Traunstein, Chiemgau, Ettendorf

Spaziergänge am Chiemsee, in Traunstein und Umgebung

Nachdem die Chiemsee-Bilder schon auf Instagram erfolgreich waren, möchte ich hier noch ein paar Bilder der letzten Tage ergänzen. Es gilt, wie immer, der Satz:

Die beste Kamera ist die, die man gerade dabei hat.

(Angeblich von Elliott Erwitt, zeitweise Präsident der amerikanischen Fotoagentur Magnum.)

Entweder hat das Wetter nicht für die große Ausrüstung motiviert oder der Familienspaziergang ließ keine Motivsuche erwarten. Die Bilder sind deshalb alle mit dem Smartphone, Huawei P9 plus, entstanden.

Es wurde bei seiner Neuerscheinung ja gelobt für seine doppelte Linse und die Zusammenarbeit mit Leica bei der Kameraentwicklung, vermutlich der Software, weniger der Optik. Die Software ist dann auch gut gelungen und bietet viele Einstellmöglichkeiten. Mit dem zweiten Sensor kann beispielsweise nachträglich die Tiefenschärfe verändert werden. Kleines Manko ist allerdings, dass die Kamera gute Lichtverhältnisse benötigt; bei schlechtem Licht braucht es Erfahrung und Glück, dass das Bild etwas wird.

Zu den Motiven: die Bilder vom Chiemsee sind entstanden zwischen Chieming und dem Campingplatz Seehäusl. Bei der Kirche handelt es sich um das Ettendorfer Kircherl bei Traunstein aus dem 15. Jahrhundert, bekannt durch den jährlichen Georgiritt. Details zur Kirche und dem Georgiritt gibt es beim Blogger-Kollegen Bernhard Strasser. Für mich ist das Kircherl quasi hinter der Haustüre, deshalb wird das Motiv wohl noch öfter auftauchen.

 

Morgenkaffee Rituale

Männer in Boxershorts

Ist ein Bier zum Essen Sucht oder Ritual? Eine Zigarette danach Gewohnheit oder Ritual? Oder der Morgenkaffee, Sucht, Gewohnheit oder Ritual? Für mich ist ein Morgenkaffee Ritual. Ich schreibe bewusst, ein und nicht DER Morgenkaffee. Denn eigentlich bin ich bei Kaffee ein bisschen wählerisch, uneigentlich ist mir Kaffee wichtig. Im Hotelzimmer musste ich mir unlängst selbst einen kochen, die Milch war jedoch verdorben, sehr ärgerlich, ganz schlechter Start in den Tag: weiße Flöckchen im rehbraunen Instant-Kaffee. Aber Instant-Kaffee hätte ich ertragen.

Am liebsten mag ich den Morgenkaffee vor dem Frühstück; am besten wenn es noch ruhig ist, alle noch schlafen oder noch keiner im Büro ist oder schon alle aus dem Haus sind. Den Tag entschleunigt, aber nicht unbeschäftigt starten. Kaffee kochen: schlechtestenfall löslichen Kaffee mit heißem Wasser aufgießen und, noch schlechterenfalls, Kaffeesahne aus dem Plastikdöschen dazu. Bestenfalls echte Milch, im Zweifelsfall sogar auf die Hütte mitschleppen. Noch lieber ist mir allerdings das Ritual der Schraubkanne, von Bialetti oder einem anderen Hersteller.

Kaffee kochen als Ritual

Weil das Material die Hitze speichert, kann sie nicht nach Gebrauch direkt gereinigt werden. Das heißt, vor dem Kochen des frischen Kaffees steht das Entsorgen des alten Kaffeesatzes. Mit einem Löffel aus dem Sieb kratzen, ausspülen (von beiden Seiten) und dann Wasser abmessen, in den unteren Teil der Kanne einfüllen (nie ganz voll machen), Sieb mit Kaffee füllen (nichts daneben verlieren) – neuerdings sogar mit Handmühle vorher Kaffee mahlen, sofern der örtliche Händler nur Bohnen anbietet. Danach die beiden Kannenteile zusammenschrauben, auf den Herd stellen. Die Wartezeit, bis sich der fertige Kaffee röchelnd ankündigt, damit überbrücken, Milch aufzuschäumen. Morgens den heißen Kaffee zu gleichen Teilen mit heißer, geschäumter Milch (nicht steif geschlagen) aus hoher Höhe aufgießen, so dass sich Milch und Kaffee vermischen.

Morgenkaffee Rituale

Während die Kanne erhitzt wird, kann der Milchschaum gestartet werden. Da ich über keine Dampfmaschine für Espresso besitze, nutze ich nach wie vor die erste Generation des Nespresso Aufschäumers. Robust, komplett aus Metall. Ich mag es, wenn der Schaum nicht zu fest, aber gut temperiert ist, damit der Kaffee nicht so schnell auskühlt. An sehr kalten Tagen wärme ich sogar die Tasse mit heißem Wasser vor.

Der Aufwand der Zubereitungsschritte gibt das Tempo vor, kurze Wartezeiten lassen sich überbrücken: Handy aus dem Flugmodus holen, Alexa Zusammenfassung starten, Twitter gucken, Newsletter der Tageszeitungen checken. Oder am Wochenende: nur Twitter gucken. Zum Nachdenken über den startenden Tag gibts schon Kaffee.

Kaffee zum Gespräch unter Männern

Unvergesslich das Erlebnis bei der Familie einer guten Freundin auf dem Balkon mit schöner Aussicht. Ich wurde wach nach einem Zwischenstopp auf dem Weg aus dem Sommerurlaub nach Hause. Und stand auf dem Balkon, wie Männer morgens aussehen: zerknautschtes, ausgeleiertes T-Shirt und Boxershort. Plötzlich ein identisch gekleideter Morgenmann neben mir. Drei Worte: „Guten Morgen, Kaffee?“ Dann hörte ich im Hintergrund, die typischen Schraubkannengeräusche, sieben Minuten später hielten wir unsere Morgenkaffees in der Hand und blickten auf die Berge, ohne Frühstück. Der Ehemann meiner Freundin und ich konnten uns wie Männer unterhalten, vor dem Frühstück, mit einer Tasse Kaffee in der Hand. Obwohl wir uns vorher nur wenige Male gesehen hatten und uns nicht gut kannten, war einen Kaffee lang eine Vertrautheit da. Einen Kaffee lang, die Welt ausgebremst, die Zeit angehalten. Ein Ritual.

Dies ist ein Beitrag zur Blogparade „Kleine Rituale“ von Lutz.

Kaffee beziehe ich meistens von Emilo (Gattopardo und Münchner Bio Espresso) und Vits (Einmal um die Welt oder Indien Summer) in München sowie Bohnenreich aus Kolbermoor bei Rosenheim (via kava coffee & kitchen in Traunstein).

Und zum Schluss darf natürlich dieses Lied aus dem Jahr 1980 nicht fehlen, hier in einer sehr schönen akkustischen Fassung von 2011:

Leben mit Alexa- Amazon Echo

Seit ungefähr zwei Monaten haben wir mit Alexa von Amazon nun ein weitere Dame im Haus. Zusammenfassend kann ich feststellen: Alexa hört ziemlich brav und macht meistens das, was man ihr aufträgt. Allerdings gibt es Beschränkungen. Und manchmal ist das, was man gerne hören würde, schwer zu verstehen. Und überhaupt fragt man sich manchmal, ob man Spracherkennung und eine neues elektronisches Gerät braucht und will. Alexa ist übrigens einer von vier „Namen“ mit dem man den Amazon Echo steuern kann.

Ich tippe das hier übrigens auf normaler Tastatur in die WordPresse – warum Alexa keinen „Sprache-in-Text-Modus“ hat, bei dem Aufwand, der in die Sprachempfangsfunktion gesteckt wurde, ist mir schleierhaft. Ein wesentliches Feature, das fehlt, aus meiner Sicht.

Dass sie brav hört, hat mich anfangs am meisten an der kleinen schwarzen Säule von Amazon erstaunt, die derzeit bei uns in der Küche steht. Als Kurzzeitmesserersatz bleiben beispielsweise die Hände frei, wenn man in der Küche hantiert, das ist komfortabel. Wenn die Hintergrundgeräusche allerdings zu laut werden, tut sie sich manchmal schwer. Blubberndes Kochwasser, laufender Geschirrspüler und Unterhaltungen im Hintergrund erfordern manchmal schon zwei bis drei Kontaktaufnahmen.

Anders ist es, wenn man frühmorgens alleine die Küche betritt Weiterlesen

Im Urlaub – Impressionen der ersten Woche

Endlich Zeit zu spielen: Fußball im Sonnenuntergang, Sandburg bauen, Speedminton (die windverträglichere Variante von Badminton) und mal wieder gründlich zu lesen. Aber auch die Technik ausreizen: Fotoapparat, Smartphone und Tablet. Insbesondere heute am Sonntag, da nicht nur Ironblogger-Termin ist, sondern auch seit halb neun gestern Abend, bis jetzt, ein Uhr am nächsten Tag, dauerndes Donnergrollen, Blitze und Regenschauer.

Baltrum, Seehund, Inselglocke

Zwischen Seehund und Inselglocke zieht das Gewitter auf.

Baltrum, Westdorf, Sonnenuntergang

Tags zuvor: ein traumhafter Sonnenuntergang über dem Westdorf.

Sonnenuntergang, Baltrum

Kann es noch mehr Urlaub geben: Fußball im Sonnenuntergang.

Sonnenuntergang, Baltrum

Caspar David Friedrich an der Nordsee: Sonnenuntergang an der Bune.

Baltrum, Deich

Hinter dem Deich unter den Wolken: Baltrum.

Baltrum, Möwe

Ankunft bei Nieselregen, trotzdem eine Möwe am Strand aufgescheucht.

Alle Fotos (bis auf die Möwe) mit Olympus OM-D E5M2, Lieblingsobjektiv derzeit: Lumix DG Summilux 15mm, 1,7 für Fotos auch bei einbrechender Nacht, knallscharf und knackig. Die Möwe wurde fotografiert mit Huawei P9 plus Smartphone mit nachträglicher Blendeneinstellung. Upload – mal sehen, ob es klappt – mit der WordPress App von Automattic von einm Google Pixel C Tablet.

2015 war mein Spotify Jahr

Spotify Werbung zum Jahresende 2015 in München.

Spotify Werbung zum Jahresende 2015 in München.

Ich muss gerade scharf nachdenken: wie viele CDs habe ich mir 2015 gekauft? Vier, drei oder doch nur zwei – auf jeden Fall nur im Sonderangebot, im Drogeriemarkt. Warum? Weil ich mittlerweile fast schon abhängig von Spotify bin. Musiksammlungen auf Spotify sind nicht nur platzsparender als CDs, sondern auch jederzeit verfügbar (Online-Verbindung vorausgesetzt) sowie stetig erweiter- und veränderbar, unabhängig von Ladenschlusszeiten. Und das für nur 10 Euro pro Monat.

Hier nur ein Beispiel, wie das funktioniert:

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Alle Drohnen sind schon da…

Zugegeben ich bin ein großer Fan dieser Fluggeräte (ohne selbst eine zu besitzen). Natürlich deshalb, weil sie auch Filme und Fotos machen können. Es gibt zwar jede Menge langweilige Drohnenfilme, aber auch viele gute – zumindest, wenn sie kurz und gut geschnitten sind.

Offenbar sind der Technik keine Grenzen gesetzt glaubt man dieser Firma hier. Es ist wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit bis Unterwasservideos „auftauchen“.

Ärger scheint es in Tokyo in punkto Drohnen zu geben: Angeblich jagt die Tokioter Polizei nun illegale Drohnen mit größeren Drohnen, die Netze ausbreiten, in denen sich die armen kleineren Drohnen verfangen. Ob die Quelle, Petapixel, sowas wie der Postillon ist…?

Die beiden Videos gehen übrigens auf Tipps von Hannes Schleeh auf Facebook zurück. Danke dafür.

Zur Einstimmung auf die winterlichen Tage (die kommen doch noch, oder?) hat das ZDF sich schon mal angesehen, was im Wintersport so geht, mit den Drohnen.

Wer kennt gute Drohnenfilme? Oder Szenen, in den Drohnen gut eingesetzt wurden?

Hier sind zu jeder Tages- und Nachtzeit Läufer unterwegs

#PhotoRun: mit Smartphone laufen und fotografieren

Ich laufe, im Sommer gerne ohne alles – also kein überflüssiger Ballast. T-Shirt finde ich auch bei Männern Pflicht, aber am besten ohne Schlüssel und Handy und auch ohne Smartphone und oft auch ohne mp3-Player. Der Vorteil: der Start geht schneller, weil keine Satellitenverbindung und keine Verkabelung notwendig ist. Das Handy lenkt mich außerdem ab, nicht weil ich angerufen werde, sondern weil es fotografieren kann. Die Fotos sind übrigens am 31. Oktober, um ca. 8.00 Uhr morgens auf  meiner Haus- und Hofstrecke, dem Olympiagelände München, entstanden.

Die Ansicht von gegenüber: Olympiagelände München

Die Ansicht von gegenüber: Olympiagelände München

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Fix is nix mehr – aber Apps geht schon noch

Ich auf flickr

Ich auf flickr

Ein verschnupfter Sommertag und die Folgen: Dieses Blog etwas aufgefrischt, den letzten Städteurlaub datentechnisch erledigt und dabei auf die Idee zu diesem Beitrag gekommen. Auf der Suche nach der Überschrift, habe ich überlegt, um was es eigentlich geht: es soll darum gehen, dass nix mehr fix ist. Das gilt auch und vor allem für die Arbeit mit Software, also allem, was heute elektronisch gesteuert wird: von der Smartphone-App bis zur Waschmaschine, vom E-Bike bis zum Social Network. Wenn der Techniker da war, die automatische Aktualisierung vollendet ist oder einfach die neue Version der Webseite geladen ist, muss man davon ausgehen, dass alles anders sein kann. Weiterlesen

Merkelraute auf der CeBIT

Bloggen bis die Blase platzt

3M Nexcare Blasenpflaster (Copyright: 3M Österreich GesmbH)

3M Nexcare Blasenpflaster (Copyright: 3M Österreich GesmbH)

Ich glaube unsere Blase wird immer größer und dünner und irgendwann – ich sag mal in drei bis fünf, spätestens zehn Jahren wird sie platzen. Für uns, die wir uns in der Filter Bubble bewegen, scheint das eine lange Zeit zu sein. Aber auch ich mache die Erfahrung, wie sie Meike Leopold in ihrem Blog beschrieben hat: Menschen, die mit dem Internet direkt nichts zu tun haben, begreifen die alles verändernde Kraft des Web noch nicht (disruptiv, sagt man dazu in der neuen Zeit gerne).

Und die Betonung liegt auf „alles“. Es wird kein Stein auf dem anderen bleiben. Ich verwende dazu gerne das Wort „Pulverisieren“. Es beschreibt, wie mit einem vermeintlich festen, dauerhaften Stoff etwas passiert, dass ihn zu feinem Staub macht, der vom Winde in alle Richtungen verteilt und vergessen wird. Man frage doch mal einen Jugendlichen, ob er schon mal was von „Quelle“ gehört hat. Und ich meine das einstige deutsche Vorzeigeversandhaus aus dem Vor-Amazon-Zeitalter. Weiterlesen

Immer noch besser: Mein Lieblings-Tablet ist fast ein Ultrabook

Surface-Werbung am S-Bahnhof, März 2013

Surface-Werbung am S-Bahnhof, März 2013

Zugegeben, das Bild der Außenwerbung stammt vom März 2013. Trotzdem gut, dass ich mit dem Verfassen dieses Beitrags über mein Lieblings-Tablet bis heute gewartet habe. Denn so kann ich ihn in Zusammenhang mit dem angekündigten Rücktritt von Herrn Ballmer von Microsoft stellen. Dieses Bild scheint symptomatisch dafür.  Warum? Ganz einfach, weil offenbar die Marketing-Leute von Microsoft verzweifelt nach einem griffigen Alleinstellungsmerkmal für ihr Tablet gesucht haben. Und da ist ihnen wohl nur die Tastatur eingefallen. Das lag nahe, denn schließlich bietet Apple selbst – meines beschränkten iWissens zu Folge – keine integrierbaren Tastaturen an. Und die Anbieter von großartigen Android Tablets mit Tastatur verpassen es, darüber zu reden. Deshalb will ich das nun tun.

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