ist. Die Zahlen lassen aber die Befürchtung zu, dass die Franzosen, selbst wenn sie heute noch am meisten Champagner trinken, in Zukunft auch von außereuropäischen Trinkern überholt werden.

Und leider fehlt auch noch die Analyse, wie es sein kann (oder warum es sein muss), dass Europas Steuerzahler jährlich 600 Millionen Euro aufbringen müssen, um überflüssigen Wein loszuwerden, der in der EU produziert. (SZ 17.2.07)