Archive for the ‘Österreich’ Category
Posted by Markus
Schwarze Katze 2006 aus 60 Prozent Zweigelt und 40 Prozent Merlot mit 13,5 Prozent Alkohol, Preis ca.20 Euro. Betörende Nase, vielschichtig: tiefe rote Frucht (saure Johannisbeere), Kaffee, Zeder, würzig, leicht mentholisch, Würze bleibt im Abgang erhalten, Tiefe fehlt etwas, evtl. zu jung.
Produziert und vermarktet von neun Winzerinnen aus Göttlesbrunn in Carnuntum unter dem Namen “schwarze Katze”. Dazu gehören Grassl Susanne, Graßl Maria, Markowitsch Christine, Netzl Christine, Oppelmayer Barbara, Pitnauer Edith, Wiederstein Margarete und Birgit. Sie stellen jeweils ein Fass ihres besten Weines für diese Cuvée zur Verfügung. Mehr zu den Winzerfrauen auf der Homepage www.schwarzekatzen.com, die leider keine Informationen zu dem Wein bietet. Schade auch, dass die Web-Adresse auf dem ansonsten sehr schönen Etikett falsch angegeben ist.
Mehr über Katzen in der Kulturgeschichte des Weines gibt es übrigens hier bei Vinaria.
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Posted by Markus
Winzer und Weine von ca. 160 Weingütern, Verkäufer von 54 Importeuren und Hunderte von Besuchern drängelten sich vergangenen Dienstag im Hotel Bayerischer Hof in München. Die wirklich großen Weine zu finden oder gar ein paar Neuentdeckungen zu machen war dementsprechend naturgemäß schwierig.
Wie sind wir die Probe angegangen? Bekannte Winzer und Importeure ausnahmsweise nur grüßen und auf Gegenden beschränken, die wir bisher eher links liegen gelassen haben: Thermenregion, Wagram, Traisental (zur Orientierung). Das ist uns eigentlich auch ganz gut gelungen, bis auf einige Bekannte, die wir nicht ignorieren wollten.
Eine Kritik kann man der österreichischen Weinmarketinggesellschaft als Organisator leider nicht ersparen: die Unübersichtlichkeit. Es gab leider kein erkennbares System, nach dem die Anbieter sortiert waren. Zusätzlich verwirrt wurden wir noch durch die Aufsteller mit den Regionsnamen, die vermeintlich Orientierung bieten sollten, aber wohl doch nur zu “allgemeinen Werbung” gedacht waren.
Vorab unsere Probenliste, die noch keinen Anspruch auf Richtigkeit erhebt:
- Alexs, Neusiedlersee, Burgenland (St. Laurent hervorragend, Merlot nicht außergewöhnlich aber teuer)
- Weingut Familie Schuster, Wagram (Chardonnay, Pinot Noir, Zweigelt)
- Weingut Karl Fritsch, Thermenregion, Gumpoldskirchen
- Weingut K. Alphart, Thermenregion, Traiskirchen
- Limbeck, Langmann, Kugel (bei Gruber)
- Jamek, Wachau
- Weingut FJ Gritsch, Wachau
- Weingut Fritz, Wagram, Zaussenberg
- Weingut Leth, Wagram, Fels a.W.
- Weingut Markus Huber, Traisentral
- Weingut Dürnberg, Weinviertel
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Posted by Markus
Die Österreicher sind immer wieder für Ihre humoristischen Anglizismen gut - ob das der Minderwertigkeitskomplex einer ehemaligen Großmacht ist…? Neben dem “classic” mit c, das den Wein auch nicht besser macht, gehört zu meinen Lieblingen - vom Namen her - seit Jahren “United Vineyards Pfneiszl”, bezeichnenderweise zu finden unter der Webadresse Pentagon! (Die Adresse http://www.pfneiszl-vineyards.com/ ist übrigens reserviert für den ungarischen Ableger des Weinguts.) Wer ein Mail schicken will ist mit shirazbrothers(at)wine-pentagon gut bedient
Diese Mischung aus echt amerikanisch und echt österreichisch ist so extrem, das sie schon fast wieder gut ist. Die Weine interessierten uns, da sie zu den ersten zählten, die in Österreich auch Syrah reinsortig ausbauten. Die wenigen Proben waren jedoch leider nie erinnernswert.

Nun hatte ich wieder die Gelegenheit mal einen “Pfneiszl” zu probieren, und zwar den Blaufränkisch Platinum 2004 mit 14 Prozent Alkohol (Lokalpreis rund 40,- Euro). Was für eine Bombe! Tiefdunkles dichtes rot, die dunklen Beeren eher in Richtung Teer, der Alkohol in der Nase wenig eingebunden, verbindet sich erst im Mund. Insgesamt kein optimaler Essensbegleiter, sondern eher ein Solowein für ein Glas, wenn die Geschmacksnerven sowieso schon überlastet sind. Kurz und gut: ich hätte ihn nicht ausgewählt und das komplexe Potenzial der Rebsorte kann er aufgrund der Wuchtigkeit auch nicht ausspielen, interessant wäre ein Vergleich zum DAC Blaufränkisch von Pfneiszl. Wir bevorzugen derzeit aber Blaufränkisch von Limbeck.
Im Keller wieder entdeckt haben wir einen Australier, der uns überraschend wohl gemundet hat: Bimbadgen Estate Merlot 2004. Während Merlot mittlerweile zu einem beliebten, aber schlichten Reinsortenwein aus allen Gegenden der Welt geworden ist, freut man sich, wenn sich ein Winzer beim Ausbau offenbar wieder mal etwas gedacht hat. Ein Wein der trotz Sortentypizität durch seine Vielschichtigkeit überzeugt und trotzdem unaufdringlich bleibt: http://www.bimbadgen.com.au/default.aspx
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Posted by Markus
Gestern Abend nach dem Kino vier Achterl, natürlich zu Zweit, und ein fünftes Achterl vom Wirt gespendet, da der Winzer gerade seine Lieferung gebracht hat:
- ein Neuburger [
Details folgen] mit einer herrlichen Nase, leichte Zitrus- und Grasanklänge, im Abgang natürlich nicht kräftig - aber im Kopf entsteht schon der warme Sommersonntagnachmittag dazu. Der Wein stammte vom Weingut Tinhof, aus der Region Neusiedlersee-Hüglelland, das offenbar unter anderem auf diese Rebsorte spezialisiert ist. Eine meines Erachtens sehr passende und ausführliche Beschreibung des Weins befindet sich hier. Neuburger ist im Übrigen eine Kreuzung aus Rotem Veltliner und Sylvaner und wird seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Österreich angebaut.
- ein Riesling von Leopold Aumann aus der Thermenregion, der sonst eher für seine Roten bekannt ist, mit wunderschönen Pfirsichnoten, und einem ausgewogenen Körper-/Säureverhältnis
- ein Merlot 2005 vom Weingut Schreiner aus Gols. Ein freundlicher, weicher Rotwein, mit dem jeder Weißweintrinker zu Rotwein bekehrt werden kann. Manchen dürfte er zu “geschönt” sein.
- Neuberg 2006, vom Weingut Grassl in Göttlesbrunn in der Region Carnuntum: ein Kraftprotz mit deutlichem Barrique-Einsatz (lt. Webseite “60% neuen und 40% gebrauchten Barriques (2. Befüllung) aus franz. Eiche”), ein Lagenwein aus 60% Zweigelt, 20% Blaufränkisch und 20% Merlot. Wuchtige Nase mit Anklängen von Tabak. Langer Abgang, sehr dicht und wuchtig, die 14,5% Alkohol deshalb “gut verpackt”.
- Spende des Hauses: ein Heideboden Cuvée von Siegfried Gsellmann aus Gols am Neusiedlersee, der neben dem Neuberg erst verhalten wirkte, dann aber durch seine seidig-samtige Komplexität faszinierte. Ein durchaus schwerer Wein, der aber sehr unaufdringlich daher kommt und erst im Laufe des Genießens seine vielen Facetten zeigt. Die Sorten sind sehr schön kombiniert: Zweigelt, Blaufränkisch ,Sankt Laurent, Pinot Noir; der Alkoholgehalt passt mit 13,5% zum Körper des Weins.
Alles in Allem und unverhofft kommt oft: fünf Weine, die Spaß machen und wieder mal zeigen, welche Palette an Rot und Weiß die Österreicher mittlerweile drauf haben.
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Posted by Markus
Wichtig ist zunächst mitzuteilen, wo wir die alten Weinbekannten und den Wein aus Dänemark getrunken haben: und zwar im We1ns in Erding. Nach dem gestrigen Abend lieben wir das Lokal mehr denn je, schließlich haben wir dort alte Bekannte getroffen und neue gemacht. Wer in der Nähe von Erding wohnt bzw. mal nach Erding kommt (z.b. in die Therme), sollte sich das We1ns nicht entgehen lassen - auch die angebotenen Imbisse sind vorzüglich, z.B. die Trüffelsalami.
Nun erstmal zu den alten Bekannten: dabei handelte es sich um den Welschriesling 2007 (?) vom Weingut Schmelzer (vor zwei Jahren schon mal bei Wein & Genuss in München entdeckt). Ein frischer junger Weißwein mit starken Zitrus- und Brennesselnoten. Der zweite nicht ganz so alte Bekannte war der 2003er Spätburgunder “Isabel 3-Lilien ” trocken vom Weingut Aufricht in Meersburg am Bodensee. Ein Wein, der anfänglich durch sein Röstaromen betört, später vermisst man etwas die Deutlichkeit der Rebsorte, dennoch lecker. Erst drei Tage zuvor hatten wir bei Freunden den 2006er Chardonnay trocken probiert und waren erstaunt.
Neu für uns war der Probierschluck vom Rondo 2006 des Weinguts Skaersogaard aus Jylland in Dänemark. Ein fruchtiger trockener Rotwein, dem es jedoch etwas an Tiefe fehlte, dennoch interessant. Mehr über den dänischen Weinanbau findet sich hier.
Bei Rondo handelt es sich um eine deutsche Rebsorte, mehr hier.
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