weintagebuch (”beta”)

Ein persönlich gehaltenes Weinnotizbuch, das, dank Internet, nicht verloren gehen kann.

Archive for the ‘Tipps’ Category

Thailändisches Essen und Wein!?

Posted by Markus

Dieser Nachtrag, erstellt am 9. April, eingestellt für den 2. März, bereitet mir Kopfzerbrechen. Einerseits ist die Herausforderung spannend, zu thailändischem Essen Wein zu servieren, andererseits fragt man sich, ob das gut gehen kann. Hier das Ergebnis in aller Kürze, da ich nicht detailliert mitprotokolliert habe, sondern nur das wiedergeben kann, was mir noch in Erinnerung ist.

Ort des Geschehens war das Restaurant Ruen Thai in München. Empfohlen wurde es aufgrund des Faibles des Besitzers für Wein, weshalb natürlich in punkto Weinkarte keine Wünsche offen bleiben (die Karte geht bis knapp 3.000,- Euro, falls das jemanden interessiert).

Das servierte Menü war erwartungsgemäß sehr gut bis hervorragend, wobei insbesondere die Fisch- und Meeresfrüchtegänge sowie die süß-sauer-scharfen Saucen zu erwähnen sind. Der Nachtisch war - wie in der asiatischen Küche, die man hierzulande bekommt, meistens üblich - nicht der Rede wert.

Die Weinauswahl des Besitzers war gezielt, konnte aber dennoch der Würze und den kräftigen Geschmäckern kaum etwas entgegensetzen. Selbst das Probieren der Weine bevor man zur Gabel griff, half nicht, da der Mund bereits vom ersten Gang an nicht mehr in der Lage war, Weine in ihrer Fülle zu erschmecken. Ob es bei einer höheren Investition in die Weine besser gewesen wäre - ich wage es zu bezweifeln.

Dennoch soll ein Wein erwähnt werden, der uns überraschenderweise viel Freude bereitet hat: aus einer Magnumflasche bekamen wir einen Cult Cà del Pazzo 1999 vom Weingut Tenuta Caparzo in Montalcino serviert. Der Wein wurde seit 1982 unter dem Namen “Cà del Pazzo” aus aus Sangiovese und Cabernet-Sauvignon zusammengestellt. Der von uns getrunkene Jahrgang 1999 war mit dem Namenszusatz “Cult” der Erste, dem auch Syrah hinzugefügt wurde. Laut “technischer Beschreibung” enthält der “Cult” 40 Prozent Cabernet-Sauvignon, 30 Prozent Sangiovese und 30 Prozent Syrah, die 18 Monate in französischen Barriques reifen.

imageHerausgekommen ist ein voller, kräftiger und runder Wein, der die Vorteile der enthaltenen Rebsorten sehr gut kombiniert: das Dunkelbeerige des Cabernet-Sauvignon, das Erdige des Sangiovese und die Würze des Syrah, geschmacklich verbunden durch das gut eingesetzte und vor allem nicht übertriebene Holz. Der Wein, sofern überhaupt noch verfügbar, wird zu Preisen zwischen 98,- Euro und 125,- Euro (mit Holzkiste ;-) im Handel angeboten.

Danke W. für das hervorragende Essen und den entdeckten Roten, aber beim nächsten Asiaten trinke ich wieder ein Pils.

Alte Bekannte und Wein aus Dänemark

Posted by Markus

Wichtig ist zunächst mitzuteilen, wo wir die alten Weinbekannten und den Wein aus Dänemark getrunken haben: und zwar im We1ns in Erding. Nach dem gestrigen Abend lieben wir das Lokal mehr denn je, schließlich haben wir dort alte Bekannte getroffen und neue gemacht. Wer in der Nähe von Erding wohnt bzw. mal nach Erding kommt (z.b. in die Therme), sollte sich das We1ns nicht entgehen lassen - auch die angebotenen Imbisse sind vorzüglich, z.B. die Trüffelsalami.

Nun erstmal zu den alten Bekannten: dabei handelte es sich um den Welschriesling 2007 (?) vom Weingut Schmelzer (vor zwei Jahren schon mal bei Wein & Genuss in München entdeckt). Ein frischer junger Weißwein mit starken Zitrus- und Brennesselnoten. Der zweite nicht ganz so alte Bekannte war der 2003er Spätburgunder “Isabel 3-Lilien ” trocken vom Weingut Aufricht in Meersburg am Bodensee. Ein Wein, der anfänglich durch sein Röstaromen betört, später vermisst man etwas die Deutlichkeit der Rebsorte, dennoch lecker. Erst drei Tage zuvor hatten wir bei Freunden den 2006er Chardonnay trocken probiert und waren erstaunt.

Neu für uns war der Probierschluck vom Rondo 2006 des Weinguts Skaersogaard aus Jylland in Dänemark. Ein fruchtiger trockener Rotwein, dem es jedoch etwas an Tiefe fehlte, dennoch interessant. Mehr über den dänischen Weinanbau findet sich hier.

Bei Rondo handelt es sich um eine deutsche Rebsorte, mehr hier.

Israelischer Wein

Posted by Markus

Neuer Tipp: Das Cohen in München, das wir noch nicht selbst ausprobiert haben. Von der Homepage: “Wir, die Familie Cohen, führen in München ein jüdisches Spezialitäten-Restaurant, in dem Sie die traditionelle jüdische, orientalische und osteuropäische Küche probieren und täglich lieben lernen können.” Soll schlicht eingerichtet sein, dafür gibt es angeblich gute israelische Weine zu trinken. Da diese eher selten am freien Markt erhältlich sind, haben wir uns vorgenommen, diese mal auszuprobieren. Laut Homepage gibt es regelmäßige Weinproben, von einer werden wir dann hier berichten. Der Eintrag zeigt, dass an dieser Stelle nicht nur getrunkene Weine dokumentiert, sondern auch Zukunftspläne festgehalten werden.