Malcesine, Gardasee

Ein Nachmittag am Gardasee – Fotogeschichte

Der Gardasee bietet eine beeindruckende Lage inmitten beeindruckender Landschaft. Das führt zwangsläufig zu einem erheblichen Andrang von Touristen aller Art: allen voran der dazu viel zitierte Goethe (hier der Link auf seine Erlebnisse in Malcesine während seiner italienischen Reise 1786); heute sind es Segler, Surfer (Kite, Wind), Mountainbiker, Bergsteiger, Kletterer, Busreisende und viele „Wochende-an-den-Lago-Fahrer“ aus München.

Dennoch kann auch ich mich der Faszination dieses Sees nicht entziehen – ich zähle mich weder zur einen Art, noch zur anderen Art Tourist richtig. Seit 25 Jahren reise ich immer wieder für ein paar Tage nach Malcesine, immer zu anderen Jahreszeiten. Dieses Jahr im Spätsommer. Malcesine liegt am leichter befahrbaren Ostufer, am Ende des oberen Viertels des 52 km messenden Sees, zu Füßen des Monte Baldo, gegenüber die Kulisse des Uferortes Campione und der mächtigen Gipfel von Monte Zenone und Monte Caplone, die zwischen dem Lago di Garda und dem Lago  di Idro liegen. Über ihnen geht die Sonne unter, von Malcesine aus gesehen.

Eines Nachmittags entspann sich folgendes Naturschauspiel, das mit einem grandiosen Wetter begann und in einem unerwartet spektakulären Sonnenuntergang endete – wer auch immer es inszeniert hat… grandios.

Alle Bilder wurden aufgenommen am 19. September 2016 mit Olympus OM-D E5 MII. Die Bilder wurden als JPEG der Kamera entnommen; teilweise wurden interne Einstellungen der Kamera benutzt, um die Belichtung zu korrigieren, es erfolgte keine weitere Nachbearbeitung.

Eine Nutzung der Bilder ist nur mit meiner ausdrücklichen Erlaubnis gestattet.

PS: Die Bilddarstellung war ein Test und wird wieder bzw. noch optimiert. Wenn jemand Tipps hat, gerne.

 

 

 

 

Baltrum, Ostfriesland, Nordsee

Urlaub zweiter Teil – Baltrum Impressionen

Mit einer Woche Pause folgen nun die Impressionen von der zweiten Inselwoche. Das Wetter war auf Baltrum, im Gegensatz zur Woche vorher, vom 28. August bis 3. September deutlich „nordseeiger“: nicht mehr heiß, sondern sonnig, wolkig, zwischendurch und auch mal etwas windig. Das gab Zeit für längere Spaziergänge; zwei, drei Abende brauchte man für den Sonnenuntergang sogar einen dicken Pullover. Für das südliche Landei ist oft schwer absehbar, wie sich ein Sonnenuntergang entwickeln wird. Von glutrotem Ball, der im Meer versinkt, bis zu flauen, farblosen Wolken hatten wir alles. Die Rückfahrt begann wie die Ankunft: im dichten Nieselregen. Und am wichtigsten: der Urlaub war mindestens so schön, wie die Bilder.

Baltrum, Ostfriesland, Nordsee

Das wichtigste, was der Tourist morgens zu tun hat: von der Deichscharte aus nachsehen, ob das Meer noch da ist.

Baltrum, Ostfriesland, Nordsee

Das wichtigste einer Nordseeinsel: der Deich. Sieht nicht nur schön aus, sondern bricht die Kraft der Wellen.

Baltrum, Ostfriesland, Sonnenuntergang

Mindestens so schön, wie der Sonnenuntergang selbst: die Wolken kurz danach.

Baltrum, Ostfriesland, Nordsee

Die Wolken der anderen Seite, Richtung Festland. Vor dem Deich liegt der Flughafen.

Baltrum, Ostfriesland, Nordsee

Jeden Abend anders, immer wieder schön: der Sonnenuntergang.

Baltrum, Ostfriesland, Nordsee

Spaß für Jung und Alt: zu Fuß zur Sandbank bei Ebbe.

Baltrum, Ostfriesland, Nordsee

Hier endet der bewachte Schwimmbereich. Boot fahren dahinter ist natürlich erlaubt.

Baltrum, Ostfriesland, Nordsee

Und noch einer, wirklich ein roter Ball, der im Meer versinkt. Kitschig, in echt aber nur noch schön.

Baltrum, Ostfriesland, Nordsee

Blick auf die Deichpromenade Richtung Norderney nach Sonnenuntergang.

Baltrum, Ostfriesland, Nordsee

Sonnenuntergang hin oder her: die Wäsche muss trocknen im Seewind.

Baltrum, Ostfriesland, Nordsee

Unterwegs in den Dünen, mehrere Wege führen ans andere Ende der Insel. Das bietet Abwechslung, nicht nur bei schlechtem Wetter.

Baltrum, Ostfriesland, Nordsee

Abschied von der Insel: Bis zur Ankunft am Festland begleiteten uns die Möwen.

Alle Bilder aufgenommen mit Olympus OM-D E5 M2. Für die Teleaufnahmen im Sonnenuntergang habe ich nur die 50mm Brennweite des Zooms zur Verfügung (100mm Kleinbildformat). Alle Bilder wurden mit Snapseed (App für Android) geringfügig nachbearbeitet. Der Upload per WordPress App hat diesmal nicht funktioniert: die Bilder ließen sich nach dem Hochladen am Tablet nicht mehr nachbearbeiten: der Speichern-Button hat einfach gefehlt.

Im Urlaub – Impressionen der ersten Woche

Endlich Zeit zu spielen: Fußball im Sonnenuntergang, Sandburg bauen, Speedminton (die windverträglichere Variante von Badminton) und mal wieder gründlich zu lesen. Aber auch die Technik ausreizen: Fotoapparat, Smartphone und Tablet. Insbesondere heute am Sonntag, da nicht nur Ironblogger-Termin ist, sondern auch seit halb neun gestern Abend, bis jetzt, ein Uhr am nächsten Tag, dauerndes Donnergrollen, Blitze und Regenschauer.

Baltrum, Seehund, Inselglocke

Zwischen Seehund und Inselglocke zieht das Gewitter auf.

Baltrum, Westdorf, Sonnenuntergang

Tags zuvor: ein traumhafter Sonnenuntergang über dem Westdorf.

Sonnenuntergang, Baltrum

Kann es noch mehr Urlaub geben: Fußball im Sonnenuntergang.

Sonnenuntergang, Baltrum

Caspar David Friedrich an der Nordsee: Sonnenuntergang an der Bune.

Baltrum, Deich

Hinter dem Deich unter den Wolken: Baltrum.

Baltrum, Möwe

Ankunft bei Nieselregen, trotzdem eine Möwe am Strand aufgescheucht.

Alle Fotos (bis auf die Möwe) mit Olympus OM-D E5M2, Lieblingsobjektiv derzeit: Lumix DG Summilux 15mm, 1,7 für Fotos auch bei einbrechender Nacht, knallscharf und knackig. Die Möwe wurde fotografiert mit Huawei P9 plus Smartphone mit nachträglicher Blendeneinstellung. Upload – mal sehen, ob es klappt – mit der WordPress App von Automattic von einm Google Pixel C Tablet.

„Und wo das Wasser talwärts rinnt…

… wia von am Gletscher im April“ singt der Austrorockbarde Rainhard Fendrich in seiner inoffiziellen österreichischen Hymne „I am from Austria„. Damit sind meine schönsten Orte eigentlich ganz gut beschrieben, auch wenn sie nicht immer in Österreich liegen.

In vielen Beiträgen zur Blogparade „Eure schönsten Orte“ von Markus Scholz vom Outdoor-Blog spielen Wasser und Berge eine Rolle. Für mich ist es jedoch nicht der Meeresstrand mit Sonnenuntergang oder die tosende Brandung oder das Gipfelkreuz oder die Aussicht. Für mich zählt die Verbindung aus Bergen und fließendem Wasser zu meinen schönsten Orten: kleine oder größere verwunschene Bäche oder Flusstäler mit kleinen oder größeren Wasserfällen und Gumpen.

Das kann an einem späten Frühsommernachmittag der einsame Wasserfall am Ende der Wolfsschlucht sein, in der toskanischen Sommerhitze eine mit Schwemmholz gefüllte Gumpe, das ausgiebige Bad im kühlen Fluss nach einer viertägigen Bergtour auf Korsika oder der heiße Sommertag in der Aschauer Klamm.

Wolfsschlucht

Wolfsschlucht

Geheimtipp gesucht und gefunden

Einen echten Geheimtipp dazu bot vor Jahrzehnten der Reiseteil der Süddeutschen Zeitung. Mit dem Motorrad war der Autor durch Südfrankreich in den Hügeln und kleinen Bergen rund um Carcassone unterwegs. Er schwärmte in seinem Artikel von einer paradisischen Gumpe und einem ausschließlich Bikern vorbehaltenen Campingplatz in der Nähe (vermutlich handelt es sich um den Gegend der Corbières). Vor über zwanzig Jahren ohne Navi und Google Maps im VW Bus unterwegs, versuchten wir, die beschriebene Badestelle im verwunschenen Flusstal auf der Karte zu identifizieren.

Nur: Es gab sie nicht; zumindest nicht so, wie in dem Beitrag beschrieben. Weiterlesen

Outdoor-Kulturtipp: Spoerri Skulpturengarten in der Toskana

Schnittkanten an den Olivenbäumen leuchten golden, erst recht bei dem Wetter.

Schnittkanten an den Olivenbäumen leuchten golden, erst recht bei dem Wetter.

Ostern in der Toskana hat aufgrund der Überraschungen, die das Wetter bieten kann, immer etwas spannendes. Es kann schon fast sommerlich warm werden, andererseits habe ich im April auch schon in tieferen Lagen Schneeregen erlebt.

Letzteres Wetter kam mir bei dem Aufruf zum „Outdoor-Kulturtipp“ in den Sinn, denn Outdoor verbindet man ja immer mit etwas Anstrengung und Abenteuer, also für den Stadtmenschen Unbequemlichkeit im weitesten Sinne. Wir hatten also Novemberwetter zu Ostern Ende März 2008 erwischt, weshalb wir mal aus der Bude mussten, trotz Schneeregen und kühlem Wind.

Dafür sorgte das Wetter für eine ganz besondere Stimmung im Garten von Daniel Spoerri. Der Skulpturenpark wurde von dem Schweizer Künstler Anfang der 90er Jahre angelegt und ist seit 1997 zu besichtigen (von Ostern bis November). Er liegt an den Hängen des Monte Amiata, der aufgrund des schlechten Wetters manchmal schneebedeckt durch die Wolken spitzte. Weiterlesen

London in vier Stunden, das geht…

Blick auf The Shard, mit 310m das höchste Gebäude der EU

Blick auf The Shard, mit 310m das höchste Gebäude der EU. Im Hintergrund die Tower Bridge.

Auch wenn meine Ironblogger Kollegen schon kräftig, für die Blogparade zu München schreiben, so will ich mich heute doch kurz mit London beschäftigen. Offen gesagt, habe ich nie richtig Zugang zu London gefunden. Einige Spots haben mir gefallen: die Flohmärkte um die Camden Locks etwa oder der Stadtteil Notting Hill. Aber insgesamt hat sich die Stadt mir nicht geöffnet. Unlängst hatte ich dann anderthalb Tage in London beruflich zu tun, und konnte mir einen halben Tag Urlaub aus den Rippen schneiden. Nur, was macht man in einer Weltstadt wie London mit vier Stunden (wenn man die Standardfahrten mit den Touristenbussen, die mittlerweile alle Städte der Welt durchfahren, vermeiden will)?

Meine Devise ist immer: am besten zu Fuß erkunden, ob die Sehenswürdigkeiten noch da stehen, wo und wie sie sollen. Dazwischen entdeckt man immer noch anderes. Nun also London: ein Blick auf den Stadtplan zeigt, dass man an der Themse entlang zwischen Tower Bridge und Westminter Palace (Parlament), schon einen Großteil der wichtigen Monumente passiert. Was ich nicht wusste, wie es an der Themse entlang geht.

Tower Bridge von Bankside aus gesehen.

Tower Bridge von Bankside aus gesehen.

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Silvester von der Hackerbrücke München

Schlitten und Rodel Tipp – Bilder der KW #52

Dass Weihnachten und die folgenden Feiertage fast ohne Schnee stattfanden, hatte auch sein Gutes: Statt früh mit allen anderen auf die Piste zu müssen, durfte man die Feiertage entspannt genießen. Später kam sie ja dann noch, die weiße Pracht, aber nur für kurze Zeit, wie sich zu Beginn der zweiten Kalenderwochen nun zeigt. Fürs Schlitten fahren gab es gerade genug Schnee bis zum 28. Dezember:

26.12.: 1425m hoch am Unternberg in den Chiemgauer Alpen und trotzdem kaum Schnee

27.12.: 1425m hoch am Unternberg in den Chiemgauer Alpen und trotzdem kaum Schnee

 

Schlitten- und Rodeltipp 1: Unternberg hinter Ruhpolding in den Chiemgauer Alpen. Sehr leicht zu erreichen von der Autobahnausfahrt Traunstein Richtung Ruhpolding und im Ort dann rechts; bei frischem Neuschnee ist der Parkplatz aber nur mit guten Winterreifen zu erreichen. Ein Sessellift mit Schlittenverleih bringt die Schlittenfahrer nach oben, wahlweise kann der Fahrweg, der im Winter zur Rodelbahn wird, auch zum Aufstieg zu Fuß benutzt werden (deshalb Vorsicht bei der Abfahrt). Oben erwartet einen die gemütliche Unternbergalm mit leckerem Essen und einer schönen Lage. Die Abfahrt auf dem Schlitten geht über knapp 5 km mit kontinuierlich mit mäßigem Gefälle und ohne große Schwierigkeiten bergab. Die letzte Abzweigung erfolgt allerdings im spitzen Winkel und sollte nicht übersehen werden, damit man wieder am Parkplatz bzw. der Talstation ankommt. Auf Skiwanderer muss Rücksicht genommen werden, denn für sie ist der Unternberg ebenfalls ein beliebter Berg, seitdem der Sessellift keine Skifahrer mehr transportiert.

26.12.: Endlich etwas Schnee, Rodel noch nicht gut

27.12.: Endlich etwas Schnee, Rodel noch nicht gut

Schlitten- und Rodeltipp 2: Die Staffn-Alm hinter Marquartstein, ebenfalls in den Chiemgauer Alpen. Anders als die Unternberg-Alm handelt es sich um ein großes, voll ausgebautes und ausgestattes Berggasthaus. Trotz großen Andrangs war die Bedienung flott und das Essen lecker. Hier geht es mit dem Sessellift der Hochplattenbahn mit Schlittenverleih oder auch wahlweise zu Fuß bergauf. Der Fußweg hat den Vorteil, dass er abseits der Rodelbahn verläuft und keine Skitourengeher unterwegs sind. Der Anstieg ist allerdings für eine einfache Wanderung verhältnismäßig steil und war schon bei den schlechten Schneebedingungen mühsam. Die über 3,5 km lange Rodelabfahrt ist flott, stellenweise geht es eng um die Kurven und an manchen Stellen ist die Sicherung durch Polster an den Bäumen und Fangnetze sicher nicht schlecht. Mit entgegenkommenden Fußgängern ist trotzdem zu rechnen, wie wir feststellen mussten.

Rodel mit mehr Schnee von der Hochplatte

28.12.: Rodel mit mehr Schnee von der Hochplatte

 

 

 

 

 

Blick auf die Mercedes-Benz Arena und die Wolkenkratzer

China Art Museum in Shanghai mit moderner deutscher Kunst

China Expo Pavillon in Shanghai

China Expo Pavillon in Shanghai

Eine Fläche von rund 23 Fußballfeldern umfasste die gesamte Ausstellungsfläche des China Pavillons auf dem Gelände der Expo 2010 in Shanghai, nämlich 166.000 Quadratmeter. Soweit sind sich die Wikipedianer einig. Was davon jedoch als Ausstellungsfläche des China Art Museum gezählt werden darf, das sich jetzt im Gebäude befinden, muss jemand anders beurteilen.

Ausstellungsfläche: 8 Fußballfelder groß

Morgendliches Anstehen nach Einlass

Morgendliches Anstehen nach Einlass

Es ist wohl so, dass sich der Louvre mit einer Ausstellungsfläche von über 60.000 qm (ca. 8,5 Fußballfelder) größtes Museum der Welt nennt, in der  englischen Wikipedia werden für das China Art Museum 64.000 qm angegeben. Letztendlich aber ist der auch „Krone des Orients“ genannten Bau einfach nur eines: imposant. Bisher kannte ich ihn nur von der Ferne, vom anderen Ufer des Flusses an dessen zwei Ufern unter der Lupu Bridge, die Expo stattfand. Wenn man aber selbst davorsteht, merkt man erst, welche Dimensionen der Bau tatsächlich hat. Damit passt er sich also der Größe der Stadt angemessen an.

Umso kurioser, wenn man das China Art Museum besucht, um sich eine Ausstellung deutscher Künstler anzusehen.

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Powerstation of Art – große Räume für große Kunst in Shanghai

 

Alle Jahre wieder – immer das Gleiche, nie dasselbe: auch dieses Jahr weilte ich aus privaten Gründen wieder für einige Tage in Shanghai. Den Abschluss bildete wieder ein Besuch in der Powerstation of Art, die ich wirklich jedem nur einigermaßen kulturinteressiertem Shanghai-Besucher ans Herz legen kann. Ich habe dies auch vor einem Jahr in diesem Blog getan, auch damals im Rahmen der Blogparade von Tanja. Der diesjährige Besuch zeigt aber, wie wichtig es ist, sich nicht nur auf den ersten Eindruck zu verlassen. Deshalb nutze ich auch dieses Jahr wieder Tanjas Blogparade um meine Eindrücke zu schildern.

Während ich im letzten Jahr die relativ einsame Ausstellung zeitgenössischer chinesischer Künstler beschrieb, zeigt die Ausstellung diesmal Werke von Cai Guo­-Qiang (nur noch bis 26.10.2014). Den Namen kannte ich bisher nicht – ich bin halt kein Experte für Feuerwerk und Schießpulver. So viel sei schon verraten: Cai Guo­-Qiang hat das Feuerwerk zur Eröffnung der Olympischen Spiele 2008 in Peking komponiert (das Amateurvideo von den Proben (!) gibt einen guten Eindruck, die offizielle Großprojektion in der Ausstellung hat natürlich für noch mehr Gänsehaut gesorgt).

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