Eingang zur Messe Nürnberg

Bilder der KW9

In der neunten Kalenderwoche war ich für meine Verhältnisse viel unterwegs. Das brachte frühes Aufstehen und längere Zugfahrten, die ich schätze, mit sich. Die erste Tagesreise ging auf die Messe Nürnberg, Start war an einem saukalten Tag um halb sieben in der Früh.

Die zweite Reise der Woche startete am Freitagnachmittag und ging auf eine Veranstaltung in der Nähe von Zürich. Das bedeutet für mich eine Bahnfahrt von knapp sechs Stunden. Dafür hatte ich diesmal die Chance, ab Innsbruck im Gotthard Panoramawagen der Schweizer Eisenbahnen unterwegs zu sein: Durch die Strecke über den Arlberg ist Aussicht garantiert.

Traunstein Panorama

Coworking kommt nach Traunstein

Coworking in Traunstein, kann das funktionieren – vielleicht, hoffentlich,wahrscheinlich. Die Organisatoren von B1 connect, so der geplante Name, haben offensichtlich lange darüber nachgedacht und auch betriebswirtschaftliche Überlegungen angestellt, die dafür sprechen, dass es gut gehen könnte. Den Anfang machte diese Wochenende ein Barcamp, geplant für Samstagabend und Sonntagvormittag. Samstagabend handelte es sich aber eher um einen gemeinsamen Erwartungs- und Ideenaustausch in großer Runde. (Was sich Sonntag noch abspielte, kann ich nicht berichten, da ich keine Zeit hatte, dabei zu sein; im Gegensatz zum Bürgermeister, der angekündigt war.) UPDATE: Wolfgang hat seine Zusammenfassung zum Sonntag freundlicherweise unten als Kommentar gepostet. Vielen Dank dafür.

Eröffnung Coworking Traunstein B1 Connect

Initiator und Organisator des (hoffentlich) zunkünftigen Traunsteiner Coworking Space B1 Connect, Thomas Fernsebner, bei seinen einleitenden Worten. Kleines aber feines Detail am Rande: Prezi statt Powerpoint, das lässt hoffen 😉

Samstagabend waren gut 20 Teilnehmer in die geplanten Räumlichkeiten im ersten Stock in der Bürgerwaldstraße 1 in Traunstein gekommen; daher auch der Name B1 abgeleitet von der Hausnummer. Die Kennenlernrunde im Stuhlkreis zeigte auch gleich die Interessenlagen auf:

  • freiberufliche Wissensarbeiter, vornehmlich aus der IT-, Kreativ- und Beratungsbranche, die nicht mehr alleine im Büro sitzen wollen; die Ansprache für Erfahrungsaustausch, Horizonterweiterung, Denkanstöße und auch konkrete Unterstützung suchen;
  • interessanterweise auch einige Home-Office-Arbeiter, die nach Abwechslung von einsamen Home-Office-Tagen suchen (da war ich nicht alleine);
  • zukünftige “zugroaste” Freiberufler auf der Suche nach Kontakten und Büro;
  • Wissensarbeiter, die eigentlich lieber im Kaffeehaus arbeiten würden, aber etwas passendes in Traunstein nicht finden; und zugleich noch Räume für Workshops suchen;
  • Traunsteiner Unternehmer, Politik und Heimatverbundene, die möchten, dass ehemalige Traunsteiner wieder zurück kommen, wenn sie die Welt gesehen haben;
  • und tatsächlich ein (Noch-nicht-) Abiturient auf der Suche nach Unterstützung für seine Geschäftsidee; er avancierte zum gefragten Gesprächspartner auf die Frage, ob Traunstein wirklich zum Auswandern sei;
  • Traunstein-Rückkehrer, die von dem Standort schwärmten; immer wieder wurde hervorgehoben, dass man wohnen könne, wo andere Urlaub machen, in der Nähe von Bergen und Seen; ohne die Kosten, die Hektik und die Enge einer Großstadt wie München.

Insgesamt hörte man bei allen ein bisschen die Hoffnung raus, etwas Start-up-, Gründer und Networking-Euphorie auch in das Herz des Chiemgaus zu bringen. Berlin, Hamburg, London, USA – waren viel gehörte Ziele für Auswanderer der Wissens- und Kreativbranche; Salzburg, Rosenheim und München tauchten nur als Zwischenstationen auf dem Weg in die weite Welt auf. Gleichzeitig berichtete jedoch die Vertreterin der Wirtschaftsförderung über ähnliche Angebote in Murnau und Kempten, die erfolgreich seien. Sie machte auch Hoffnung, die rund um Traunstein ansässigen Unternehmen als Unterstützer gewinnen zu können – auch mittelständische Hidden Champions sind schließlich auf der Suche nach unverbrauchten, neuen Ideen.

Eröffnung Coworking Traunstein B1 Connect

Bürgerwaldstraße 1 wird (hoffentlich) der zukünftige Coworking Space in Traunstein. Das Gebäude sieht schon passend aus und die Räume auch.

Der Initiator und Organisator Thomas Fernsebner schreckte auch vor einem Vergleich mit München nicht zurück: er geht von einem Einzugsgebiet rund um Traunstein mit 170.000 Einwohnern aus. Er betonte auch mehrfach, dass die Idee nicht ein Mietbüro wie eine Legebatterie sei, sondern tatsächlich viel offener Raum für den Austausch und Gesprächsgelegenheiten; Vernetzung und Unterstützung liegen ihm am Herzen – im Mittelpunkt dürfte nach dem Gehörten die Kaffeemaschine als Ort des Zusammentreffens stehen.

Ein tolles Projekt, wie ich finde; neben Blogger im Chiemgau eine weitere attraktive Idee, die Chancen des Internet-Zeitalters auch für wunderschöne Regionen wie Traunstein nutzbar zu machen. Dank nicht nur dem Organisator, sondern auch dem Eigentümer des Gebäudes, der die Räumlichkeiten schon mal vorab für das “Barcamp” zur Verfügung stellte, und Dank der Brauerei Wochinger für das Sponsoring mit gutem Traunsteiner Bier (übrigens eine von drei aktiven Privatbrauereien im Stadtgebiet… da kann man öfter Barcampen 😉 )

Und wenn ich etwas missverständlich wiedergegeben oder vergessen haben sollte, bitte einfach als Kommentar ergänzen oder Mail an mich.

Update 18. März 2018: Eine konkrete Anmeldung zum Coworking Space in Traunstein ist jetzt möglich. Details auf Facebook.

Schönramer Filz in Oberbayern Hochmoor mit Moorsee

Das Hochmoor zum Bier

Ein Ausflug zum traumhaften Heiligdreikönigtag musste sein – das dachten wir uns und mit uns Millionen andere, so schien es beim Blick auf Straßen und Parkplätze. Das Wetter bescherte uns im südlichen Oberbayern strahlend blauen Himmel bei herrlicher Fernsicht und gefühlten mehr als 10 Grad Wärme am 6. Januar 2018. Kein Wunder also, dass auch alle, die sonst in der Stube hocken, unterwegs waren – mit Kind und Kegel, schließlich war Feiertag, der letzte in den Weihnachtsferien, und damit nochmal die Chance auf einen Ausflug in großer Familie bei herrlichem Wetter.

Um Omas, Opas, Tanten, Onkel, Kinder und Säuglinge jedweden Alters mit ohne Gehhilfen jeder Art sicher auf den Weg zu bringen, braucht es einen solchen, der dafür geeignet ist. Wir haben uns für den im Schönramer Filz entschieden.

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#bloggerproalpenplan – und wo sind die anderen

Vor einiger Zeit diskutierte ich mit Nadine von Kulturnatur, dass sich die Münchner Bloggeria unter anderem auch dadurch auszeichnet, dass sie unpolitisch ist. Sie meidet, sofern sie nicht von politischen Ambitionen begleitet ist, Konflikte. Entsprechend sind auch die Themen: Essen, Sport, Outdoor, Kultur. Beliebt sind Tipps für ein schöneres und besseres Leben, vor allem in der Freizeit. Ich erinnere mich auch an Diskussionen über den Trend zum “positiv” bloggen. Wenn es etwa um Testprodukte oder unterstützte Veranstaltungen geht, vermeiden “Positivblogger” negative Kritik und konzentieren sich in ihren Beiträgen auf positive Aspekte.

Umso überraschter war ich nun, dass sich tatsächlich mittlerweile über 100 Blogger öffentlich für den Erhalt des Alpenplans stark machen. Insbesondere Outdoorblogger fühlen sich offenbar animiert, gegen die Aufweichung der jahrzehntealten Schutzzonen stark zu machen. Gleichzeitig stellen sie sich damit gegen die Ausbaupläne für das Skigebiet am Riedberger Horn, die von der Landtagsmehrheit der CSU beschlossen wurde.

In der Folge wurde und wird übrigens Befürchtung laut, dass damit das Signal für weitere derzeit gestoppte Ausbauprojekte gegeben wurde; beispielsweise hier bei mir, quasi um die Ecke, für die Verbindung des Heutals mit dem Skigebiet Winkelmoosalm/Steinplatte, die seit einiger Zeit auf Eis liegt.

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Traunstein, Hochfelln

Bild der Woche

Nebel am Simsee

Nebel am Simsee wieder bei der Vorbeifahrt mit dem Zug Richtung München aufgenommen. Es deutet sich an, dass es der letzte Herbstnebel vor dem Winter war.

Aufgrund des schlechten Wetters am Wochenende war so viel im Haus(halt) zu tun, dass keine Zeit zum bloggen war. Deshalb bleibt es bei drei Bildern der Woche: Nochmal ein traumhafter Nebel-Sonne-Morgen bei der Zugfahrt nach München, ordentlich Schnee auf dem Hochfelln und nur wenig Lichtblicke über, aber viel Wasser in der Traun.

Traunstein, Viadukt

Traunstein am Viadukt: wenig Lichtblicke, dafür viel Wasser. Zeit, es sich drinnen gemütlich zu machen; mit aller Arbeit, die dazu gehört.

Traunstein, Chiemgau, Ettendorf

Spaziergänge am Chiemsee, in Traunstein und Umgebung

Nachdem die Chiemsee-Bilder schon auf Instagram erfolgreich waren, möchte ich hier noch ein paar Bilder der letzten Tage ergänzen. Es gilt, wie immer, der Satz:

Die beste Kamera ist die, die man gerade dabei hat.

(Angeblich von Elliott Erwitt, zeitweise Präsident der amerikanischen Fotoagentur Magnum.)

Entweder hat das Wetter nicht für die große Ausrüstung motiviert oder der Familienspaziergang ließ keine Motivsuche erwarten. Die Bilder sind deshalb alle mit dem Smartphone, Huawei P9 plus, entstanden.

Es wurde bei seiner Neuerscheinung ja gelobt für seine doppelte Linse und die Zusammenarbeit mit Leica bei der Kameraentwicklung, vermutlich der Software, weniger der Optik. Die Software ist dann auch gut gelungen und bietet viele Einstellmöglichkeiten. Mit dem zweiten Sensor kann beispielsweise nachträglich die Tiefenschärfe verändert werden. Kleines Manko ist allerdings, dass die Kamera gute Lichtverhältnisse benötigt; bei schlechtem Licht braucht es Erfahrung und Glück, dass das Bild etwas wird.

Zu den Motiven: die Bilder vom Chiemsee sind entstanden zwischen Chieming und dem Campingplatz Seehäusl. Bei der Kirche handelt es sich um das Ettendorfer Kircherl bei Traunstein aus dem 15. Jahrhundert, bekannt durch den jährlichen Georgiritt. Details zur Kirche und dem Georgiritt gibt es beim Blogger-Kollegen Bernhard Strasser. Für mich ist das Kircherl quasi hinter der Haustüre, deshalb wird das Motiv wohl noch öfter auftauchen.

 

Mit dem Zug im Herbst durchs Chiemgau

Pendeln im Herbst

Hier geht es nicht um Esoterik, sondern ums Zug fahren, und zwar im Herbst. Seit einiger Zeit pendle ich regelmäßig auf der Strecke Salzburg-München.  Dort fährt der Meridian oder der Eurocity der Deutschen Bahn. Zugfahrten an sich schätze ich, da ich mich auf mich konzentrieren kann und nicht auf andere Verkehrsteilnehmer achten muss. Im Meridian habe ich in der Früh das Glück, aufgrund des Einstiegs eine gute Stunde vor München, immer einen Sitzplatz mit Tisch und Steckdose zu ergattern. So kann ich bequem lesen oder arbeiten oder arbeiten und lesen und nebenbei zur Sammlung, zur Besinnung aus dem Fenster schauen. Wenn Jahreszeit und Wetterstimmung passen, kann es allerdings sein, dass ich am Fenster hängenbleibe. So geschehen in den letzten Tagen des goldenen Oktobers. Wie schöne wäre es, ich könnte all diese Momente in Ruhe mit einer ordentlichen Kamera und nicht nur durch die Zugscheibe festhalten. So bleiben leider nur die Aufnahmen per Smartphone und etwas Nachbearbeitung mit Snapseed.

 

Salt and the City

sbgatc17: Das Salz in der Blogosphäre

Salt and the City

Begrüßung durch die Organisatorinnen der Bloggerkonferenz Salt and the City in Salzburg

So versteht Google nie, was ich meine. Das zumindest ist sicher: ein lokaler Hashtag (Salzburg and the City 2017) und zwei Begriffe von denen einer nichts mit dem anderen zu tun hat. Das muss Google verwirren. Kürzlich habe ich irgendwo gelesen, dass die künstliche Intelligenz, die Google derzeit bieten kann, auf dem Niveau eines sechsjährigen ist. Das heißt Ironie, Wortspiele und subtile Andeutungen gehören noch nicht zum Denkumfang der im deutschsprachigen Raum beliebtesten Suchmaschine. Und jetzt auch die Keywords, Salz und Blogger nicht in den drei ersten Sätzen verwendet, so wird das nie etwas…

Salt and the City: Instawalk am Freitag. Mit Siemens Österreich durch die Altstadt. Im Bild: Fremdnutzung eines Siemens Pollers.

Salt and the City: Instawalk am Freitag. Mit Siemens Österreich durch die Altstadt. Im Bild: Fremdnutzung eines Siemens Pollers.

Auf die richtige Prise SEO kommt es an

Das war auch die Erkenntnis, des SEO-Vortrags auf der Salzburger Bloggerkonferenz “Salt and the City”, die am Samstag, 30. September 2017, stattfand. Christoph Huber wollte mit SEO-Mythen aufräumen und verunsicherte uns dabei eigentlich wieder alle, denn einen fixen Regelkatalog gibt es nicht. Von allem etwas, aber nicht zu viel und nicht zu plump, denn das merkt selbst ein sechsjähriger, also die jungen Google-Algorithmen. Aber wonach sollen sich Blogger richten? Letztendlich, an Standards halten, so dass der Google-Seitenleser (Crawler) alles versteht; und Keywords eindeutig verwenden.

In Frage gestellt wurde etwa die Notwendigkeit von Tags in Blogs, insbesondere, da in WordPress für jeden Tag eine neue Seite angelegt wird – das macht es für den Crawler mühsamer eine Seite zu durchsuchen. Für die strukturierte Ordnung empfahl Huber auf die unkontrollierte Verwendung von Tags zu verzichten und stattdessen die Kategorien einzusetzen.

Salt and the City: SEO-Mythen entzaubert

Salt and the City: SEO-Mythen entzaubert

Und vor allem gilt: relevant sein. Allerdings, der Vortrag zur Relevanz fehlte, wie in so vielen Konferenzen. Auch auf die Frage, wie man mit einem Apfelstrudelrezept, dem Tausendsten oder Zehntausendsten, relevant werden könnte, wusste niemand so recht eine Antwort. Erschwerend kommt hinzu, dass bei populären Themen, Backen, Reisen, Kochen,Mode etc., viele kommerzielle Anbieter unterwegs sind, die sich mittels bezahlter Werbung bei den Nutzern nach vorne spielen und dadurch Klicks generieren, die von Google wieder als Relevanz bewertet werden (oder auch nicht, wer weiß das schon…). Ein Vortrag, der hoffentlich dabei hilft, SEO als das einzuordnen, was es ist: eines von mehreren Werkzeugen sichtbar zu werden, aber nicht das allein selig machende Tool zum Erfolg.

Die richtige Stimme würzt jeden Vortrag

Den Einstieg machte am Samstag um zehn Uhr Arno Fischbacher. Der Stimmcoach erinnerte uns gleich zu Beginn wieder an die vielen Fremdschäm-Videos auf YouTube. Verkorkste Haltung und verklemmte Stimme bedingen einander und führen zu peinlichen Auftritten. Manche, die Experten in ihrem Fachgebiet sind, glauben es reicht, einfach mit Kamera und Mikro draufzuhalten; stimmt nicht sagt Fischbacher: “Voice sells”.

Salt and the City: Voice Sells mit Arno Fischbacher

Salt and the City: Voice Sells mit Arno Fischbacher

Während der Vortrag am Anfang etwas Columbo-Like von da nach dort schlingerte, nahm er nach dem ersten Drittel Fahrt auf und schärfte das Bewusstsein dafür, dass Körperhaltung und Stimme miteinander verbunden sind; und dass der Raum, der den Vortragenden umgibt, mit der Stimme “gefüllt” werden muss. Der professionelle Redner, Coach, Schauspieler und Sprecher gab selbst die besten Beispiele: Schnellsprecher, Leiseredner, Äh-Sager usw. Lässt sich in 45 Minuten die Stimme trainieren – sicher nicht; aber es lässt sich das Bewusstsein dafür schärfen, was eine gute Stimme ausmacht und dass es Wege gibt, dorthin zu kommen. Ein gelungener Start in den Konferenztag.

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Traunstein, Blick

Ich bin dann mal wieder da…

Wenn es im Blog ruhiger wird, ist es erfahrungsgemäß woanders etwas weniger ruhig. So auch bei mir: nicht nur die familiäre Anbindung des Autors an Partnerin mit K1 und K2 als sogenannten “Beutekindern”, sondern auch mit K3 als eigenem Nachzügler, verändern den Lebensrhythmus. Auch der Standort hat sich verändert, da natürlich für eine fünfköpfige Familie inklusive Baby die zentrale Stadtwohnung nicht mehr ideal erschien.

München, Blick

Letzter Blick von der Münchner Terrasse auf Alten Peter und Neues Rathaus (zwischen den Häusern im Hintergrund; in Wirklichkeit stehe ich schon auf der Fläche der Nachbarn).

Statt, wie die letzten zwei Jahre, aus der Mitte der bayerischen Landeshauptstadt bloggt und arbeitet* der Autor nach dem im Juni abgeschlossenen Umzug nun vornehmlich aus dem Herzen des Chiemgaus in Oberbayern. Ich sitze nun in der Kleinstadt Traunstein (20.000 Einwohner), rund zehn Kilometer östlich des Chiemsees gelegen, knapp 40 Kilometer vor der bayerisch-österreichischen Grenze bei Salzburg und damit ziemlich genau 100 Kilometer von München entfernt. In Kürze: Leben und Arbeiten, wo andere Urlaub machen.

Traunstein, Blick

Wenn es im Dachgeschoß nicht zu heiß ist, bietet sich mir dieser Blick von meinem Schreibtisch.

So ist die Lage. Und sie ist nicht schlecht. Ich besinne mich auf den Blog zurück aus mehreren Gründen: abgesehen von der Grundmotivation (selbstbestimmtes Publizieren im Internet) bin ich

  • Mitglied im Bloggerclub e.V. und sollte alleine deshalb wieder etwas Schwung auch in meinem Blog bringen;
  • soeben wieder “aktives Mitglied” der Ironblogger München geworden (habe mich also von 30 Euro Schulden befreit und bin nun wieder in der wöchentlichen Blogpflicht), schätze allerdings die Gesellschaft der Ironblogger sehr, weshalb es mich in die Runde zurück zog;
  • auf das erste Treffen der Chiemgau-Blogger eingeladen, was ich unbedingt unterstützen will;
  • für Salt and the City angemeldet, die “Blogger-Konferenz aus Salzburg. Von Bloggern für Blogger.” Da sollte man selbst auch bloggen.
  • auf einigen anderen Social-Media-Kanälen vertreten, u.a. Twitter, für die ein Blog die ideale Ergänzung ist.
  • beruflich unter anderem auch in Sachen Social Media unterwegs und mache etwas mit Medien und viel mit Content. Weitere Erfahrung mit einem eigenen Blog schadet da nicht.
  • immer noch am ausprobieren und möchte noch Storytelling-Tools und Podcast mit in meinem Blog einbringen (deshalb heißt der Blog auch mit vollem Namen “pflugblatt beta” weil er nie fertig ist, genauso wie die Beiträge);
  • last but not least über einige interessante Blogprojekte gestolpert, die mich darauf gestoßen haben, dass mir mein eigener Blog doch auch wichtig ist, z. B. die “Zeit für Optimisten”, die “Blogs wieder great machen” will.

Drückt mir die Daumen, dass ich es schaffe. Bis spätestens nächsten Sonntag wieder in diesem Theater. Übrigens: ich werde kein Mami-, kein Papi- und kein Chiemgau-Blogger werden, sondern werde ein “über-alles-mögliche-bloggen”-Blogger (S. Dehler) bleiben.

* zum Thema “Arbeiten”: Ich halte mich für einen “hyperprivilegierten” Arbeitnehmer, da in meiner Agentur die Präsenzpflicht quasi aufgehoben wurde und das Motto “Vertrauensarbeitszeit und Vertrauensarbeitsort” (so nennt es Microsoft) maximal ausgeschöpft werden kann. Ich pendle im Durchschnitt zwei Tage die Woche von Traunstein ins Büro in die Münchner Innenstadt oder auf Termine. Details dazu in einem späteren Blogbeitrag.