Kein Klickstrecke für Facebook – so lauteten meine Gedanken, als ich auch für die 7-Tage-7-Bücher-Challenge auf Facebook nominiert wurde. Eigentlich sind diese Spielchen ja ganz lustig: tut niemandem weh, ist schnell erledigt. Einfach sieben Buchtitel abfotografieren und jeden Tag einen posten, es war ja ausdrücklich die Spielregel, dass keine weiteren Worte verloren werden dürfen. Auch das kann man lustig finden, ich will ja kein Spielverderber sein. Das gleiche Spiel ginge übrigens auch mit Weinetiketten, denn auf den Inhalt kommt es offenbar gar nicht an.

Allerdings sind nun in der jüngsten Vergangenheit so viele Enthüllungen rund um Facebook bekannt geworden, die im umgekehrten Verhältnis zur Verantwortung stehen, die das Unternehmen übernimmt. Ich meine auch, dass Facebook sich bewusst verweigert, sich als Meinungsbildungsmaschine (um nicht zu sagen Propagandainstrument) zu betrachten. Falls sie wirklich diese gesellschaftliche Verantwortung übernehmen würden, die Ihnen zugewachsen ist, sind alle bisher getroffenen Maßnahmen maximal unzureichend.

Insofern begegne ich der Plattform nur noch mit professionell notwendiger Distanz; deshalb werde ich ihr auch keine Klickstrecke bauen, die mich (und andere) täglich auf die Plattform lockt. Verschwörungstheoretiker könnten meinen, die Idee zur der Challenge käme sogar von Facebook selbst, um den Traffic hochzuhalten – auch bei der (noch) Buch lesenden Klasse.  Mich kriegen sie aber nicht und dich geneigter Blogleser damit auch nicht, nicht bei mir zumindest. Danke, dass du hier bist, im freien Internet.

7 Bücher, 1 Tag, 1 Satz

Nachdem ich die Spielregeln nun schon geändert habe, quasi zur Blogparade umgeformt, kann ich sie auch noch weiter ändern. Ich werde nämlich jedem Bild einen Satz hinzufügen, damit jeder weiß, warum ich das Buch ausgewählt habe, ja ausgewählt, und nicht beliebig fotografiert, was gerade als Titel super aussah oder einfach so rumlag.

Und noch eine Spielregeländerung: Zusätzlich gibt es noch ein achtes Buch, sozusagen als Bonus-Track.

Ob ich  jemanden nominiere, muss ich mir noch überlegen; ganz sicher nicht täglich, denn das löst eine Lawine nach dem Schneeballprinzip aus, die dann wieder Facebook zu Gute kommt (vielleicht steckt also doch deren PR-Agentur dahinter… 😉  , Journalisten recherchiert!)

2 Gedanken zu „Keine Klickstrecke für Facebook – 7 Bücher

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