re:publica Berlin 2017

re:publica 2017: zwischen Nerd, Mainstream und VR

re:publica Berlin 2017

Treffpunkt und Hingucker: der Logowürfel in der Mitte des Innenhofs.

Mir hat etwas gefehlt dieses Jahr auf der re:publica, mir persönlich; und zwar fast anderthalb Tage der Veranstaltung. Aus privaten Gründen war die Anreise sowieso erst für Montag früh geplant; berufsbedingt bin ich dann erst Montagmittag in München losgekommen und am Dienstagvormittag habe ich von Berlin aus gearbeitet. Leben und Arbeiten eines #wolkenworker.

Am Ende hat sich beim mittlerweile obligatorischen Abschlussessen im Zsa-Zsa-Burger (Motzstr. 28, Tipp: Strawberry Fields Burger mit Camenbert und Erdbeeren, medium rare) herausgestellt, dass es auch anderen so ging, die später kamen. Damit sei die Frage beantwortet, warum es für die re:publica keine Tagestickets gibt. Es ist einfach eine Veranstaltung, die zum Eintauchen gedacht ist, und das geht nur, wenn man von Anfang bis Ende dabei ist. Es ist keine Business-Konferenz, auf der man nur einen Speaker oder eine Session verpasst, sondern man verpasst das langsame Eingrooven und das besingliche Ausgrooven, Mama.

Ankunft auf der re:publica, in Stimmung kommen

In der Tat waren meine Gefühle eher negativ, als ich mich am späten Dienstagvormittag Richtung Veranstaltungsort Station am Gleisdreieck aufmachte. Stress in der Arbeit und dann raus in eine volle Veranstaltung mit vielen Leuten auf ein Gelände, das wieder neu sortiert war, so schien es. Auf der Zugfahrt nach Berlin hatte ich mir noch schnell in der App ein persönliches Programm zusammengeschlampert. Und dann stehst du da; gut gelaunte, vernetzte Leute überall, jeder in re:publica Mood, mit viel reden und viel Innovation und Engagement, jeder in bester Stimmung, doch mir fehlt die Orientierung. Hilfreich ist es da, „alte“ Bekannte wieder zu treffen: die geben Halt und reißen einen mit (wenn sie schon den zweiten Tag da sind). Und so gings dann doch zügig in die erste Session.

re:publica Berlin 2017

Heißt er eigentlich noch Affenfelsen? Netzwerken, Entspannen, Kommunizieren, Arbeiten auf der re:publica

Weiterlesen

Du gründest einen Bloggerclub – warum?

Am 8. August 2016 haben wir in München den Bloggerclub e.V. gegründet, jawohl, einen echten deutschen Verein. Aus der Sicht der Gründungsmitglieder war das wohl notwendig, denn der Verein wurde einstimmig beschlossen. Da wir alle viel zu tun haben, direkt und indirekt vor allem mit Bloggen, und wir mitten vor den bayerischen Sommerferien gegründet haben, zieht sich der öffentliche Auftritt (bloggerclub.de) leider noch etwas. Deshalb auch hier, von mir, ein paar persönliche Worte über das wieso, weshalb, warum zum Bloggerclub e.V.

Vorweg: Ich bin schon erstaunt darüber, welches Vorurteil einem gegenüber schlägt, wenn man erzählt, dass man Gründungsmitglied eines Vereins ist. Das eine finde ich so typisch deutsch, wie das andere. Der deutsche Verein scheint ausschließlich belegt für Autofahrer, Kaninchen, Schützen und Sportler und wird sofort mit den Funktionären dahinter, die leidenschaftlich um ihrer Selbst willen, um Posten und Pöstchen streiten, in Verbindung gebracht.

Bloggerclub Gründung

Nach der Bloggerclub Gründung: Statement auf Twitter.

Mir persönlich geht es umgekehrt um etwas anderes: um die Demokratisierung und damit einhergehend Entpersonalisierung von Engagement für Blogger. Einige Initiativen werden, in durchaus lobenswerter Absicht, von Einzelpersonen angetrieben – ein Korrektiv und eine Kontrolle ihres Tuns fehlt jedoch. Das muss nicht immer schlecht sein, kann aber in Einzelfällen durchaus nicht gut sein. Das deutsche Vereinsrecht gibt recht genau vor, wie ein Verein zu gründen ist und mit welchen Mehrheiten laut Satzung Entscheidungen getroffen werden müssen – über die Höhe der Mehrheiten, 2/3, 3/4 oder einfache, haben wir wirklich lange gerungen, so das niemand alleine die Oberhand bekommt.

Bloggerclub Gründung

Ernste Gesichter bei der Bloggerclub Gründung: Links der damals noch nicht gewählte 1. Vorsitzende Matthias Lange (redaktion42.com), Nicola Neubauer (verruecktnachhochzeit.de), leitete den Wahlausschuss, und der damals zukünftige 2. Vorsitzende Franz Neumeier (cruisetricks.de).

Die Notwendigkeit eines Vereins, abseits der ebenfalls juristisch begründeten, wohl formulierten Zwecke in der Satzung, sehe ich vor allem in drei Punkten: Netzwerk, Professionalisierug und Interessenvertretung. Man könnte also auch sagen, eine Blogger-Lobby.

Weiterlesen

Journalistenfilme – zwei Tipps

Fernsehen und Zeitung sind zwei unterschiedliche Medien. Die Zeitungsjournalisten reden, telefonieren, machen Termine und schreiben ab und zu in ihre Notizblöcke. Fernsehjournalisten sind mit einem Tross an Technik unterwegs, ihre Recherchen folgen der Regie und unterliegen dramaturgischen Zwängen, von denen die Zeitungsreporter befreit sind.

Ist das der Grund, warum dann die Zeitungsjournalisten erfolgreicher sind? Ihre Enthüllungsgeschichte zu den Missbräuchen kanadischer Priester löst Lawinen aus. Die Hinweise des Fernsehens dagegen, ob US-President Bush sich durch sein Berufung in die Nationalgarde vor dem Einsatz in Vietnam gedrückt hat, versanden im Streit darüber, ob die mehr als plausiblen Kopien von echten Dokumente stammen können.

 

Spotlight und Der Moment der Wahrheit sind zwei sehenswerte Filme mit beeindruckenden Schauspielern, die sehr gut die Zwänge des Journalismus und der Journalisten schildern. Erstaunlich bei beiden ist, dass sie sehr kurzweilig sind, obwohl man als Zuschauer ja nur Zeuge der Recherche ist. Man wird aber förmlich in den Strudel der Wahrheitsfindung mit einbezogen und zittert mit jedem Anruf, ob der entscheidende Zeuge in ein Interview einwilligt oder nicht.

Bezeichnend finde ich, dass Mary Mapes laut Abspann im Film seit Ihrer Entlassung im Jahr 2004 nicht mehr für das Fernsehen gearbeitet hat. Mary Mapes war eine Produzentin von 60 Minutes, der CBS-Nachrichtenshow mit dem legendären Dan Rather, verkörpert im Film vom Robert Redford. Redford sagt zum Schluss (aus dem Kopf zitiert): „Guten Journalismus wird es nicht mehr lange geben, er ist zu teuer.“

Schade eigentlich, dass es solche Filme über deutsche Medien nicht gibt. Dürfen wir vielleicht in einigen Jahren einen ähnlichen Film zu den Panama Papers erwarten?

 

Langsamer in Social Media mit Facebook

Slow Media mit Facebook: zum ersten Mal gesehen heute.

Slow Media mit Facebook: zum ersten Mal gesehen heute.

Offenbar gehört Facebook seit Neuestem zu den Vorreitern der Slow-Media-Szene. Nach einem Wochenede fast offline, besuchte ich heute Abend Facebook und nahm mich einiger Posts an, die zu kommentieren waren. Nachdem ich auch noch anderes zu tun habe – wie etwa diesen Blogpost zu schreiben, um nicht gleich beim Wiedereinstieg in die #ironblogosphäre zu scheitern – legte ich eine entsprechend hohe Tippgeschwindigkeit hin. Damit ist Facebook seit Neuestem offenbar überfordert.

„Bitte verlangsame deine Nutzung“ – für mich ist es nicht vorstellbar, dass ich einen Nutzer habe, der so schnell tippen (und denken) kann (du bist womöglich eine Spam-Maschine, aber das weiß ich nicht genau),

meine ich zu hören. Tja, vielleicht zwingt uns Facebook doch, auf Bewegtbild umzuschalten: längere Produktionsdauer und weniger Informationsgehalt, sind offenbar erwünscht. Oder warum erlaubt mir Facebook nicht mehr, schnell zu tippen?

Erstes Ergebnis der re:publica – fünf Thesen zum Journalismus

Wie in den letzten vier Jahren immer, waren auch auf der zehnten re:publica gefühlt 20 bis 30 Prozent der Veranstaltungen direkt oder indirekt dem Journalismus verhaftet. Einige davon habe ich besucht, einiges diskutiert. Daneben habe ich auch an einzelnen Blogger-Sessions teilgenommen. Mit viel eigener Interpretation, aber inspiriert von der #rpTEN komme ich nun auf fünf Thesen zum Journalismus, die im Prinzip nichts neues sind, aber alte Erkenntnisse (leider) erneut bestätigen:

Weiterlesen

Erst wenn ihr die letzte Webseite geschlossen habt…

… werdet ihr merken, dass Facebook nur euer bestes will: eure Inhalte. Dabei definiert natürlich Facebook nach ganz eigenen Regeln oder besser gesagt geheimen Algorithmen, was die besten Inhalte sind. Sind Facebook eure Inhalte nicht mehr gut genug, werden sie Facebook auch nicht mehr interessieren. Das heißt, ihr habt von jetzt auf gleich erheblich weniger Leser und damit setzt eine Abwärtsspirale in Gang: weniger Leser heißt, weniger Sichtbarkeit in den Timelines und das geht so weiter, bis ihr verschwunden seit. Naja, fast. Denn wenn ihr immer schön liked und teilt und versucht, im Gespräch mit euren Freunden und Fans zu bleiben, wird euch die Timeline nicht ganz vergessen.

Edelfeder: Lösen einzelne Publizisten die Medienmarken im Internet ab? (Foto: Fred Guillory: Pen and Ink via Flickr CC BY-SA 2.0)

Edelfeder: Lösen Blogs einzelner Publizisten die Medienmarken im Internet ab? (Foto: Fred Guillory: Pen and Ink via Flickr CC BY-SA 2.0)

Außerdem könnt ihr natürlich bezahlen dafür, dass eure Inhalte in den Timelines angezeigt werden. Die Konkurrenz, die den Wettbewerb und damit die Preise für die besten Timelineplätze bestimmt, ist von euch nicht zu sehen, die kennt nur Facebook und bestimmt damit, wie viel ihr zahlen müsst.

Also nur, dass das klar ist: Dann müssen nicht eure Leser dafür bezahlen, dass sie eure Inhalte zu sehen bekommen, sondern ihr müsst an Facebook bezahlen, dass eure Inhalte Leser bekommen. Merkt ihr was?

Weiterlesen

Warum die Hysterie? 10.000 Zeichen auf Twitter

Wie ich durch meine Mittwochmorgen-Twitter-Timeline scrollte, wurde ich wieder von Twitter selbst überrascht. Neben viel schlimmeren Dingen auf dieser Welt, hatte Twitter CEO wohl auf der CES in Las Vegas nicht dementiert, ab dem zweiten Quartal 2016 Tweets mit bis zu 10.000 Zeichen zu erlauben. Wer sich selbst ein Bild der Lage machen will, suche dort unter #Twitter10k, #beyond140 oder #pro140.


Hauptargument des Twitter-Chefs Jack Dorsey: Nutzer würden heute schon durch Text in Bildern und Videos und Bilder selbst, mehr Informationen verbreiten, als in 140 Zeichen passen. Als Beispiel lieferte er gleich sein Nicht-Dementi als Bild:

Neben wenigen uneingeschränkten Befürwortern machte sich vor allem Unmut breit. Schönes Beispiel lieferte die Twitter-Umfrage des Social-Media-Monitoring-Anbieters Brandwatch. Als ich mitmachte und auf die Ergebnisse blicken konnte, waren bei über 60 Teilnehmern 82 Prozent gegen die Auflösung der 140-Zeichen-Grenze.

Auch meine erste spontane Reaktion war Ablehnung. Ich beschloss aber, auch die Argumente der Pro-Fraktion zu lesen. Diese fasste Daniel Fiene @fiene in seinem Beitrag „fiene & warum xxl-twitter eine gute idee ist“ schön zusammen. Allerdings so  richtig überzeugen kann er mich nicht. Warum, steht hier:

  1. 10.000 Zeichen sind Text! Im Snapchat-, Periscope-, Hangouts- und YouTube-Zeitalter ist es doch eher peinlich, dass der CEO eines führenden Silicon-Valley-Unternehmens Druckbuchstaben als Argument für grundlegende Änderungen seines Dienstes anführt. Es gehe ihm um Durchsuchbarkeit, sagt er. Hm, eigentlich ein Armutszeugnis, dass sich immer nur noch Text, nicht aber Bilder und Videos durchsuchen lassen, oder? Wie siehts aus, ihr vielgepriesenen Start-ups? Und Twitter, wo ist eigentlich deine Suchfunktion, von Hashtags mal abgesehen?
  2. Twitter ignoriert erneut seine Nutzer. Wenn wir mal die ganzen A-B-C- und Kurzzeit-Promis weglassen, wer ist auf Twitter wichtig? Richtig: die Info-Junkies; Nachrichtenabhängige aus aller Welt und solche, die Nachrichten produzieren und verbreiten. Es sind Nutzer, die gelernt haben, sich auf Twitter ihr eigenes Bild der Welt und von Ereignissen zusammenzustellen, das auf einer Vernetzung aus Medien, Journalisten vor Ort und Originalquellen beruht. Engagierte, intelligente Nutzer, die sich nicht abhängig machen wollen von einzelnen Medienportalen oder algorithmusgesteuerten Newsfeeds. Das bezieht sich übrigens nicht nur auf große Politik, sondern durchaus auch auf Fachinformationen für praktisch alle Branchen. Twitter war bisher nie die Quelle, sondern der beste Weg zu nahezu unerschöpflichen Quellen. Deshalb ist Twitter für Journalisten, Pressesprecher und Kommunikationsprofis so wichtig.
  3. Das bedeutet für mich: Twitter ignoriert erneut seine Kernkompetenzen. Um es mit einem Bild vom Bild zu sagen: Statt die Vorschau von Instagram auf Twitter absichtlich wegzuprogrammieren, war das genau die Stärke von Twitter. Nutzer gaben anderen Nutzern Hinweise, was für Themen (bei Instagram Bilder) sie wichtig und teilenswert fanden. So stellte man sich im Laufe der Zeit eine Twitter-Timeline aus Quellen für seriöse, lokale, internationale, humorvolle, persönliche News zusammen, ganz nach eigenem Geschmack. Je länger man den Quellen folgt, desto besser kann man sie einschätzen, desto sicherer ist man sich der Glaubwürdigkeit („für gewöhnlich gut informiert“, würden es die klassischen Medien nennen). Die Folge ist, dass Twitter für mich immer nur ein kurzer Zwischenstopp zwischen zwei Plattformen ist. Twitter führt mich auf Blogs, Webseiten, Facebook, Medium, Instagram, Pinterest und wie sie alle heißen. Nochmal: Twitter war aber nie selbst Quelle. Deshalb reichten auch die 140 Zeichen dank Kurz-URLs; Kürze, Würze und so.
  4. Ich glaube fürchte, dass Twitter auch von der Content-Schwemme profitieren will. Der Verweis reicht nicht mehr, man möchte selbst Quelle sein. Statt „beste Hinweis-Maschine mit den bestinformiertesten Nutzern“ möchte man „Me Too“ werden. Ich höre den CEO schon gegenüber Entwicklern quengeln und seinen Investoren versprechen: „Ich will aber auch Instant Articles und Notes wie Facebook, ich will aber auch Schriftstellern wie auf Medium, ich will aber auch Minibloggen wie auf Tumblr.“ Den Kampf gegen die etablierten Content-Plattformen wird Twitter aber nicht gewinnen können – woher diese Zuversicht kommt, ist mir schleierhaft (und wieso Investoren das glauben sollen sowieso).
  5. Das Problem, das Sascha Lobo – man muss wohl sagen ‚in weiser Voraussicht‘ – Mitte Dezember beschrieben hat, bleibt also: die Investoren verstehen den Unterschied zwischen Facebook und Twitter nicht und können deshalb nicht kapieren, dass Twitter nicht mit diesem konkurriert. Statt dessen zwingen sie offenbar den Twitter-Chefs die Idee auf, dass Twitter so viele User wie Facebook bekommen könnte. Wie Sascha Lobo schreibt:

    Twitter möchte noch facebookiger werden.

Das möchte ich aber nicht, denn Facebook habe ich schon, und ich liebe es nicht.

Ich verstehe Twitter nicht. Ich bin ein Freund von Veränderungen. Nur, ich will sie verstehen. Eine Veränderung ist nie per se gut, nur weil es eine Veränderung ist. Vermutlich muss ich nicht immer 10.000 Zeichen twittern, sondern kann auch nur 140 schreiben, richtig. Wenn ich aber zwischen vollständigen Hinweisen plötzlich immer wieder Teaser, schlimmstenfalls à la Buzzfeed, aussortieren muss, wird es mühsam. Was bekomme ich? Eine neue Plattform, deren Inhalte ich dann doch wieder auf pocket oder Evernote speichern muss? Wofür, was ist MEIN Nutzen?

Mir wäre es lieber, Twitter würde die Vorschaufunktionen optimieren und dafür enger mit den anderen, vermeintlich konkurrierenden, Content-Plattformen zusammen arbeiten (aberwitziges Beispiel: ein Tweet-This-Button auf Facebook) .  Twitter könnte so die führende Maschine für die Verbreitung von hochwertigem Content werden, ein Traffic-Generator – den Traffic müssten dann die Plattformen bezahlen. Neben Mitgliedsgebühren ein weiteres Geschäftsmodell… aber das ist wieder eine neues Thema.

Wenn ich meine Zweifel habe, bin ich noch lange kein Fortschrittsverweigerer. Nur schon mal so vorgweggenommen.

2015 war mein Spotify Jahr

Spotify Werbung zum Jahresende 2015 in München.

Spotify Werbung zum Jahresende 2015 in München.

Ich muss gerade scharf nachdenken: wie viele CDs habe ich mir 2015 gekauft? Vier, drei oder doch nur zwei – auf jeden Fall nur im Sonderangebot, im Drogeriemarkt. Warum? Weil ich mittlerweile fast schon abhängig von Spotify bin. Musiksammlungen auf Spotify sind nicht nur platzsparender als CDs, sondern auch jederzeit verfügbar (Online-Verbindung vorausgesetzt) sowie stetig erweiter- und veränderbar, unabhängig von Ladenschlusszeiten. Und das für nur 10 Euro pro Monat.

Hier nur ein Beispiel, wie das funktioniert:

Weiterlesen

Mehr Blogs, mehr Nischen, mehr Journalismus – Trends im Bloggen

Während sich bei 48forward die deutschen Größen des Internetz präsentierten, trafen sich am selben Abend die Praktiker auf dem Münchner Bloggerstammtisch – Bindeglied bildete Stefan Plöchinger, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, der auf beiden Podien präsent war. Es ging um nichts weniger als um die Zukunft von Blogs.

Zwei Blogger, ein Podcaster und ein Journalist

Bloggerstammtisch München: ca. 40 Blogger folgen gespannt den Trendprognosen des Podiums

Bloggerstammtisch München: ca. 40 Blogger folgen gespannt den Trendprognosen des Podiums

Wie immer beim Bloggerstammtisch schwebte über allen Themen die Frage, ob man (in Deutschland) vom Bloggen leben kann. Nach Abstimmung unter den rund 40 Zuhörern, darunter wohl ein Drittel regelmäßige Blogger, kann man die Frage schon mal mit Nein beantworten. Auf dem Podium immerhin saß einer, der über seinen Blog seinen Lebensunterhalt finanziert: Franz Neumeier, gelernter Sparkassen-Kundenberater, dann PC-Journalist und jetzt, nach unwidersprochenen Angaben, Deutschlands erfolgreichster Kreuzfahrtenblogger. Igor Josifovic dagegen erzielt mit seinen Blogs nur Nebeneinkünfte; im Hauptberuf ist er Social Media Officer bei Bosch-Siemens-Hausgeräte. Er bloggt über Inneneinrichtung und Design und ist so populär, dass er schon mal von Ikea für Filmaufnahmen gebucht wird. Mit einer Freundin in Paris betreibt er zudem noch den Blog UrbanJungleBloggers auf dem sich eine Bloggercommunity über Pflanzen austauscht. Der vierte auf der Bühne war Patrick Breitenbach: Podcaster, Netzphilosoph und zudem zurückhaltender Vertreter der (zu?) viel geschmähten Zunft der Social-Media-Berater. Geschlagene Zweieinviertelstunden diskutierten die Vier, angestachelt von den Moderatorinnen, Karin Herzter und Ellen Daniel, beide ebenfalls Bloggerinnen und Journalistinnen – stellvertretend an dieser Stelle einmal gegendert, weil es passt.

Erfolgsfaktoren für Blogger Nische und Vertrauen

Aber Bloggen ist, darüber herrschte auf dem Podium Einigkeit, keine Geschlechterfrage (auch wenn die Zuhörerschaft weiblich dominiert war). Ebenfalls einig waren sich alle darüber, dass die Zahl der Blogger weiter wachsen wird.

v.l.nr.: Ellen Daniel (Moderation), Stefan Plöchinger (Mitglied der Chefredaktion Süddeutsche Zeitung), Franz Neumeier (cruisetricks,de), Patrick Breitenbach (breitenbach.de.) und Igor Josifovic ((happyinterioriblog.de), Karin Herzer (Moderation)

Von meinem Maschinistensitz aus gesehen: v.l.n,r.: Ellen Daniel (Moderation), Stefan Plöchinger (Mitglied der Chefredaktion Süddeutsche Zeitung), Franz Neumeier (cruisetricks,de), Patrick Breitenbach (patrickbreitenbach.de.) und Igor Josifovic (happyinterioriblog.de), Karin Herzer (Moderation)

Weiterlesen

Lasst euch von der Timeline nicht verar…

Gedenken vor dem französischen Generalkonsulat in München an die Opfer des Anschlags auf Charlie Hebdo am 7. Januar 2015. Schrecklich, dass ich das Bild nochmal hervorkramen musste.

Gedenken vor dem französischen Generalkonsulat in München an die Opfer des Anschlags auf Charlie Hebdo am 7. Januar 2015. Schrecklich, dass ich das Bild nochmal hervorkramen musste.

Twitter ist toll und viele andere Social Media ebenso. Trotzdem sollte man Distanz wahren und nicht gleich alles für bare Münze nehmen, was einem die Timeline so auf den Schirm spült. Selbst die kurzfristige Erregung und der Konkurrenzdruck bei den Boulevardmedien-Machern führt zu Berichterstattung und zu Kommentaren, die man im nachhinein nur als absurd bezeichnen kann.

Medienkompetenz gilt auch für Social Media

Zur Medienkompetenz (das schließt „Social-Media-Kompetenz“ mit ein) sollte es demzufolge nicht nur gehören, sich in kurzer Zeit einen seriösen Überblick verschaffen zu können, sondern auch, inne zu halten und auf den gesunden Menschenverstand zu hören.

Weiterlesen