Projekte, Projekte – ich komm‘ nicht auf die Strecke

 

 

Normalerweise jammer ich ja hier nicht über Persönliches herum. Zwei aktuelle Texte geben mir aber nun den Anlass, es zu tun: ich komme derzeit nicht mehr zum Laufen. Jetzt merke ich langsam, was mir fehlt. Projekte zu Hause, Projekte beruflich, Projekte halbberuflich: Irgendwie geht es sich zur Zeit nicht aus. Mühsam quäle ich mich ab und zu über die sieben Kilometergrenze, am liebsten ausgeschlafen, bei schönem Wetter am späten Vormittag, wenn es warm ist. Da kamen mir jetzt zur Motivation folgende Texte gerade recht.

Mike Kleiß schreibt in seiner im Tagesspiegel-Kolumne „So läuft es“:

Laufen Sie einmal dieselbe Strecke an mehreren Tagen hintereinander. Sie werden die Strecke mal langsamer, mal schneller laufen. Mal wird es Ihnen sehr leicht fallen, mal werden Sie bereits nach der Hälfte der Strecke gefühlt Schnappatmung bekommen. Wenn Sie diese Schwankungen einfach zulassen, wenn Sie akzeptieren, dass der Körper seine eigene Dynamik hat, entfaltet sich das Gefühl von Gelassenheit.

Einige weitere schöne Gedanken von ihm zum Thema „Wir brauchen mehr Liebe beim Laufen!“ gibt es in einer anderen Ausgabe der Kolumne.

Und Julia Willich betrachtet in ihrem Medium Text unter dem Titel „Erster sein!“. Die Vorteile des Laufens unter anderen Aspekten als Bestzeiten.

Auch wenn Apps und Hypes, Trending Topics, Hashtags und dergleichen etwas anderes suggerieren, indem sie das Fitness- und Gesundheitsdiktat befeuern: Laufen ist viel mehr als Selbstoptimierung und Eitelkeit. Laufen ist draußen sein, Natur (die eigene und die uns umgebende) erleben. Laufen ist Wetter und Jahreszeiten. Alles, was wir haben, ist der Moment. Und den spürt man selten so wie beim Laufen in der Natur.
Es muss nicht gleich ein Halbmarathon oder Marathon sein. Eine halbe Stunde an frischer Luft in lächerlich langsamem Tempo ist mindestens genauso gut. Es muss nicht wichtig sein, Bestzeiten zu laufen oder Erster zu werden.

Danke liebe Autoren, für die motivierenden und aufmunternden Texte.

In dem Sinne: Strecke ich komme wieder, regelmäßig, bald!

 

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