Eine kurze Wanderung am Gardasee

Endlich mal den Monte Baldo hoch und dann aber bitte mit etwas Auslauf oben. Von unten betrachtet, gibt es zwei Möglichkeiten von der Bergstation der Gondel aus: nach links, Richtung Norden oder nach rechts, also Richtung Süden. Nach einer kurzen Befragung des Internetz fand ich die Beschreibung einer Wanderung auf den Cima delle Pozzette auf dem Blog Auf-den-Berg.de

Blick auf Malcesine von der Seilbahn aus

Blick auf Malcesine von der Seilbahn aus

Diese schien geeignet, meine Bedürfnisse nach Wanderung, Gipfel und leichter Ausrüstung zu erfüllen. Doch weit gefehlt Anfang Juni 2014…

 

Der Monte Baldo ist von Malcesine am Ostufer des Gardasees mit einer Seilbahn zu erreichen. Die Bergfahrt dauert inklusive Umstieg an der Mittelstation keine 20 Minuten und kostet (mit Talfahrt) 20 Euro. Die Gondel fährt im Zehn-Minuten-Rhythmus und fasst ca. 80 Personen, so dass bei größerem Andrang mit entsprechenden Wartezeiten zu rechnen ist. Mehr Infos gibt es direkt bei auf der Homepage der Funivia Monte Baldo.

Das sollte der Gipfel werden

Das sollte der Gipfel werden

Der Beschreibung aus dem oben aufgeführten Blog folgend, bin ich gleich nach dem Ausstieg schnell durch Paraglider und Touristen aller Herren Länder nach rechts, also Richtung Süden, abgebogen. Es geht dort Richtung einer verfallenen Liftstation relativ steil durch Geröll entlang. Alternativ gäbe es auch den komfortableren Fahrweg der links abgezweigt ist, beide Weg treffen sich weiter oben auf Höhe des neuen Sessellifts.

Blickrichtung Süden: Leider diesmal unerreichbar: der Gipfel. Dafür entschädigte das Panorama und das Wetter.

Blickrichtung Süden: Leider diesmal unerreichbar: der Gipfel. Dafür entschädigte das Panorama und das Wetter.

Der Weg führte dann an den Ruinen von verfallenen Liften vorbei und relativ schnell in Schneefelder. Die Blicke (nach einem kurzen Regenguss) waren unbezahlbar, zwischen Latschen und Geröll über Schneefelder und durch Krokusse fast auf die Gesamtlänge des Gardasees (knapp 52 km). Bedingt durch die Schneefelder kam ich allerdings nur langsam voran und nach den angegeben 2,5 Stunden war noch lange kein Gipfel in Sicht.

Blick Richtung Limone am gegenüberliegenden Ufer

Blick Richtung Limone am gegenüberliegenden Ufer

Man darf beim Anblick von Krokussen um die Jahreszeit Anfang Juni nicht vergessen, dass Malcesine nur knapp 100 Meter über dem Meeresspiegel liegt, die Bergstation aber auf knapp 1.800 Meter. Entsprechend sind die klimatischen Unterschiede und entsprechend groß die Schneefelder.

Schneefeld vor dem Vorgipfel

Schneefeld vor dem Vorgipfel

Entsprechend habe ich dann auch beschlossen, aufgrund der mangelnden Ausrüstung (empfohlen sind hohe Schuhe, Stöcke, lange Hosen) und der längeren Gehzeit durch den Schnee, den Gipfelsturm abzubrechen. Ein gut ausgerüsteter entgegenkommender Wanderer meinte an meinem Umkehrpunkt, es würde noch eine Stunde bis auf den Gipfel dauern und gebe noch größere Schneefelder zu durchqueren. Der Rückweg belohnte trotzdem mit herrlichen Blicken auf den Gardasee und das Etschtal.

Blickrichtung Norden: Links der Gardasee, rechts das Etschtal (bekannt durch seine Autobahn Richtung Süden)

Blickrichtung Norden: Links der Gardasee, rechts das Etschtal (bekannt durch seine Autobahn Richtung Süden)

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